Der neue VfL-Fußballabteilungsleiter Hartmut Schwolow im Interview

„Für mich steht die Ausbildung der Jugend ganz oben“

Der neue VfL-Fußballabteilungsleiter Hartmut Schwolow nach seiner Wahl.
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Der neue Mann an der Spitze: Hartmut Schwolow leitet jetzt die Fußballabteilung des VfL Wildeshausen.

Wildeshausen – Als Spieler und Trainer hat Hartmut Schwolow (59) im Fußball schon allerhand erlebt. Nun betritt der pensionierte Berufssoldat Neuland: Erstmals hat der eingefleischte Borussia-Mönchengladbach-Fan einen Funktionärsposten übernommen. Am Montagabend wurde Schwolow zum Nachfolger von Matthias Ruhle als Fußballabteilungsleiter des VfL Wildeshausen gewählt. Sven Marquart sprach mit dem neuen VfL-Fußballboss über seine künftige Aufgabe.

Herr Schwolow, immer weniger Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Haben Sie sich Ihre Entscheidung gut überlegt?

Hartmut Schwolow: Natürlich habe ich mir das gut überlegt, sonst hätte ich nicht zugesagt. Ich weiß, dass der Arbeitsaufwand immens ist. Deshalb war mir von vornherein klar, dass ich das nicht allein machen werde, sondern ein Team haben will, mit dem wir kurz-, mittel- und langfristig arbeiten können. Aber man darf nicht vergessen: Es ist ein Ehrenamt.

Sie werden von Bernd Kinzel, Helge Cordes, Malte Smolna und Gordon Hermanni unterstützt. Wie wird die Aufgabenverteilung aussehen?

Das ist ein homogenes Team, in dem man auch kontrovers diskutieren kann. Es ist gut, wenn man mehrere Spezialisten hat, die ihre jeweiligen Stärken einbringen können. Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und genauer besprechen, wie wir uns organisieren.

Welche Aufgaben stehen für Ihre Führungscrew als Erstes an?

Wir müssen schnellstens die Gespräche mit den Trainern führen, um für die neue Saison gewappnet zu sein. Das ist sowohl wichtig für die Trainer selbst als auch für die Spieler, damit sie wissen, mit wem sie es zu tun haben werden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, dass rechtzeitig die Weichen gestellt werden. Andere Vereine schlafen nicht . . .

Ist das nicht schwierig? Schließlich haben Sie bisher noch keine Erfahrung als Funktionär.

Es ist mein erster Funktionärsposten. Das stimmt. Aber ich habe mehr als 20 Jahre Erfahrung als Trainer. Daher weiß ich schon, worum es geht. Mich hat ja auch immer mal das eine oder andere gestört.

Was haben Sie sich für Ihre Amtszeit auf die Fahne geschrieben?

Es geht darum, den Verein weiter gut aufzustellen und seine Attraktivität nach außen zu tragen. Dabei sollen vorhandene Strukturen, wie zum Beispiel der Spielausschuss, weiter integriert und auf eine zukunftsorientierte Reise mitgenommen werden.

Wie wollen Sie das bewerkstelligen?

Der VfL Wildeshausen hat mit der ersten Herren in der Landesliga und der ersten Damen in der Bezirksliga zwei absolute Aushängeschilder, die es zu unterstützen gilt. Mindestens genauso wichtig ist aber das Fundament: Für mich steht die Ausbildung der Jugend ganz oben. Wenn man ein Haus baut, fängt man ja auch nicht mit dem Dach an. Wir werden in Zukunft noch stärker versuchen, unsere Jugendlichen in den Erwachsenenbereich zu integrieren. Dazu sollte es leistungsbezogene Nachwuchsmannschaften geben, die nicht nur in der Bezirks-, sondern vielleicht sogar in der Landesliga spielen. Aber wir dürfen auch den Spaß nicht vergessen.

Sie wurden einstimmig in Ihr neues Amt gewählt. Das nennt man wohl Vertrauensvorschuss . . .

Wir spüren das Vertrauen der Mitglieder. Es ist aber auch eine gewisse Erwartungshaltung da. Jetzt sind wir dafür verantwortlich, Taten folgen zu lassen.

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