VfL-Kapitän erzielt beim 3:1 über den SV Wilhelmshaven alle Wildeshauser Treffer

Görke grandios

Dieses war sein dritter Streich: VfL-Kapitän Sascha Görke (2.v.l.) bedankt sich bei Vorbereiter Maximilian Seidel. Alexander Kupka (v.r.), Christopher Kant und Hauke Glück freuen sich mit. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Wildeshausen wissen einfach, was sich gehört. Mit dem schneidigen 3:1 (1:1)-Erfolg über den Titelaspiranten SV Wilhelmshaven haben die Krandel-Kicker ihrem Trainer Marcel Bragula, der an diesem Montag 44 Jahre alt wird, ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gemacht. Alle drei Wildeshauser Treffer erzielte Sascha Görke. Der grandiose VfL-Kapitän wurde von den rund 200 Zuschauern zurecht mit Sonderapplaus bedacht.

„Das war endlich mal wieder Krandel-Atmosphäre! Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und das Publikum mitgenommen. Über den verdienten Sieger kann es keine zwei Meinungen geben. Sascha Görke war überragend. Dass er als Sechser drei Tore macht, ist ihm auch noch nicht so oft passiert“, schwärmte Bragula.

Um die Kreise von Wilhelmshavens Mittelfeldstrategen Arkadius Wojcik einzuengen, hatte sich Bragula für eine eher unübliche 4:2:3:1-Formation entschieden. Eine gute Wahl, wie sich herausstellen sollte. Als Zehner sorgte Ole Lehmkuhl dafür, dass Wojcik kaum einmal zu einem seiner gefährlichen Vorstöße ansetzen konnte.

Die Gäste von der Jade begannen abwartend und überließen dem VfL die Spielkontrolle. Die erste dicke Chance bot sich Michael Eberle, der den Ball nach einem Wilhelmshavener Fehlpass nur knapp über den Querbalken jagte (6.). Auf der Gegenseite gewann Gerard Gräßner ein Laufduell gegen VfL-Keeper Felix Dittrich und setzte die Kugel auf das Tornetz (22.). Den Zusammenprall der beiden Kontrahenten hätte der SVW-Anhang gern mit einem Foulelfmeter geahndet gesehen, doch Schiedsrichter Fabian Becker (BW Bümmerstede) pfiff nicht.

Dann setzte sich Kevin Kari auf dem linken Flügel durch und flankte butterweich auf Görke, der nur noch den Kopf hinhalten musste – 1:0 (31.). Nachdem VfL-Innenverteidiger Thorben Schütte im letzten Augenblick einen Schussversuch von Le-Minh Ly abgeblockt hatte (41.), klingelte es dann doch erstmals in dieser Saison im Wildeshauser Tor: Nach einem Einwurf rauschte Ercan Karavul heran und traf zum 1:1 (43.). „Das klappt auch nur einmal im Jahr“, kommentierte SVW-Schlussmann Robin Krey. Der Ball drehte sich unhaltbar von Dittrich weg, trotzdem war der Treffer vermeidbar: Vor dem Einwurf hatte Marius Krumland, der in der zweiten Hälfte mit Kreislaufproblemen ausgewechselt werden musste, den Ball unbedrängt ins Seitenaus gespielt.

Zu Wiederbeginn ersetzte Christopher Kant planmäßig den ausgepumpten Michael Eberle. Zudem konnte Robin Ramke, der aufs Handgelenk gestürzt war, nicht mehr weitermachen. „Hoffentlich ist das nichts Schlimmes“, sagte Bragula. Für Ramke kam Lukas Schneider in die Partie, der die erste Großchance in der zweiten Halbzeit vorbereitete. Doch Maximilian Seidel setzte das Spielgerät knapp neben den linken Pfosten (56.). „Das hätte schon das 2:1 sein müssen“, meinte Bragula. Der erneute Führungstreffer fiel allerdings erst, nachdem Wilhelmshavens Tobias Bruns wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte (82.).

Vier Standards in aussichtsreicher Position hatte der Vizemeister schon kläglich vergeben, als Kevin Kari von Michael Nagra hart an der Strafraumgrenze gelegt wurde. Görke trat an und zirkelte den Freistoß zum 2:1 in die Maschen (85.). Und damit nicht genug: In der Nachspielzeit behielt der „Capitano“ bei einem Konter über Seidel die Übersicht und vollendete zum 3:1 (90.+4). Gleich darauf war Schluss. Bragula sank auf die Knie und ballte die Fäuste. „Das ist eine schöne Momentaufnahme – die nehmen wir gerne mit“, freute sich der VfL-Coach.

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