Harpstedter TB bei Kreisliga-Schlusslicht Falkenburg Favorit

Für Metschulat eine Frage der Mentalität

Schlägt er wieder zu? Niklas Fortmann erzielte in dieser Saison schon 15 Tore für den Harpstedter TB. Heute tritt er mit dem Kreisliga-Vierten bei Schlusslicht Falkenburg an.
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Schlägt er wieder zu? Niklas Fortmann erzielte in dieser Saison schon 15 Tore für den Harpstedter TB. Heute tritt er mit dem Kreisliga-Vierten bei Schlusslicht Falkenburg an.

Landkreis – Bloß nicht stolpern! Wenn der Harpstedter TB an der Spitze der Fußball-Kreisliga weiter im engen Aufstiegskampf mitmischen will, zählt für den Tabellenvierten beim Schlusslicht am heutigen Freitagabend in Falkenburg nur ein Sieg. Buchstäblich ins Wasser fällt das Derby zwischen dem VfL Wildeshausen II und dem TV Dötlingen – die aufgeweichten Plätze im Wildeshauser Krandel sind gesperrt. Huntlosen muss am Sonntag früh wach sein – für die Auswärtspartie in Achternmeer.

TV Falkenburg – Harpstedter TB (heute, 19.30 Uhr): Schon beim ersten Training dieser Woche am Dienstag hatte Marcus Metschulat seine HTB-Kicker ins Gebet genommen: „Wir müssen die richtige Mentalität zeigen“, forderte der Trainer des Tabellenvierten – und warnte eindringlich davor, das Schlusslicht zu unterschätzen: „Natürlich sind wir der Favorit – und wenn wir dieser Rolle gerecht werden wollen, müssen wir unser Spiel durchsetzen.“ Zwar weiß der Huder, dass es für sein Team optimalere Schauplätze gibt als Falkenburgs „kleinen, weichen Platz – aber damit müssen alle Mannschaften klarkommen.“

Sollte der wegen Knieproblemen angeschlagene Julian Meyer rechtzeitig sein Okay geben, steht Metschulat ein 18-Mann-Kader zur Verfügung. Hendrik Glück, der an den Folgen seines Rippenanbruchs laboriert (zugezogen bei einem Hilfseinsatz für die Zweite), ist der einzige verletzungsbedingte Ausfall. Ole Volkmer fehlt wegen seines USA-Aufenthalts, Hannes Neuhaus und Linus Jasper sind im Urlaub, Lukas Brümmer und Magnus Ellermann müssen berufsbedingt passen.

Derby in Wildeshausen fällt aus

VfL Wildeshausen II – TV Dötlingen – Ausfall: Wildeshausens Trainer Georg Zimmermann hat zurzeit mehr personelle Probleme als die Harpstedter – doch daran liegt es nicht, dass das Derby ausfällt. „Notfalls kriegen wir immer eine Mannschaft aus unserer Zweiten, der A-Jugend oder, wenn es sein muss, bis aus dem fünften Herrenteam zusammen“, verdeutlichte der VfL-Coach. Doch die Krandelverwaltung hatte wegen der starken Regenfälle schon alle Donnerstags-Trainings auf den Plätzen untersagt – und später die Plätze bis einschließlich Freitag gesperrt.

Zeit zum Regenerieren also für viele angeschlagene Kicker beider Seiten. Den Wildeshausern fehlen neben Florian Düser, der sich Anfang Oktober bei der 2:4-Niederlage in Harpstedt einen Syndesmose- und Bänderriss zugezogen hatte, unter anderem Alexander Kricke (Zerrung) und Jonas Pleus (Leistenprobleme). Zuletzt musste sich noch Philipp Finger abmelden, der am Samstag beim Aufwärmen vor der Partie in Ganderkesee einen Bänderriss davongetragen hatte. „Wir werden jetzt sehen, dass wir diese letzten drei, vier Spiele vor der Winterpause irgendwie über die Bühne kriegen“, schildert Zimmermann.

Dötlinger Lage leicht entspannt

Etwas besser stellt sich die Lage inzwischen bei den Dötlingern dar, die vor einer Woche noch ihr Heimspiel gegen Wardenburg wegen ihrer langen Ausfallliste absagen mussten. Jetzt hat Joole Bredehöft seinen Bluterguss in der Wade auskuriert und meldete sich ebenso zurück wie Gerrit Schüler nach abgeklungener Leistenzerrung und Enis Stublla (nach muskulären Problemen). „Ich bin also guter Dinge, dass wir bald wieder eine schlagkräftige Truppe auf den Platz kriegen“, meint TVD-Trainer Joachim Puchler.

Huntlosens Coach Schindler muss wieder umbauen

SV Achternmeer – FC Huntlosen (Sonntag, 11.00 Uhr): Jan Schindler muss seine Startelf mal wieder umbauen – aber das ist er schon seit Monaten gewohnt. „Seit der Vorbereitung konnte ich nicht ein einziges Mal mit derselben Aufstellung beginnen“, verdeutlicht der FCH-Trainer. „Aber wir brauchen nicht rumzuheulen. Vielen anderen Mannschaften in dieser Liga geht es momentan ähnlich.“ Und immerhin habe die Lage gezeigt, dass der Verein zusammenhalte: „Zum Glück unterstützen uns die Jungs aus der Zweiten, von denen einige jetzt schon ihr viertes Spiel für uns machen. Auch so kann die Mannschaft besser zueinander finden.“ Allerdings weiß Schindler natürlich, dass sich das Personalproblem dadurch nur verlagert – in die Zweite.

Für Sonntag hat der Coach jedoch eine weitere Option und darf eine Anleihe aus der Bezirksliga-A-Jugend tätigen, die wegen der Herbstferien spielfrei hat: Maik Gramberg fährt mit in den Nordkreis und soll Eike Fiedler ersetzen, der seit der 1:4-Derby-Niederlage gegen den TSV Großenkneten über Leistenprobleme klagt.

Die Verbliebenen im Team müssen sich laut Schindler auf einen Tabellensechsten einstellen, „der nicht rumholzt, sondern schönen Fußball spielt – flach und schnell über außen. Wir müssen schnell in die Zweikämpfe kommen, früh stören und den Ball erobern.“

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