VfL geht zum vierten Mal in Folge auswärts leer aus: 1:4 in Papenburg

„Fußball war das jedenfalls nicht“

Sein 1:3 war wertlos: Michael Eberle erzielte bei der 1:4-Niederlage in Papenburg den einzigen Wildeshauser Treffer. Foto: Marquart

Wildeshausen – Zuhause eine Macht, auf fremden Plätzen meistens nur Punktelieferant: Zum vierten Mal in Folge sind die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen auswärts leer ausgegangen. Eine katastrophale erste halbe Stunde brockte den Krandel-Kickern nun eine 1:4 (1:3)-Niederlage beim SC BW Papenburg ein. Mit dem Sieg bescherten die Blau-Weißen ihrem neuen Trainer Alfons „Alo“ Weusthof eine gelungene Pflichtspielpremiere.

„Es ist auffällig, dass wir auswärts mit Ausnahme der ersten beiden Spiele nichts auf die Kette bekommen. Darüber müssen wir uns Gedanken machen“, sagte der maßlos enttäuschte Marcel Bragula. In seinen gut fünf Jahren als VfL-Coach hatte er seine Crew bislang „nur ganz selten so von der Rolle erlebt“, wie in den ersten 30 Minuten im Papenburger Sportpark. „Wir waren behäbig, schlafmützig, gar nicht wach“, ärgerte sich Bragula über die schlechte Zweikampfführung seiner Elf. Die Platzherren waren deutlich handlungsschneller, auch wenn Steven Müller-Rautenberg die erste Chance besaß: Seinen Schuss von halbrechts lenkte SC-Keeper Malte-Lukas Schendzielorz aber zur Ecke.

Doch nur wenig später überlupfte Torben Lange VfL-Schlussmann David Lohmann zum 1:0 (10.). „Der Schiedsrichterassistent war abgelenkt und hat nicht gesehen, dass Lange zwei Meter im Abseits gestanden hat“, haderte Bragula. Auch das 3:0 durch Marco Nakelski (30.) war für seinen Geschmack „nicht regulär“: Dem Treffer sei ein klares Foul an Sascha Görke vorausgegangen. Der VfL-Kapitän musste anschließend ausgewechselt werden. „Natürlich sind das zwei unglückliche Entscheidungen, aber die dürfen nicht von unserer Leistung ablenken“, meinte Bragula. Zumal das 2:0 durch einen Konter von Layth Hussein Challoob Alsubaih einem Wildeshauser Eckball entsprang 2:0 (16.).

Der für Görke in die Partie gekommene Maximilian Seidel bediente prompt Michael Eberle, der sehenswert zum 3:1 abschloss (41.). „Maxi war der einzige, der seine Leistung abgerufen hat. Wir wurden nur gefährlich, wenn er am Ball war“, berichtete Bragula. So wie kurz nach dem Seitenwechsel, als sich der kleine Angreifer stark durchsetzte. Seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Schendzielorz aber parieren (47.).

Nach einem rüden Foul von Fabian Cordes, der Robin Ramke mit gestrecktem Bein gefällt hatte, sah Papenburgs Linksverteidiger die Rote Karte (50.). Aber auch Wildeshausens Flügelflitzer Ramke musste mit dick geschwollenem Fuß vom Platz. Mit einem Mann mehr auf dem Feld übernahmen die Gäste das Kommando. „In Überzahl waren wir drückend überlegen. Aber das müssen wir besser ausspielen“, monierte Bragula. Während der Aufsteiger vergeblich auf den Anschlusstreffer drängte, machte Niklas Papen in der Nachspielzeit alles klar: Zunächst konnte Lohmann das 1:4 noch verhindern, doch der zweite Versuch war dann drin (90+1.).

„Ich weiß nicht, was für ein Sport das in der ersten halben Stunde von uns war – Fußball war das jedenfalls nicht“, schimpfte Bragula. Zum Glück steht als nächstes wieder ein Heimspiel an: Am Donnerstag, 31. Oktober, 14.30 Uhr, geht es gegen Spitzenreiter SC Melle 03.  mar

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