Fußballer des VfL Wildeshausen feiern Bezirksliga-Titel mit „Meistermett“

Bragulas Aufstiegshelden verfehlen letztes Saisonziel

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Stolz präsentieren Trainer Marcel Bragula (v.l.), Kapitän Sebastian Pundsack und Abwehrchef Daniel Pasker beim Ausmarsch zum Kinderschützenfest die Meisterschale.

Von Sven Marquart und Cord Krüger - Grandios. Sensationell. Überragend. Mit der Bezirksliga-Meisterschaft und dem Aufstieg in die Landesliga haben die Fußballer des VfL Wildeshausen alles erreicht, was sie sich erträumt haben. Alles? Mitnichten! Ihr letztes großes „Saisonziel“, wie es Marcel Bragula formulierte, haben die Krandel-Kicker dann doch klar verfehlt.

„Jetzt wollen wir die Brasserie leer trinken“, hatte der VfL-Coach nach dem 1:1 (0:0) gegen den SV Atlas Delmenhorst angekündigt. Doch als das Lokal an der Bahnhofstraße gegen 1.30 Uhr zugesperrt wurde, war von Bragula und seiner Meistermannschaft weit und breit nichts zu sehen. Der Angriff auf die Bierreserven war gescheitert, bevor er begonnen hatte.

Was war passiert? „Wir hatten uns noch ein Zwischenziel gesetzt“, berichtete Sebastian Pundsack am Tag danach. Im Klartext: Der VfL-Kapitän und seine Mannschaftskollegen brachten anstatt des Brasserie-Personals ihren Vereinswirt Martin „Kani“ Weber ins Schwitzen. „Und als wir gegen drei Uhr im Krandel losgekommen sind, war in der Stadt nix mehr los“, erläuterte Pundsack.

Doch zum Glück hat Abwehrchef Daniel Pasker Schlüsselgewalt für die Gaststätte Peter Sander in Kleinenkneten – die Meistersause konnte also weitergehen. „Ich bin gegen fünf gegangen, der Großteil zwischen fünf und sechs, und die Letzten sollen um acht zu Hause gewesen sein“, erzählte Pundsack. Welcher seiner Mitspieler die Meisterschale mit ins Bett genommen hatte, vermochte der Torhüter indes nicht zu sagen. Wohl aber, dass die Trophäe am nächsten Morgen einen ungewöhnlichen Einsatz hatte: Jan und Ole Lehmkuhl, Tim Albus und Jannik Wallner ließen sich beim Fleischer ein Pfund „Meistermett“ und reichlich Zwiebeln auf den Ehrenteller schichten, um sich anschließend ein zünftiges Frühstück zu gönnen.

VfL Wildeshausen ist Bezirksliga-Meister

Die Stärkung hatten sie bitter nötig, dem um 12 Uhr traf sich die Wittekind-Crew in der Brasserie. Aber viel Zeit, um Wirt Stefan Thuns in Beschaffungsnot zu bringen, blieb ihnen nicht, denn der Ausmarsch zum Kinderschützenfest stand auf dem Programm. Unterwegs wollten die Gratulationen und Schulterklopfer kein Ende nehmen. Die Sportler mussten unzählige Hände schütteln. Selbst Autofahrer hielten an, um sie zu beglückwünschen.

„Das war überragend!“, schwärmte Sebastian Pundsack, für den der Titelgewinn „mit Abstand das Highlight“ seiner bisherigen Fußballerlaufbahn ist. „Vor so einer Kulisse Meister zu werden und aufzusteigen – besser geht’s ja gar nicht“, jubelte der 29-Jährige, ehe er sich wieder den Feierlichkeiten auf dem Festplatz widmete. „Mal sehen, wo uns der Weg danach noch hinführt.“

Die Antwort: natürlich ins proppenvolle Zelt. Punkt 23.48 Uhr enterte das Team die Bühne – mit Ausnahme von Kai Schmale, der gegen Atlas das entscheidende 1:1 geköpft hatte. „Schmale, Schmale“, brüllte die Menge, bis der Aufstiegsheld endlich erschien. Wie schon nach dem Abpfiff im Krandel stimmte Coach Bragula die „Humba“ an. Anschließend brachte Andreas Bouranis WM-Song „Auf uns“ die Stimmung auf den Siedepunkt. Doch damit war die Feier noch längst nicht zu Ende…

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