Angreifer kehrt vom TV Dötlingen zu seinem Stammverein Harpstedter TB zurück

Für Seibel schließt sich der Kreis

Zurück zu den Wurzeln: Roman Seibel (r.) stürmt künftig wieder im HTB-Trikot. 
Foto: Richter
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Zurück zu den Wurzeln: Roman Seibel (r.) stürmt künftig wieder im HTB-Trikot. Foto: Richter

Harpstedt – Wenn das kein verlockendes Angebot ist: „Wir bieten ein homogenes Umfeld, bei dem Vergnügen und Fleiß im Einklang stehen und es neben dem Platz, bei interessanten Geschichten auch gerne mal ein leckeres Bier geben darf.“ Mit diesen Zeilen und der Aussicht auf „spannende Derbys“ in der 1. Kreisklasse gegen den SC Colnrade, den TSV Ippener und die Beckeln Fountains wirbt der Harpstedter TB II auf seiner Facebookseite „um engagierte, zuverlässige, ehrgeizige Neuzugänge, die Spaß am Fußball haben“.

Ein Kicker ist diesem Lockruf bereits gefolgt. Roman Seibel, der den Turnerbund 2014 verlassen hatte und unter anderem zwei Jahre Bezirksliga-Erfahrung beim SV Tur Abdin Delmenhorst sammelte, wird künftig wieder für seinen Stammverein stürmen. Nun schließt sich der Kreis. Sehr zur Freude von Christian Goritz. „Zu Romans Qualitäten muss man nicht viel sagen. Er ist ein super Stürmer, der uns weiterhelfen wird. Er hat einen Mordsschuss und weiß, wo das Tor steht. Außerdem ist er ein Pfundskerl“, sagt Harpstedts Spielertrainer über den Rückkehrer.

Seibel war in den drei vergangenen Spielzeiten für den Kreisligisten TV Dötlingen aktiv. Da er beruflich stark eingespannt ist, konnte der Kfz-Mechatroniker jedoch nicht regelmäßig trainieren und kam in der gerade abgebrochenen Saison nur auf neun Einsätze (ein Treffer). Außerdem hat der Vater eines knapp zweijährigen Sohnes erst kürzlich im Twistringer Ortsteil Altenmarhorst gebaut. Durch den Vereinswechsel reduziert sich Seibels Fahrtweg zum Training um mehr als die Hälfte. Das Werben seines Kumpels und künftigen Teamkollegen Rene Kube tat das Übrige. „Wir wollen oben mitspielen“, erklärt Seibel, der in der C-Jugend beim HTB mit dem Fußball spielen begonnen hatte.

In der Harpstedter Reserve ist der 29-Jährige nicht der einzige Neue. Aus der Bezirksliga-A-Jugend der SG DHI Harpstedt rücken Defensivmann Matthes Brand (18) und Offensivspieler Janek Lambertz (19) fest in den Kader auf. „Aber Roman ist definitiv der Königstransfer“, legt sich Goritz fest.

Zumindest hat er sich starke Konkurrenz ins Team geholt. Denn trotz seiner 47 Jahre will der mit neun Treffern beste Harpstedter Schütze der vergangenen Saison weiterhin auf Torejagd gehen. Auch wenn der Betrachter es kaum glauben mag: „Ich werde auch älter und muss um meinen Platz kämpfen“, sagt Goritz. Gemeinsam mit seinem Kompagnon André Weiland ist der routinierte Angreifer seit 2017 für den Harpstedter Kreisliga-Unterbau verantwortlich. „Das passt zwischen uns. Wir verstehen uns wirklich gut“, betont Goritz.

Für ihn wird es im nächsten Jahr jedoch „wenig Freizeit geben“. Denn im Gespann mit Ralf Sager trainiert Goritz zusätzlich noch den A-Junioren-Bezirksligisten JFV Delmenhorst, für den auch sein Sohn Fabio kickt. „Wenn es ganz doof läuft, werde ich dann jeden Tag auf dem Fußballplatz stehen, aber für ein Jahr geht das“, sagt Goritz und lacht.

Von Sven Marquart

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