Harpstedter TB landet hochverdienten 5:0-Derbysieg gegen VfL Wildeshausen II

Fünf Gegentore trüben Pundsacks Comeback-Freude

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Frühes Pressing: Harpstedts Hendrik Glück (r.) attackiert Stefan Timm (3.v.l.) bereits in der Wildeshauser Hälfte. ·

Harpstedt - Von Sven MarquartExakt dreieinhalb Monate hatte Sebastian Pundsack wegen einer Schultereckgelenkssprengung aussetzen müssen. Am Freitagabend gab der Torhüter sein Comeback. „Ich freue mich, wieder auf dem Platz zu stehen, aber so stellt man sich das natürlich nicht vor“, sagte der 27-Jährige nach der 0:5 (0:2)-Niederlage des Fußball-Kreisligisten VfL Wildeshausen II im Derby beim Harpstedter TB.

Viele Gelegenheiten, um sich auszuzeichnen, hatte Sebastian Pundsack nicht, denn die Harpstedter waren vor seinem Tor eiskalt. „Sie haben die Chancen sehr gut rausgespielt und gut getroffen“, meinte er anerkennend.

Es waren noch keine 60 Sekunden gespielt, da musste er den Ball zum ersten Mal aus dem Netz holen: Nach einem Blackout von Tim Albus erzielte HTB-Kapitän Rene Kube das 1:0 (1.). Auch das 2:0 durch Ole Lehmkuhl begünstigte Tim Albus, indem er den Torschützen nicht energisch genug angriff (12.). „Ihr seid zu weit weg – die haben zu viel Platz!“, schimpfte Sebastian Pundsack mit seinen Vorderleuten.

Zwar forderte Wildeshausens Angreifer Kai Schmale von seinen Mitspielern „mehr Leidenschaft“, aber stattdessen machten sich bei den Gästen immer mehr Verunsicherung und Resignation breit. „Die zweite Halbzeit spricht für sich – wir haben Ball und Gegner laufen lassen und einige schöne Tore erzielt“, freute sich HTB-Coach Marcus Metschulat nach dem „hochverdienten Sieg“.

Die Platzherren zeigten nach dem Wechsel einige ansehnliche Kombinationen. Roman Seibel verwertete eine schöne Vorarbeit von Ole Lehmkuhl und Bastian Stuckenschmidt zum 3:0 (69.). Dann vertändelte Yannis Brockmann im Strafraum den Ball gegen Hendrik Glück, der Bastian Stuckenschmidt bediente – 4:0 (73.). Den 5:0-Schlusspunkt setzte Markus Würdemann mit einem Distanzschuss (77.).

Inzwischen lagen bei den Wildeshausern die Nerven blank. Nach einem hämischen Kommentar von HTB-Verteidiger Rick Schramm tobte VfL-Coach Marcel Bragula an der Seitenlinie und war auch von seinem Trainer- und Arbeitskollegen Marcus Metschulat nicht zu beruhigen. „Verdienter Sieg für Harpstedt – Glückwunsch!“ Mehr wollte Bragula nach dem Abpfiff nicht sagen.

Wenn ein Wildeshauser der Partie noch etwas Positives abgewinnen konnte, war es Sebastian Pundsack: „Die Schulter hat gehalten – jetzt muss nur noch der Kopf bearbeitet werden.“

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