Arbeitstagung der Landkreisfußballer in Kirchhatten: Heinen könnte sich größere Lösung vorstellen

Fusion vorerst auf Eis gelegt

Über neue Laptops freuten sich (von links) Sven Hagelmann (FC Huntlosen), Jürgen Tempelmann (Sf Littel), Klaus Panzram (VfL Stenum), Kreisvorsitzender Hartmut Heinen und Helmut Rüdebusch (SC Dünsen).

Wildeshausen - KIRCHHATTEN (him) · Die Arbeitstagung der Landkreisfußballer in Kirchhatten hatte am Montagabend zwei Überraschungen parat. Für die größte sorgte die Vorstandsriege mit der Ankündigung, dass die Fusion mit dem Kreis Delmenhorst nun doch nicht wie zunächst immer angekündigt am 1. Juli 2011 erfolge. Eine Überraschung hielt der Kreisvorsitzende Hartmut Heinen außerdem für einige Vereinsvertreter bereit, denen er als Dank für ihre gute Arbeit einen Laptop überreichte.

Dass die geplante Fusion zwischen den Fußball-Kreisen Delmenhorst und Oldenburg-Land, die schon seit längerer Zeit einen gemeinsamen gut funktionierenden Spielbetrieb führen, vorerst auf Eis gelegt zu sein scheint, möchte Heinen keinesfalls als Zurückrudern verstehen. „Wir brauchen da nicht auf die Tube drücken“, erklärte der Kreisvorsitzende den Aufschub. „Bislang läuft alles bestens, und wir haben keinen Druck, zwingend in diesem Jahr zu fusionieren.“ Heinen wies außerdem darauf hin, dass die beiden Kreise mit einem Zusammenschluss nicht alle Auflagen des Deutschen Fußball-Bundes erfüllen würden. Der fordere eine Mindestanzahl von 600 Mannschaften, Delmenhorst und Oldenburg-Land kämen nach aktuellem Stand aber nur auf knapp 460 Teams. Deswegen könne sich Hartmut Heinen auch eine größere Lösung vorstellen, zum Beispiel mit der südlichen Wesermarsch. Außerdem sei es möglich, „dass mittelfristig auch von der Politik eine Kreisreform angestrebt wird“, erklärte der Kreisvorsitzende das eher abwartende Verhalten seiner Vorstandsriege.

Dass die neue Situation beim designierten Partner in Delmenhorst nicht gerade Euphorie entfacht, ist nicht überraschend. „Irritiert und verwundert“ reagierte gestern deren Vorsitzender Erich Meenken. Nach dem Einstiegsgespräch zum Fusionsthema im April 2010 habe es keine weitere Zusammenkunft zwischen den geschäftsführenden Vorständen gegeben. Dennoch habe Oldenburg-Land immer suggeriert, dass es zur Fusion am geplanten Termin komme. „Ich hätte mir jetzt natürlich gewünscht, dass unsere Vorstandskollegen offen mit dem Thema umgegangen wären und zuerst mit uns gesprochen hätten. So habe ich nur über Umwege über den aktuellen Stand der Dinge erfahren – und das halte ich nicht für die richtige Art, mit einem Partner umzugehen“, sagte Meenken. Beide Vorstände werden jetzt zeitnah noch einmal zusammenkommen, um die „Kommunikationslücke“ zu schließen.

Während der Arbeitstagung gab es ferner eine nachträgliche Bescherung für sieben Vereine in Form von Laptops. Für ihre gute Arbeit erhielten der Ahlhorner SV, FC Huntlosen, Sf Littel, VfL Stenum, VfL Wildeshausen, Sf Wüsting sowie die SG DHI Harpstedt dieses „technische Dankeschön“. Viel Lob erhielt der TSV Ganderkesee für die Ausrichtung der Hallenkreismeisterschaften. Die Ganderkeseer werden die Titelkämpfe auch 2012 ausrichten. Für die Jahre 2013 bis 2015 werden die Meisterschaften neu vergeben, wobei Bewerbungen bis Anfang Juni möglich sind.

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