Fußball-Kreisligist TV Dötlingen muss sich einen neuen Trainer suchen

Zimmermann hört zum Jahresende auf

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Georg Zimmermann gibt zum Jahresende seinen Trainerposten beim Kreisligisten TV Dötlingen auf.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Paukenschlag beim Fußball-Kreisligisten TV Dötlingen: „Ich habe dem Vorstand am Freitag mitgeteilt, dass ich am Jahresende als Trainer aufhören werde“, berichtete Georg Zimmermann. Diesen Entschluss habe er gefasst, weil seine „persönlichen Vorstellungen mit den Gegebenheiten beim TV Dötlingen nicht so einher gehen“.

Die Rücktrittsankündigung traf den Verein offenbar völlig überraschend. „Das ist nicht gut, wenn der Trainer mitten in der Saison die Segel streicht – damit hatte ich so nicht gerechnet“, erklärte der Vorsitzende Rudi Zingler am Sonntag auf Nachfrage. Zimmermann sei ein „kompetenter Trainer“. Die Suche nach einem Nachfolger „wird uns einige Sorgen bereiten“. Im Laufe der Woche will sich Zingler mit seinen Vorstandskollegen zusammensetzen und beraten: „Wir müssen gucken, was wir für eine Lösung finden – momentan habe ich keine parat.“

Georg Zimmermann hatte den TV Dötlingen vor etwas mehr als vier Jahren in den Niederungen der 1. Kreisklasse übernommen. In der Saison 2013/2014 führte er die Mannschaft ohne Niederlage zum Meistertitel und zum Aufstieg in die Kreisliga. Außerdem erreichte der Harpstedter mit dem Team zwei Mal in Folge das Kreispokalfinale. Aktuell sind die Dötlinger mit vier Zählern Vorsprung auf die Abstiegsränge Tabellenvierzehnter. „Aber es sind auch nur sechs Punkte zu Platz sieben“, erläutert der 61-Jährige. Trotz der Abgänge von Sebastian Bröcker (zum Landesligisten VfL Wildeshausen) und Roman Seibel (zum Bezirksligisten SV Tur Abdin) sei die Mannschaft stark genug, um in diesen Regionen mitzuspielen. „Aber ich habe das Gefühl, auf der Stelle zu treten.“

Der B-Lizenzinhaber versuchte viel, engagierte in Joachim Puchler einen externen Coach, um das Defensivverhalten zu schulen und bot ein zusätzliches Montagstraining an. Außerdem machte eine Gymnastiktrainerin des Vereins nach der Donnerstagseinheit Stabilisierungsübungen mit den Spielern. Trotzdem waren oft nur acht bis zehn Akteure anwesend. „Ich habe es nicht geschafft, sie aus der Reserve zu locken“, gesteht Zimmermann. Zudem fühlte er sich vom Verein bisweilen hingehalten.

Getreu seinem Motto „Love it, change it or leave it“ zog der gebürtige Rheinländer die Konsequenzen: „Ich liebe es nicht, verändern kann ich es nicht, deshalb beende ich es, auch wenn es mir für einzelne Spieler leid tut.“ Möglicherweise sei sein Abschied eine Chance „alle wachzurütteln und neue Bewegung reinzubringen“. Rudi Zingler sieht darin jedoch zunächst einmal „einen herben Rückschlag für den Verein“.

Zimmermann betont, dass er „definitiv nicht fußballmüde“ sei. Deswegen könne es durchaus sein, dass er relativ schnell wieder eine Mannschaft übernehmen werde, „wenn sie engagiert ist und was erreichen will“.

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