Frank Gräfedünkel zeigt der Konkurrenz die Hacken

Oldenburger gewinnt 26. Wildeshauser Nikolauslauf mit großem Vorsprung

Bereits beim Start des Zwei-Kilometer-Schülerlaufs setzte sich der spätere Sieger Jannis Lueken (vorne rechts) an die Spitze des Feldes. Seine Vereinskollegen Kian Staggenborg (M.) und Julian Hogeback (neongrünes Shirt) belegten die Plätze zwei und drei. - Fotos: Richter
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Bereits beim Start des Zwei-Kilometer-Schülerlaufs setzte sich der spätere Sieger Jannis Lueken (vorne rechts) an die Spitze des Feldes. Seine Vereinskollegen Kian Staggenborg (M.) und Julian Hogeback (neongrünes Shirt) belegten die Plätze zwei und drei.

Wildeshausen - Auf den letzten Metern konnte sich Frank Gräfedünkel sogar den Luxus erlauben freudig zu winken. Der 47-Jährige musste beim 26. Wildeshauser Nikolauslauf kurz vor dem Ziel der 12,5-Kilometer-Distanz nicht mehr befürchten, noch abgefangen zu werden. Denn als die Uhr für ihn nach 46:18 Minuten stehen blieb, war von den Verfolgern weit und breit noch nichts zu sehen. Am Ende hatte der Athlet von den LSF Oldenburg mehr als zwei Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Stephan Doodeman (Lauftreff Ganderkesee/48:34). Dritter wurde Clemens Bramlage (RSC Visbek/49:21).

Bei seiner dritten Teilnahme in Wildeshausen hatte sich Gräfedünkel vom Start weg an die Spitze des Feldes gesetzt und gab die Führung auch nicht mehr ab. „Ich war schon Zweiter und Dritter, aber diesmal hat es geklappt“, strahlte der Sieger.

Nachdem sich der führende Jan Knutzen bei der Jubiläumsausgabe im Vorjahr aufgrund eines fehlenden Wegweisers „verlaufen“ hatte und am Ende nur Vierter wurde, gab es diesmal keine Probleme mit der Ausschilderung. Erneut hatten Scherzbolde in der Nacht vor dem Wettkampf einige Markierungen verstellt. „Aber ich habe die Strecke morgens nochmal kontrolliert und die Wegweiser zurückgedreht“, berichtete Organisator Torsten Iverssen vom Lauf-Team Wildeshausen. „Außerdem haben wir in diesem Jahr ein paar Streckenposten mehr gehabt.“ Insgesamt unterstützte Iverssen ein etwa 15-köpfiges Helferaufgebot.

Super Laufwetter

Auch wenn gegen Ende des Hauptlaufes Schneefall einsetzte, freute sich Iverssen über „super Laufwetter“. Da die Wege stellenweise sehr matschig und die Brücken ziemlich glatt waren, gab es jedoch keine Spitzenzeiten. Zum Vergleich: Michael Majewski (BV Garrel) hatte bei seinem 12,5-Kilometer-Sieg im Vorjahr 44:59 Minuten benötigt und dabei „überhaupt keinen Druck gemacht“.

Majewski hatte 2016 auch den 6,4-Kilometer-Lauf gewonnen. Dabei war er ebenfalls deutlich schneller (20:50 Minuten) als sein Nachfolger Andreas Zoll (25:02). Der Oldenburger hatte bereits viermal beim Wildeshauser Nikolauslauf triumphiert. Nachdem Zoll in den beiden vergangenen Jahren nicht am Start gewesen war, verwies er nun Hanjo Hellbusch (TSV Großenkneten/25:34) und Andree Ferneding (Team Laufrausch Oldenburg/25:46) auf die Plätze zwei und drei. Ferneding startete anschließend auch noch beim Hauptlauf und wurde Zwölfter (53:22).

Rund 200 gemeldete Läufer

Den Schülerlauf über zwei Kilometer dominierte der Nachwuchs des TSV Großenkneten. Die ersten sechs Plätze belegten allesamt TSV-Läufer. Den Sieg sicherte sich Jannis Lueken (8:02 Minuten). Den Endspurt um Platz zwei gewann Kian Staggenborg (8:20) gegen Julian Hogeback (8:22).

Während bei der Jubiläumsausgabe im Vorjahr gut 320 Aktive auf den drei Strecken unterwegs waren, hatten diesmal nur rund 200 Läufer gemeldet. „Aber das ist nicht so dramatisch, dass ich traurig bin. Im nächsten Jahr können es wieder mehr sein“, erklärte Torsten Iverssen und kündigte damit zugleich eine 27. Auflage des Wildeshauser Nikolauslaufes an: „Die wird es ganz sicher geben.“ 

mar

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