Neerstedter Waterboys gewinnen German Open der Beachhandballer

Glutofen Lemgo: „Da muss man als Beacher durch“

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Mitten in der Lemgoer Innenstadt genießen die Waterboys den Sieg bei den German Open im Beachhandball. Doch zuvor hatten die Spieler des TV Neerstedt bei glühender Hitze Schwerstarbeit zu verrichten, spielten bei den Shootouts aber ihre Nervenstärke aus.

Wildeshausen - Von Daniel WiechertLEMGO/NEERSTEDT · Der Schweiß floss in Strömen, doch die Strapazen zahlten sich für die Beachhandball-Männer des TV Neerstedt aus. Die Waterboys gewannen am Wochenende die German Open in Lemgo.

Die Spannung hätte nicht größer sein können. Erst im Shootout (15:14) sicherten sich Tim Schulenberg und seine Mitstreiter den Titel bei der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft im Beachhandball. Den entscheidenden Treffer im Finale setzte Bastian Carsten-Frerichs gegen die Sandelfen aus Burscheid. Zuvor hatte es nach zwei knappen Sätzen (16:14, 18:19) Unentschieden gestanden.

Es war wirklich ein hartes Stück Arbeit, dass die Waterboys, alles Spieler des Handball-Oberligisten TV Neerstedt, zu vollbringen hatten. Das Quecksilber näherte sich der 30-Grad-Marke, als die Waterboys am Samstag für ihre Vorrundenspiele mitten in der Lemgoer Innenstadt auf dem Regenstorplatz antraten. „Es war schon extrem heiß. Aber da muss man als Beacher durch“, so Tim Schulenberg vom TVN.

Erschwerend zu den schweißtreibenden Temperaturen kam hinzu, dass Schulenberg mit Personalmangel zu kämpfen hatte. „Da erst nur fünf Spieler von uns am Start waren, war die konditionelle Belastung schon extrem hoch“, sagte der 29-Jährige. Weil beim Beachhandball mit vier Spielern (inklusive eines Torwarts) gespielt wird, konnten sich die Waterboys durch Auswechselungen nur wenig Zeit zum Luftholen während der Spiele verschaffen. Zu diesen Widrigkeiten gesellte sich noch die Tatsache, dass es die Neerstedter Handballer nach der kräftezehrenden Oberliga-Saison nicht geschafft hatten, im Vorfeld auf Sand zu trainieren.

Umso beeindruckender der sportliche Erfolg. Mit zwei deutlichen Siegen legten das Neerstedter Team am Samstag das Fundament für den Gruppensieg. So war es auch nicht weiter tragisch, dass die Waterboys am Sonntag gegen die Freunde der Sonne aus Hamburg im Shootout ihr letzten Gruppenspiel verloren. In der prallen Mittagshitze ließen sich die Neerstedter nicht aus der Bahn werfen und gewannen ihr Halbfinale wiederum im Shootout mit 7:6 gegen die Beach Boys aus Köln. „Wir haben jetzt zwei Jahre nicht mehr auf Sand gespielt. Auch deshalb hätte ich nicht gedacht, dass es hier so gut klappen würde“, zeigte sich Schulenberg überrascht und glücklich.

Lob gab es auch von Wolfgang Sasse, 1. Vorsitzender des Beach-Sport Vereins Nordwest sowie Referent für Beachhandball beim DHB: „Eigentlich war es für die Veranstaltung schon viel zu heiß. Aber was die Waterboys gezeigt haben, war spielerisch unheimlich gut.“

Im Damenfeld scheiterten die Bumblenixen Wildeshausen und die Sandmöpse Neerstedt in der Vorrunde.

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