SV Wilhelmshaven trifft in der Nachspielzeit zum 1:0

Sergej Müller versetzt VfL Wildeshausen späten K. o.

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Jannis Oberbörsch (Nummer 22) zieht ab und trifft. Doch das Tor findet wegen Abseits keine Anerkennung.

Wildeshausen - Von Sven Marquart. So holprig wie die Vorbereitung gestaltete sich für den Fußball-Bezirksligisten auch der Punktspielstart in das Jahr 2018. Während sich Titelkonkurrent SV Brake keine Blöße gab (2:0 beim FC Rastede), unterlagen die Krandel-Kicker dem SV Wilhelmshaven mit 0:1 (0:0) und haben nun bereits zwölf Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter, der allerdings auch schon drei Partien mehr ausgetragen hat.

„Der Sieg für Wilhelmshaven ist nicht unverdient, auch wenn ein Unentschieden gerechter gewesen wäre. Letztlich haben wir uns die Niederlage selbst zuzuschreiben. Drei bis vier Positionen haben mir überhaupt nicht gefallen – darüber muss gesprochen werden“, meldete VfL-Coach Marcel Bragula Redebedarf an.

Auf dem holprigen Rasen des Krandelstadions entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel. Die erste Einschussmöglichkeit bot sich Jannis Oberbörsch, doch der VfL-Winterneuzugang benötigte am Elfmeterpunkt zu lange, um den Ball zu verarbeiten (7.). Auf der Gegenseite spielte VfL-Keeper Sebastian Pundsack den Ball direkt in die Füße von Dennis Flechtner, machte seinen Patzer aber umgehend wieder gut (13.). Nachdem Oberbörsch die Kugel ans Außennetz gesetzt hatte (22.), traf er keine 60 Sekunden später ins Tor. Doch der souverän leitende Schiedsrichter Frederick Blancke (VfL Oldenburg) entschied auf Abseits.

„Die erste Halbzeit haben wir Schlafwagenfußball gespielt! Das war viel zu zurückhaltend und viel zu zögerlich in den Zweikämpfen“, monierte Bragula. „Die zweite Halbzeit war besser.“

Doch mit ungenauen Zuspielen und schlecht getretenen Standards machten sich die Gastgeber auch weiterhin das Leben schwer. Stattdessen hätte SVW-Torjäger Sergej Müller die Jadekicker in Führung bringen müssen, scheiterte aber am überragend haltenden Pundsack (71.). Sechs Minuten später spielte sich eine fast identische Szene im anderen Strafraum ab. Nach Vorarbeit von Sascha Görke konnte Wilhelmshavens Torhüter Robin Krey den Schuss des eingewechselten Andreas Kari nicht minder bravourös parieren.

„Mit dem Punkt konnten wir nicht zufrieden sein. Wir mussten versuchen zu gewinnen. Dass du dann einen Konter kriegst, kann passieren“, erläuterte Bragula. Während Innenverteidiger Christoph Stolle außerhalb des Platzes wegen Nasenblutens behandelt wurde, verlor Alexander Kupka das Laufduell gegen Sergej Müller, der unhaltbar zum 1:0 abschloss (90.+2).

Nach dem Schlusspfiff musste Wilhelmshavens neuer Trainer Rainer Hotopp „erstmal durchatmen“. Der ehemalige Zweitliga-Spieler des TSR Olympia Wilhelmshaven ist erst seit Mitte Februar beim Tabellendreizehnten im Amt. Der 66-Jährige freute sich über einen „Einstand nach Maß bei einer Topmannschaft der Liga“. Vor allem kämpferisch habe seine Crew „alles reingeschmissen – das haben die Jungs schon gut gemacht“. Hotopp versprach: „Wenn die Mannschaft weiter so fleißig ist, ist von uns noch einiges zu erwarten. Ich glaube, dass wir schnell unten rauskommen und so ein bisschen mehr Ruhe in den Verein bringen.“

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