D-Juniorinnen des VfL Wildeshausen messen sich mit sieben anderen Teams

Fußball im Homeoffice

Geschickte Jongleurin: Alina Stroot schaffte beim Ballhochhalten 25 Kontakte. Foto: Stroot

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Ihr bislang letztes Pflichtspiel liegt bereits mehr als fünf Monate zurück, und die D-Juniorinnen des VfL Wildeshausen werden sich auch wohl noch eine ganze Weile gedulden müssen, bis sie in der 1. Kreisklasse erstmals in diesem Jahr um Punkte kämpfen dürfen. Wenn überhaupt, denn momentan ist nicht mal an Mannschaftstraining zu denken. Schuld ist natürlich das Coronavirus.

Trotzdem haben die Schützlinge von VfL-Coach Ralf Eckhoff weiter Lust auf Fußball. Weil die Plätze im Krandel gesperrt sind, kicken die Mädchen seit einigen Tagen im „Homeoffice“: In den elterlichen Gärten messen sich die Wildeshauserinnen mit sieben andere Teams aus den Fußballkreisen Vechta und Oldenburg-Land/Delmenhorst in einer Challenge. Nach zwei von insgesamt acht Herausforderungen rangiert die Wittekind-Crew auf dem geteilten fünften Platz.

Die Idee zu dem Wettkampf hatte Dieter Wiechmann, der Trainer des TuS Lutten. Seiner Einladung folgten neben dem VfL Wildeshausen auch noch der TuS BW Lohne, RW Visbek, der SC Bakum, der SV GW Brockdorf, die SG TuS Heidkrug/TV Jahn Delmenhorst und der TV Dinklage. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: „Jeder Verein gibt eine Aufgabe vor, und dann haben alle Mannschaften drei Tage Zeit, um sie zu erfüllen“, berichtet Ralf Eckhoff. Gewertet werden die drei besten Spielerinnen jedes Teams. Der Tagessieger erhält acht Punkte, der Zweitplatzierte sieben und so weiter.

Den Anfang machte der TuS Lutten. Der Auftrag: den Ball hochhalten. „Sensationell, was einige draufhaben!“, staunte Ralf Eckhoff nach Ansicht der Beweisvideos. Den Tagessieg sicherten sich die Herausforderinnen aus der Gemeinde Goldenstedt mit insgesamt 147 Wiederholungen vor Brockdorf (141) und Lohne (121). Der VfL Wildeshausen, vertreten durch Alina Stroot (25), Nele Metzner (10) und Nika Behrens (10), kam auf 45 Kontakte – das reichte für Platz sieben. Beste Balljongleurin war Rike Springub. Die Brockdorferin berührte das Spielgerät sagenhafte 121-mal, ehe es zu Boden fiel.

Anschließend bat der SC Bakum zu einem Slalomparcours. Innerhalb von 90 Sekunden galt es, fünf jeweils in einem Meter Abstand voneinander aufgestellte Hütchen so oft wie möglich zu umdribbeln. Hier triumphierten die von Rieke Willenborg (13) angeführten Lohnerinnen mit insgesamt 36 Umläufen. Gleich nach dem Gesamtersten aus Lutten (33) folgte bereits der VfL Wildeshausen (32). „Der dritte Platz hinter den technisch versierten Kreisligisten kann sich sehen lassen“, bilanziert Ralf Eckhoff. Für die Krandel-Kickerinnen kamen Alina Stroot (11), Greta Eckhoff (11) und Maja Stuckenberg (10) in die Wertung.

Aktuell haben die Grün-Weißen aus Brockdorf der Konkurrenz eine Passübung vorgegeben. Bis Freitag dürfen sich die Mädchen daran versuchen. „Gegen 17.30 Uhr wird mein Handy ding, ding, ding machen – und dann heißt es wieder: Video gucken“, sagt Ralf Eckhoff.

Dem VfL obliegt am 5. Mai die Ehre der letzten Challenge. „Wir müssen abwarten, was noch von den anderen kommt. Es soll ja nichts doppelt sein. Aber wir werden schon was Schönes finden“, lässt sich Ralf Eckhoff nicht in die Karten blicken.

Auch wenn der Gesamtsieger eine Überraschung erhalten soll, geht es bei dem Wettbewerb vor allem darum, „dass die Mädchen beschäftigt sind und Spaß haben“, betont Ralf Eckhoff: „Das ist das Wichtigste!“

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