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TV Neerstedt tritt ohne Trainerin und mit dezimiertem Kader gegen SG Neuenhaus/Uelsen an

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Von: Jürgen Prütt

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Neerstedts Anna Rippe beim Torwurf.
Nicht bei 100 Prozent: Anna Rippe (am Ball) war zuletzt zwei Wochen im Urlaub und sollte erst am Donnerstag wieder ins Training des Handball-Oberligisten TV Neerstedt einsteigen. © Tamino Büttner

Neerstedt – Es war ein besonderer Moment für die Handballerinnen des TV Neerstedt: Mit dem 29:21 gegen den MTV Tostedt hatte das Oberliga-Schlusslicht Anfang April nach fast drei Jahren endlich mal wieder einen Sieg gelandet.

Mit dem lang ersehnten Erfolg ist auch die Hoffnung auf den Klassenerhalt in die Gemeinde Dötlingen zurückgekehrt. Vor dem Heimspiel gegen die SG Neuenhaus/Uelsen an diesem Sonnabend, 17 Uhr, haben sich die Grün-Weißen bis auf einen Zähler an den Vorletzten GW Mühlen herangerobbt, zwei Punkte sind es zur HSG Bützfleth/Drochtersen auf Platz elf der Tabelle. Mit einem weiteren Sieg würde die Crew von Neerstedts Trainerin Cordula Schröder-Brockshus die rote Laterne an einen der beiden ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt weiterreichen, die am Sonntag in Mühlen im direkten Duell aufeinander treffen.

In den vergangenen Tagen haben die Hoffnungen auf den zweiten Saisonsieg im Lager des TV Neerstedt allerdings gleich mehrere Dämpfer erhalten: In Jette Weiland, Stefanie Hanuscheck und Celina Struß muss ein Trio passen. „Jette ist privat verhindert, Stefanie und Celina sind Corona positiv“, erläutert Cordula Schröder-Brockshus. Ausfall Nummer vier ist die Trainerin selbst: „Ich bin nach einem positiven Befund seit Mitte der Woche in Quarantäne“, muss die Übungsleiterin die Partie notgedrungen am Liveticker verfolgen. Die Aufgaben der 29-Jährigen wird Andrej Kunz übernehmen. Nachdem sich die Reihen gelichtet haben, muss Neerstedts Co-Trainer im Rückraum mit Lisa Rangnick, Kirsten Kurok, Miriam Müsch und Anna Rippe auskommen. „Anna war zwei Wochen im Urlaub“, berichtet Cordula Schröder-Brockshus. Anna Rippe sollte erst am Donnerstag wieder ins Training einsteigen und dürfte deshalb nicht bei 100 Prozent sein.

Im Hinspiel habe ihre Mannschaft „die wohl schlechteste Saisonleistung“ abgeliefert, erinnert sich die Übungsleiterin des TV Neerstedt nur ungern an das erste Aufeinandertreffen mit den Grafschafterinnen. Bei der 23:41-Schlappe sei nichts zusammengelaufen, sagt die 29-Jährige.

„Heim- und Auswärtsauftritte der SG Neuenhaus/Uelsen sind aber nicht miteinander zu vergleichen“, betont Cordula Schröder-Brockshus. Tatsächlich hat die SG auswärts nur fünf ihrer insgesamt 20 Punkte eingesammelt. Zuletzt gelang dem Team um seine Topwerferinnen Wiebke Meier (82 Saisontreffer), Jessica Holtvlüwer (74) und Katja Berkau (74) mit dem 33:27-Erfolg beim Primus und Titelfavoriten VfL Stade allerdings ein echter Coup in der Fremde.

„Neuenhaus stellt nicht von ungefähr den besten Angriff der Liga. Wir müssen vorne konzentriert spielen“, warnt vor Cordula Schröder-Brockshus vor dem Umschaltspiel der Gäste.

Die B-Lizenztrainerin hofft, dass sie am kommenden Dienstag, 26. April, 20.15 Uhr, für das Auswärtsspiel bei der HSG Hude/Falkenburg wieder auf die Neerstedter Bank zurückkehren kann. „Es könnte gerade so klappen. Die sieben Tage sind dann um“, würde Cordula Schröder-Brockshus das Landkreisderby nur ungern verpassen.

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