Huntlosen siegt 2:1

Dennis Jielg und Kai Harberts knacken Ganderkesee

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Harpstedts Hauke Glück (direkt hinter dem Ball) ahnt es hier schon: Sein Schuss nach einer Ecke schlägt zum 1:1 ein. Doch das reichte am Ende nicht zum Sieg bei Atlas Delmenhorst II.

Landkreis - Ein hart erarbeiteter Sieg für den FC Huntlosen, knappe Auswärts-Niederlagen hingegen für den TSV Ippener und den Harpstedter TB – das ist die Bilanz der Fußball-Kreisligisten vom Wochenende.

FC Huntlosen – TSV Ganderkesee 2:1 (2:1): FCH-Trainer Andree Höttges hatte es doch noch geschafft, 16 Spieler für den Kader zusammenzutelefonieren: „Das war angesichts unserer vielen Verletzten und der Gesperrten nicht einfach“, verdeutlichte Sebastian Merz, der selbst wegen seiner fünften Gelben Karte nicht auflaufen durfte. Dafür coachte er die Mannschaft für den kurzfristig aus familiären Gründen nicht verfügbaren Höttges – zusammen mit Jan Lindner. „Und alle haben sich voll reingehauen – das war supergeil“, lobte Merz das Team, in dem der reaktivierte Dennis Petko sowie die Studenten Tim Künnemann und Lennard Lamping in der Startelf standen. „Das sind alles Super-Kicker, aber Tim und Lennard können aus zeitlichen Gründen nicht mehr trainieren“, schilderte Merz. Das zeigte sich auf schmerzhafte Weise, als einige Huntloser in der Schlussphase Krämpfe bekamen. „In der zweiten Halbzeit war es ein sehr kampfbetontes Spiel. Da ging es nur noch darum, Ganderkesee vom Tor wegzuhalten“, unterstrich der „Aushilfscoach“.

Vor der Pause hingegen gingen die Platzherren wie nach Anweisung von Beginn an früh drauf und kamen zu mehreren Chancen. Eine davon nutzte Dennis Jielg nach einem feinen Spielzug über fünf Stationen vom eigenen Strafraum zum 1:0 (10.). Kai Harberts erhöhte mit einem Solo auf 2:0 (43.) und bestrafte damit die zu weit aufgerückten Gäste. Lennard Stöver verkürzte jedoch keine 60 Sekunden später aus dem Gewühl heraus. Dabei blieb’s – bis zur Pause und auch nach der Halbzeit.

TSV Großenkneten – TSV Ippener 2:1 (1:0): Keine Premiere nach Plan für Mohamed Chahrour: Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Chawkat El-Hourani kassierte der zum Chefcoach beförderte Co-Trainer des TSV Ippener eine unglückliche Niederlage. „Ich wäre schon mit einem Punkt zufrieden gewesen, denn geglänzt haben wir nicht“, gestand Chahrour. Doch die effziente Chancenverwertung der Kneter wurmte ihn: „Großenkneten schießt zweimal aufs Tor – das reicht gegen uns schon, um zweimal zu treffen“, monierte der Gäste-Trainer.

Finn Meyer hatte nach einer Standardsituation das 1:0 markiert. Ahmad Diab traf nach einem Freistoß von Zana Ibrahim zwar per Kopf zum Ausgleich (79.), doch zwei Minuten vor Schluss markierte erneut Meyer mit einem „Sonntagsschuss“ (Chahrour) den Endstand: Sein gechipter Ball knallte an den Innenpfosten und von dort hinter die Linie. „Unser altes Problem, dass die Abwehr nicht sicher steht, hat sich mal wieder klar gezeigt“, haderte der TSV-Coach: „Und aus unseren gefühlten 70 Prozent Ballbesitz haben wir zu wenige klare Chancen erarbeitet.“

SV Atlas II – Harpstedter TB 3:2 (1:1): Trotz der Niederlage war Harpstedts Trainer Jörg Peuker mit dem Auftritt zufriedener als noch mit dem 1:1 am Mittwoch zuvor beim TV Jahn Delmenhorst. „Aber unsere vergebenen Chancen machen mich fuchsig“, gestand der A-Lizenz-Inhaber: „Wir hätten schon vor der Pause mit 2:0 führen müssen.“ Doch zuerst vergab Hannes Neuhaus (11.), dann Mel Siegenthaler (14.) und schließlich Marik Landgraf das 1:0. Besser machte es die Oberliga-Reserve – wenn auch nach einem fragwürdigen Elfmeter: Mike Trojan soll Emiljani Mjeshtri im Strafraum gefoult haben, doch stattdessen sei ihm der Delmenhorster auf den Fuß getreten, meinte Peuker. Lukas-Josef Matta war es egal – er verwandelte den Elfer sicher (23.). Hauke Glück gelang nach einer Ecke von Siegenthaler zwar das 1:1 (26.), doch in Minute 31 vergaben die Brüder Hendrik und Hauke Glück sowie Marik Landgraf die Führung, als alle drei an der Kugel vorbei rauschten.

Fast zwangsläufig jubelte Ernest Appau nach der Pause über seinen Treffer zum 2:1 (66.) nach einem Freistoß. Keine 120 Sekunden später bedankte sich Trojan mit dem 2:2 für einen guten Siegenthaler-Pass (68.), doch Florian Knipping traf – wieder nach einem Freistoß – zum 3:2 (88.). - ck

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