VfL Wildeshausen benötigt beim Gastspiel in Oythe die Ideen seines Kapitäns

Gibt Görke grünes Licht?

Hüftprobleme: Der Einsatz von Kapitän Sascha Görke (am Ball) ist ungewiss. Foto: Krüger

Wildeshausen – In Vechta steht die fünfte Jahreszeit unmittelbar bevor. An diesem Donnerstag beginnt auf der Westerheide der 721. Stoppelmarkt. „Der eine oder andere aus der Mannschaft wird sicher hingehen, aber sonst ist das nicht unsere Veranstaltung“, sagt Marcel Bragula. Dem Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen ist das heimische Gildefest natürlich bedeutend näher. Allerdings hat er durchaus Verständnis für die Bitte des VfL Oythe, nicht am Stoppelmarkt-Wochenende spielen zu müssen. Stattdessen empfängt der Vechtaer Stadtteilclub den Aufsteiger bereits an diesem Mittwoch, 19 Uhr, zum Nachbarschaftsduell.

Die Krandel-Kicker fahren ohne großen Druck an die Hasenweide. Nach dem 3:0-Erfolg beim BV Essen und dem 0:0 gegen Mitaufsteiger Germania Leer hat der Neuling bereits vier Punkte auf dem Konto. „Und noch kein Gegentor kassiert – damit kann man zufrieden sein“, meint Bragula. Oberliga-Absteiger Oythe hat nach dem 0:2 gegen den TuS BW Lohne und dem 1:0 bei GW Firrel bislang drei Zähler eingesammelt. Oythes Niederlage im Kreisderby kam für Bragula jedoch nicht überraschend: „Ich glaube, dass sich Blau-Weiß Lohne und Bevern deutlich absetzen werden. Von der Qualität her muss Lohne aufsteigen. Dahinter kommen ein paar andere Mannschaften, zu denen auch Oythe gehört.“

Trotz des Abstiegs aus der Oberliga konnten der neue Chefcoach Raphael Dornieden und sein Co-Trainer Julian Gieseke den Kader weitestgehend beisammenhalten. Fester Bestandteil des Aufgebots ist auch weiterhin Marcel Hesselmann, der 2014 vom VfL Wildeshausen zum Vechtaer Stadtteilclub gewechselt war. Die Defensivabteilung um den 25-jährigen Innenverteidiger wurde in diesem Sommer mit Yannick Persson vom Liga-Konkurrenten SC Melle 03 verstärkt.

Oythes Königstransfer ist jedoch zweifellos Tim Wernke. Der 31-jährige Angreifer erzielte in der vergangenen Landesliga-Saison 14 Treffer für den TuS BW Lohne – für ihn ein vergleichsweise bescheidener Wert. „Tim Wernke ist die personifizierte Torgarantie. Er ist neben Dio Ipsilos vom BV Cloppenburg und Felix Schmiederer vom TV Dinklage der Ausnahmestürmer in der Landesliga“, hat Bragula großen Respekt vor dem 1,88 Meter langen und 90 Kilogramm schweren Kraftpaket. Nicht minder groß ist Bragulas Wertschätzung für Dennis Jex, Stephan Stukenborg und Dustin Beer. „Das ist eine sehr gute Mittelfeldzentrale – mit das Beste, was die Liga auf diesen Positionen zu bieten hat“, schwärmt der 44-Jährige.

Aber auch der VfL Wildeshausen hat in Sascha Görke einen Mann im Zentrum, der ein Spiel in die richtigen Bahnen lenken kann. Allerdings machen dem 28-Jährigen nicht erst seit dieser Saison immer wieder Hüftbeschwerden zu schaffen. Nachdem der Kapitän zum Auftakt in Essen eine starke Leistung geboten hatte, kluge Pässe spielte und als Torvorbereiter glänzte, wurden die Schmerzen wieder zu groß, so dass Görke gegen Leer passen musste. „Da hat man in einigen Situationen gemerkt, dass Sascha nicht dabei ist“, erklärt Bragula: „Als Achter ist er das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive und somit für das Übergangsspiel zuständig. Sascha kann den Ball gut vom Mittelfeld ins letzte Drittel transportieren. Gerade in der ersten Hälfte fehlten uns da die Ideen.“

Ob Görke für das Oythe-Spiel wieder grünes Licht gibt, entscheidet sich ebenso kurzfristig wie der Einsatz von David Lohmann. Der Torhüter blieb gegen Leer wegen einer Oberschenkelzerrung zur Halbzeit draußen. Der Platz zwischen den Pfosten „ist jedoch die letzte Position, um die ich mir Sorgen mache“, betont Bragula. Schließlich verfügt er in Sebastian Pundsack über einen weiteren erfahrenen Schlussmann. Definitiv fehlen werden Mittelfeldspieler Sebastian Bröcker und Verteidiger Niklas Heinrich. Trotzdem sieht Bragula seine Crew „nicht chancenlos, auch wenn Oythe auf dem Papier bis jetzt unser stärkster Gegner ist“.  mar

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