Fünfter Platz bei Ü 47-DM größter Erfolg in der Geschichte der VfL-Volleyballer

Fortmanns Block macht die Überraschung perfekt

Die Ü  47-Volleyballer des VfL Wildeshausen haben bei der deutschen Meisterschaft sensationell den fünften Platz belegt.

Wildeshausen - Sensation durch die Ü 47-Volleyballer des VfL Wildeshausen: Die Huntestädter belegten bei ihrer ersten Teilnahme an der deutschen Seniorenmeisterschaft in Dachau als bester niedersächsischer Verein den fünften Platz. Dabei besiegten sie sowohl den deutschen Meister als auch den Vizemeister des Jahres 2015. „Damit kann man getrost vom größten Erfolg in der Geschichte der Wildeshauser Volleyballer sprechen“, freute sich Zuspieler Frank Gravel.

VfL Wildeshausen – SG Rodheim 0:2 (14:25, 17:25): Die Wildeshauser starteten verkrampft in die Vorrunde und kamen zunächst kaum mit den Aufschlägen der Hessen zurecht. Das besserte sich zwar im zweiten Satz, doch nun blieben die VfL-Angreifer immer wieder im gegnerischen Block hängen.

VfL Wildeshausen – Alfterer SC 2:1 (26:24, 20:25, 26:24): Im zweiten Vorrundenspiel gegen den Titelverteidiger musste unbedingt ein Sieg her, um das Viertelfinale zu erreichen. Die Wildeshauser stabilisierten sich in der Annahme. Andreas Fortmann, Dirk Meyer und Werner Kernebeck brachten die Bälle jetzt sicher zum Zuspieler Frank Gravel. So konnten sich Ludger Ostermann und Dirk Meyer immer wieder erfolgreich im Angriff durchsetzen. Der VfL nutzte seinen zweiten Satzball zum Gewinn des ersten Durchgangs. In der Mitte des zweiten Satzes musste die Wittekind-Crew eine Schrecksekunde wegstecken: Dirk Meyer renkte sich bei einer Abwehraktion den kleinen Finger aus und musste ausgewechselt werden, um sich den Finger tapen zu lassen. Diese kurze Verunsicherung nutzte der Alfterer SC zum Satzausgleich. Im Tiebreak konnte Meyer wieder mitmischen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war. Nach Abwehr von acht (!) Matchbällen, machte Andreas Fortmann mit einem erfolgreichen Block die Überraschung perfekt.

VfL Wildeshausen – ASV Dachau 0:2 (23:25, 14:25): Diesen Schwung nahmen die Wildeshauser mit in das Viertelfinale gegen den Gastgeber und schienen beim 13:7 wieder auf der Siegerstraße zu sein. Allerdings konnte der VfL das Niveau nicht halten, verlor den ersten Satz knapp und musste im zweiten Durchgang dem Kräfteverschleiß Tribut zollen.

VfL Wildeshausen – Orplid Frankfurt 2:0 (25:22, 25:23): Nach der Viertelfinalniederlage ging es für die Wildeshauser am zweiten Turniertag um die Plätze fünf bis acht, zunächst gegen den letztjährigen Vizemeister aus Frankfurt. Die DM-Neulinge erwischten den besseren Start, ihre Annahme stand sicher, und im Angriff waren Dirk Meyer und Ludger Ostermann eine Bank.

VfL Wildeshausen – SC Strande 2:1 (25:18, 19:25, 15:5): Im Spiel um Platz fünf gegen den SC Strande aus Schleswig-Holstein schnappten sich die Wildeshauser den ersten Satz durch gute Aufschläge. Im zweiten Durchgang unterliefen ihnen ein paar leichte Annahmefehler, und schon war der Satzausgleich da. Im Tiebreak mobilisierten die Huntestädter ihre letzten Kraftreserven und triumphierten am Ende erneut aufgrund guter Aufschläge. Vom fünften Platz hätte im Vorfeld kein Wildeshauser zu träumen gewagt. „Eigentlich wollten wir nur nicht Letzter werden“, berichtete Frank Gravel. Das gelang eindrucksvoll.

VfL Wildeshausen: Andreas Fortmann, Werner Kernebeck, Frank Gravel, Günter Timpe, Ludger Ostermann, Jens-Uwe Prütz, Johannes Schütte, Christian Walter, Dirk Meyer.

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