VfL Wildeshausen verkürzt durch 2:0 bei Tur Abdin Rückstand auf Tabellenspitze

Görke genial und humorlos

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„Aushilfe“ Kai Meyer (l., im Duell mit Marvin Osei, während Lennart Flege die Szene beobachtet) machte ein starkes Spiel auf der rechten Abwehrseite. ·

Delmenhorst - Von Sven Marquart. An der Tabellenspitze der Fußball-Bezirksliga läuft alles auf einen Dreikampf hinaus.

Nachdem der TuS Obenstrohe durch ein 1:0 beim bisherigen Klassenprimus Kickers Wahnbek die Pole Position übernommen hatte, zog der VfL Wildeshausen (23 Punkte) gestern durch einen 2:0 (0:0)-Erfolg beim SV Tur Abdin nach und kann das Führungsduo (beide 25 Zähler) am Mittwoch mit einem Sieg im Nachholspiel beim BV Bockhorn sogar überflügeln.

Klaus Ebel hatte seine Elf vor dem Kreisderby auf mehreren Positionen verändert. „Bei der Mannschaftsbesprechung waren schon einige überrascht“, sagte der VfL-Trainer und konnte sich das Grinsen nicht verkneifen – normalerweise ist er kein Freund der Rotation.

Nach gut fünfmonatiger Abstinenz kehrte Sebastian Pundsack ins Tor des Vizemeisters zurück. Während sein Vertreter Florian Rohe studienbedingt fehlte, übernahm Pundsack sofort wieder die Kapitänsbinde, die zuletzt Lukas Schneider getragen hatte. Im Gegensatz zur Vorwoche fand sich Schneider diesmal im Abwehrzentrum wieder, stattdessen verteidigte Jannik Wallner links. Marcel Hesselmann rückte ins defensive Mittelfeld vor, und auf der linken Außenbahn kam Janek Jacobs zu seinem ersten Startelfeinsatz seit seinem Comeback. Weil Valdrin Stublla keine Freigabe vom Trainerlehrgang erhalten hatte, überredete Klaus Ebel Kai Meyer zum Mitwirken. Der letztjährige Kapitän bot eine starke Partie als Rechtsverteidiger. „Herz, Wille, Fitness: Kai spielt seine Möglichkeiten optimal aus – schade, dass er nicht fest bei uns ist“, bedauerte Ebel.

Die Wildeshauser hätten sich nicht beschweren können, wenn Schiedsrichter Tim Otten (VfR Wardenburg) auf Strafstoß entschieden hätte, nachdem Len nart Flege den Laufweg von Marvin Osei gekreuzt hatte (13.). Auf der Gegenseite scheiterte Maximilian Seidel an Keeper Daniel Sen (22.) – das war es an Chancen in Halbzeit eins.

Nach dem Wechsel sah Klaus Ebel einen „genialen Pass“ von Sascha Görke auf Maximilian Seidel, der Sen umkurvte und zum 1:0 einschob (62.). „Wenn Maxi einen von zwei reinhaut, ist das in Ordnung“, meinte der Coach. Eine schöne Kombination über Jan Lehmkuhl und Rene Tramitzke schloss Sascha Görke humorlos zum 2:0 ab (80.).

„In der ersten Halbzeit haben wir toll mitgehalten. In der zweiten haben wir uns leider nicht mehr aufs Fußball spielen konzentriert und uns in Einzelaktionen verzettelt – da wollten wir mit dem Kopf durch die Wand, und dafür ist Wildeshausen leider zu clever“, sagte Tur Abdins Trainer Servet Zeyrek. Am Ende habe sein Stammverein verdientermaßen mit 2:0 gewonnen: „Ein Punkt wäre natürlich super gewesen.“

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