Verfolger Obenstrohe patzt

VfL Wildeshausen gewinnt 4:2 gegen Wiefelstede

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Vergab zwei dicke Möglichkeiten: Christoph Stolle (l.) hätte früh für die Entscheidung sorgen können.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Es muss nicht immer fußballerische Gourmetküche sein, manchmal reicht auch einfache Hausmannskost: Bei schwierigen Platzverhältnissen beschränkte sich Bezirksliga-Spitzenreiter VfL Wildeshausen gegen das Schlusslicht SV Eintracht Wiefelstede auf simple Zutaten wie konsequente Zweikampfführung und brachte mit dem 4:2 (2:0) letztlich drei Punkte aufs Tablett. Garniert wurde das ganze obendrein noch durch den Patzer des TuS Obenstrohe. Der Verfolger kam gegen GVO Oldenburg nicht über ein 2:2 hinaus und hat nun drei Zähler Rückstand auf die Krandel-Kicker.

Der Klassenprimus trat diesmal ohne Sechs an. VfL-Coach Marcel Bragula musste auf René Tramitzke, Maximilian Seidel, Sebastian Bröcker, Michael Eberle, Niklas Heinrich und Hauke Glück verzichten. Dafür kehrten die zuletzt fehlenden Marius Krumland und Thorben Schütte in die Startelf zurück. Beide Innenverteidiger stellten einmal mehr unter Beweis, wie wichtig sie sind und trugen sich zudem in die Torschützenliste ein. Den Anfang machte Krumland: Nachdem Eintracht-Keeper Tammo Rothe einen Eckstoß von Christoph Stolle durch die Hände flutschen lassen hatte, setzte der frühere Regionalliga-Spieler den Ball zum 1:0 unter die Latte (11.).

Trotz der frühen Führung war Bragula mit der Darbietung seiner Crew nicht wirklich zufrieden. „Unser 4-3-3 hat mir überhaupt nicht gefallen, besonders das Anlaufverhalten der drei Spitzen nicht. Wir haben überhaupt keinen Zugriff bekommen“, meinte der Übungsleiter. Weil sich die Flügelstürmer Ole Lehmkuhl und Robin Ramke auch immer wieder im Eins-gegen-eins verzettelten und Lennart Feldhus im Angriffszentrum viel zu wenig mit Flanken gefüttert wurde, stellte er auf eine 4-2-3-1-Formation um. Fortan lief es etwas besser, und Ramke hätte nach toller Kombination über Feldhus und Sascha Görke erhöhen müssen, traf aber nur den Außenpfosten (34.). Für Görke war wenig später Schluss: Seine alte Hüftverletzung war wieder aufgebrochen.

Görke war kaum vom Feld, da bekamen die Wildeshauser in halbrechter Position einen Freistoß. Bei stärker werdendem Regen setzte Lukas Schneider die Kugel aus gut 30 Metern mit einem tückischen Aufsetzer zum 2:0 ins Netz (42.). Aber auch bei diesem Gegentreffer war Rothe nicht ganz schuldlos. Sein Pendant Sebastian Pundsack musste in den ersten 45 Minuten keinen einzigen Ball halten, denn bis dahin zeigten die Gäste eindrucksvoll, warum sie im bisherigen Saisonverlauf erst 14-mal jubeln durften. „Trotzdem hat Wiefelstede das richtig gut gemacht und sich im Vergleich zur Hinrunde deutlich verbessert“, lobte Bragula.

Kurz nach Wiederbeginn hätte Ole Lehmkuhl nur noch zum 3:0 einschieben müssen, nachdem er Rothe bereits umkurvt hatte, wurde aber vom Torhüter von den Beinen geholt. Eigentlich eine klare Rote Karte, doch Schiedsrichter Luca Beuse (SC Bakum) beließ es bei einer Verwarnung (48.). Stattdessen hieß es wenig später nur noch 2:1. Niklas Stahmer hatte einen Freistoß aus knapp 30 Metern unter den Querbalken gesetzt, wenn auch nicht sonderlich platziert (53.). „Da erwarte ich von meinem Torwart, dass er ihn hält“, ärgerte sich Bragula.

So wurde es nochmal spannend, bis Feldhus nach einer Lehmkuhl-Flanke das 3:1 erzielte (72.). Zuvor hätte bereits Stolle zweimal für die Entscheidung sorgen müssen (56./68.). Schütte erhöhte schließlich auf 4:1, nachdem Rothe einen Feldhus-Kopfball nur nach vorne abklatschen konnte (88.). Stadionsprecher Bernd Kinzel hatte seine Durchsage noch nicht beendet, da hieß es bereits 2:4. Timon Sylvester profitierte davon, dass Schütte ausgerutscht war, und hob den Ball über Pundsack hinweg ins Netz (89.).

„Mit den beiden Gegentoren bin ich natürlich nicht einverstanden. Viel wichtiger ist aber, dass wir die drei Punkte im Krandel behalten haben“, bilanzierte Bragula.

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