VfL Wildeshausen startet bei Frisia Wilhelmshaven in die zweite Saisonhälfte

Frühschicht an der Jade

Stellte Frisia im Hinspiel vor große Probleme: Wildeshausens Vierfachtorschütze Maximilian Seidel. Foto: Marquart

Wildeshausen - Selten haben sich die Fußballer des VfL Wildeshausen in der jüngeren Vergangenheit so reibungslos auf die zweite Saisonhälfte vorbereiten können wie in diesem Winter. Mit Ausnahme des frostbedingt ausgefallenen Testspiels beim FC Huntlosen konnte der Bezirksliga-Spitzenreiter sein Programm komplett durchziehen. Dazu gehörten auch Spinning- und Kickboxeinheiten sowie Besuche in der Soccerhalle. „Jetzt freuen wir uns, dass es wieder losgeht“, sagt VfL-Coach Marcel Bragula vor dem ersten Punktspiel des Jahres 2019 beim WSC Frisia Wilhelmshaven (Sonntag, 11 Uhr).

Für den Auftakt hätten die Krandel-Kicker kaum eine schwerere Aufgabe erwischen können. Denn nach holprigem Saisonstart und dem Rücktritt des damaligen Trainerduos Tim Voß und Sebastian Block stabilisierten sich die Jadestädter und kletterten unter der Regie des neuen Übungsleitergespanns Andreas Tecker und Normen Günther bis auf den dritten Tabellenplatz. Allerdings beträgt ihr Rückstand auf Wildeshausen satte zehn Zähler.

Trotzdem traut Bragula dem „sehr ambitionierten“ WSC durchaus zu, dass er nochmal oben anklopft. Nicht zuletzt weil die Frisia-Verantwortlichen den ohnehin schon mit namhaften Akteuren wie Melvin Lamberty, Tim Rister und Julian Mülder gespickten Kader in der Winterpause mit den Verteidigern Frank Enoh, Fabrizio Fazio (beide SV Wilhelmshaven) und Tim Rockmann (Heidmühler FC) sowie dem pfeilschnellen Angreifer Tobias Becker (ESV Lok Stralsund) nochmal deutlich verstärkt haben. Dagegen hat Mittelfeldmann Philip Immerthal den Verein in Richtung des Ligakonkurrenten GVO Oldenburg verlassen.

Mit der Verpflichtung von Enoh und Fazio könne Frisia die „Baustelle Innenverteidigung“ geschlossen haben, glaubt Bragula. Denn die Platzherren kassierten in den ersten 17 Saisonspielen 32 Gegentreffer - für eine Spitzenmannschaft deutlich zu viele. Allein ein halbes Dutzend schenkte ihnen der Klassenprimus beim 6:1 in der Hinrunde ein.

Diesmal erwartet Bragula jedoch „ein komplett anderes Spiel“, zumal die Partie auf Kunstrasen ausgetragen wird. „Aber das ist für uns nichts Fremdes mehr - vier von fünf Testspielen haben wir auf Kunstrasen gemacht“, wiegelt der 44-Jährige ab. In den Begegnungen gegen die Bremen-Ligisten BSC Hastedt (4:0) und Bremer SV (1:2), die Landesligisten TuS BW Lohne (1:1) und SV GW Mühlen (1:0) sei seine Crew „voll da gewesen und taktisch sehr diszipliniert“ zu Werke gegangen. Verbessert präsentierte sich dabei Mittelfeldspieler Ole Lehmkuhl, den Bragula nach seiner Verletzung „auf dem Weg zu alter Stärke“ wähnt. Lediglich die erste Halbzeit beim 8:2 über den Landesligisten VfL 07 Bremen stellte den Übungsleiter nicht zufrieden. „Aber am Ende des Tages waren es nur Testspiele.“

Nun steht der Ernstfall bevor. Und wie es sich nach der Generalprobe in Mühlen bereits abzeichnete, reist der Tabellenführer mit Personalsorgen zur Frühschicht an die Jade. Innenverteidiger Thorben Schütte fällt berufsbedingt aus. Sein Nebenmann Marius Krumland ist angeschlagen, ebenso Hauke Glück, Sebastian Bröcker, Michael Eberle und Niklas Heinrich. Auch der Einsatz von Maximilian Seidel, der im Hinspiel vier Treffer erzielte und Frisia vor riesige Probleme stellte, ist fraglich.  mar

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