Neerstedt empfängt zum Derby die HSG Barnstorf/Diepholz – und Rieken seinen „Chef“ Thiemann

Freundschaft ruht für 60 Minuten

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Kreiszeitung Syke

Neerstedt - Dag Rieken, der Trainer des Handball-Oberligisten TV Neerstedt, tauscht sich oft mit Heiner Thiemann aus. Nicht nur beruflich, schließlich sind Thiemann als Direktor des Schulverbunds Freistatt und Rieken als Lehrer auch sportlich miteinander verbunden. Denn Thiemann ist Trainer des Ligarivalen HSG Barnstorf/Diepholz. Wenn beide Teams heute Abend aufeinandertreffen, ruht die Freundschaft der beiden Kollegen jedoch – zumindest für 60 Minuten.

„Ich habe schon am Anfang der Woche gesagt: ‚Und was gibt‘s Neues‘“, scherzt Neerstedt-Coach Rieken und gibt gleichzeitig einen Einblick in das „entspannte Verhältnis“ der beiden Pädagogen untereinander. Es ist zugleich ein Verhältnis, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist. „Dag ist jemand, der das Handball-Geschäft professionell beherrscht“, sagt Thiemann über seinen Kollegen – und der gibt das Lob postwendend zurück. „Auch Heiner arbeitet äußerst professionell. Der Erfolg gibt ihm ja auch Recht. Und wenn ich jemandem den Titel gönne, dann Barnstorf“, so Rieken.

Der gegenseitige Austausch über die Konkurrenz (Rieken: „Wir haben beide dadurch voneinander sehr profitiert“) war dieses Mal erst gar nicht nötig. Die Ausgangsposition ist nämlich mehr als deutlich. „Natürlich ist die HSG Favorit“, meint Rieken. Ein Blick auf die Tabelle verrät auch, warum. Während sich der TV Neerstedt nach zwei Siegen in Folge einigermaßen von dem äußerst schwachen Saisonstart erholt hat (6:6 Punkte), kommen die Gäste mit der Empfehlung von 11:1 Zählern und Platz zwei. „Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen und uns mitreißen werden“, so Rieken – schließlich handelt es sich auch um ein Derby. „Die Spieler kennen sich in- und auswendig“, sagt Dag Rieken, der sein Team nicht am Gegner orientiert aufstellen wird. Im Gegenteil. Rieken: „Wir werden unser Spiel spielen.“ Und das auch wieder mit Marcel Kasper, der beim vergangenen Sieg (29:25 gegen Fredenbeck II) sein Comeback gab, nachdem er vor der Saison eigentlich seinen Rückzug bekannt gegeben hatte. Dafür kann Rieken weiterhin nicht auf Andre Willmann zurückgreifen. Der Rückraumspieler ist nach seiner Verletzung zwar fast wieder fit, muss sein Comeback aber aus beruflichen Gründen verschieben. Ferner fehlt Ninos Chabo (Fingerverletzung). Hinter den Einsätzen von Hendrik Sander und Ole Lehmkuhl stehen noch Fragezeichen. · dsc

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