Weggänge drei und vier

Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen verliert auch Hauke Glück und Sören Willers

Wildeshausens Mittelfeldspieler Hauke Glück am Ball.
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Weiter in Wildeshausen: Mittelfeldspieler Hauke Glück läuft in der nächsten Saison aber für die Kreisliga-Mannschaft auf.

Nach Steve Köster und Sebastian Bröcker werden auch Hauke Glück und Sören Willers den Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen verlassen.

  • Nach zahlreichen Verletzungen zieht sich Mittelfeldspieler Hauke Glück in die Wildeshauser Kreisliga-Mannschaft zurück.
  • Keeper Sören Willers schließt sich berufsbedingt wieder seinem Stammverein TSV Großenkneten an.
  • VfL-Coach Marcel Bragula beobachtet den Torhütermarkt.

Wildeshausen – In der Mittelfeldzentrale des VfL Wildeshausen wird es allmählich dünn. Steve Köster ist schon weg. Der 23-Jährige läuft bekanntlich wieder für den Bezirksligisten BW Bümmerstede auf. Im Sommer wird Sebastian Bröcker (30) seine Fußballschuhe an den Nagel hängen und auf den Betreuerposten wechseln. Doch damit nicht genug: Auch Hauke Glück zieht sich nach der aktuell unterbrochenen Saison aus dem Landesliga-Kader zurück und wird stattdessen die Wildeshauser U 23 in der Kreisliga verstärken. Dort dürfte er dann seinem bisherigen Teamkollegen Sören Willers gegenüberstehen. Der Torhüter wird sich wieder seinem Stammverein TSV Großenkneten anschließen.

Immenses Verletzungspech

„An der Personalie Hauke Glück wäre ich fast verzweifelt, weil er ständig verletzt war“, gesteht Marcel Bragula. Sportlich schätzt der VfL-Coach den Sechser über alle Maßen. Doch aufgrund etlicher Wehwehchen brachte es Glück weder in der vergangenen noch in der laufenden Saison nicht mal auf eine einzige Landesliga-Minute. „Hauke ist ein Geschenk für jeden Trainer. Er mosert nicht rum und nimmt seine Rolle an, und wenn er gebraucht wird, ist er da“, sagt Bragula. Glück sei ein „Mentalitätsspieler“ und von Typ her vergleichbar mit Jens Jeremies und Gennaro Gattuso: „Du gibst ihm eine Aufgabe und kannst sicher sein, dass er sie zu 100 Prozent erfüllt.“

„So macht es keinen Spaß mehr“

Die permanenten Blessuren nervten niemanden mehr als Glück selbst. „Ich war nie 100-prozentig fit. So macht es keinen Spaß mehr. Wahrscheinlich ist es entspannter für meinen Körper, wenn ich in der Zweiten spiele“, begründet der 29-Jährige seinen Entschluss. Außerdem hätten sich seine privaten und beruflichen Prioritäten in der jüngeren Vergangenheit „ein bisschen verschoben“ und ließen sich nicht mehr so gut mit dem Aufwand in der sechsthöchsten Spielklasse vereinbaren.

Georg Zimmermann bekommt Führungsspieler dazu

Kurz habe er überlegt, ob er zum Harpstedter TB zurückkehren solle, berichtet Hauke Glück, der im Sommer 2018 vom Kreisligisten in den Krandel gewechselt war. Er entschied sich dagegen. „Beim HTB sind nur noch ein paar Jungs, mit denen ich noch gekickt habe“, meint er. Da Glück inzwischen in Wildeshausen wohnt, „nur fünf Minuten zum Sportplatz“ braucht und er überdies mit einigen Akteuren aus der Reserve befreundet ist, sei die Sache für ihn „schnell klar“ gewesen. „Ich finde es bemerkenswert, wie sich Hauke in den Dienst des Vereins stellt. Georg Zimmermann bekommt einen absoluten Führungsspieler dazu“, gratuliert Bragula seinem Trainerkollegen.

Zurück zum TSV Großenkneten: Torhüter Sören Willers wird der Aufwand zu groß.

Beim TSV Großenkneten kann sich derweil Übungsleiter Kai Pankow freuen, dass er einen starken Schlussmann dazubekommt. Dabei wäre Sören Willers eigentlich gerne beim VfL Wildeshausen geblieben. „Es geht aber leider nicht anders“, bedauert der Keeper, der ein duales Studium bei der Bremer Polizei absolviert. Seine Dienstzeiten sind mit dem Training nicht wirklich kompatibel. Demnächst steht für ihn ein Praktikum in Bremerhaven an. „Und da ist die Fahrtstrecke noch ein bisschen weiter“, erläutert der Kommissaranwärter. In Großenkneten müsse er nicht so oft trainieren. „Das geht vom Aufwand noch.“

Wunsch nach sportlichem Abschied

Für die Krandel-Kicker absolvierte Willers bislang zwei Landesliga-Spiele und eine Pokalpartie. „Es wäre schön, wenn ich mich sportlich verabschieden könnte“, wünscht sich der 20-Jährige eine Fortsetzung des Spielbetriebs.

Qualität nachgewiesen

„Sören ist absolut zuverlässig und hat seine Qualität bei uns nachgewiesen. Außerdem ist er sehr beliebt in der Mannschaft“, erklärt Bragula. Obwohl ihm in Miguel Förster (20) und Winterneuzugang Janne Ole Kay (22) weiterhin „ein gutes Duo“ zur Verfügung steht, „werden wir auf der Torhüterposition weiterhin die Augen und Ohren offen halten“, kündigt der 46-Jährige an.

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