Torhüter und Innenverteidiger steigen aus

Miguel Förster und Thorben Schütte verlassen Landesligisten VfL Wildeshausen

Christoph Stolle (links) und Thorben Schütte (rechts) vom Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen nehmen Dominik Brinker vom SV Sparta Werlte in die Zange.
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Geht im Guten: Innenverteidiger Thorben Schütte (r.) hat den Landesligisten VfL Wildeshausen nach viereinhalb Jahren verlassen.

Wildeshausen – Die Personalplanungen des VfL Wildeshausen galten eigentlich als abgeschlossen. Doch eine Woche nach dem Trainingsauftakt hat es im Kader des Fußball-Landesligisten noch einmal Bewegung gegeben. Torhüter Miguel Förster und Innenverteidiger Thorben Schütte gehören ab sofort nicht mehr zum Aufgebot von VfL-Coach Marcel Bragula. Dafür wird A-Junior Fynn Theuser die komplette Saisonvorbereitung mit der ersten Herrenmannschaft absolvieren.

Dass Miguel Förster die Krandel-Kicker nach nur einem Jahr schon wieder verlassen könnte, war den VfL-Verantwortlichen bewusst. „Zwischenzeitlich hat sich der berufliche Schwerpunkt von Miguel derart verlagert, dass Landesliga-Fußball in Wildeshausen nicht mehr verlässlich abzubilden ist“, erläutert Teammanager Sebastian Pundsack. Doch auch ohne den 20-jährigen Delmenhorster ist die Wittekind-Crew im Tor mit den beiden Neuzugängen Janne Ole Kay (22/BV Essen) und Nico Prieto-Falk (28/SV Vorwärts Nordhorn) immer noch gut aufgestellt. Deshalb sieht Pundsack für die Position zwischen den Pfosten „keinen weiteren Handlungsbedarf“.

Schon wieder weg: Miguel Förster absolvierte vier Landesliga-Einsätze für den VfL Wildeshausen.

Dagegen kommt der Abschied von Thorben Schütte ziemlich überraschend. „Thorben kam vor einigen Tagen auf den Verein zu und bat aus persönlichen Gründen um kurzfristige Freistellung“, berichtet Pundsack. Obwohl Schüttes Wunsch nur fünf Wochen vor Saisonbeginn zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt kommt und mit ihm nun noch ein weiterer gestandener Spieler von der Fahne geht, erfüllte der Verein die Bitte des Innenverteidigers. „Thorben werden selbstverständlich keine Steine in den Weg gelegt“, betont Pundsack.

Zu seinen Beweggründen wollte sich Schütte auch auf Nachfrage nicht näher äußern. „Aber ich gehe im Guten und hätte supergerne in Wildeshausen weitergespielt“, unterstreicht der 29-Jährige. Schütte war im Januar 2017 vom Kreisligisten TV Munderloh in den Krandel gewechselt. Von den viereinhalb Jahren im VfL-Trikot werden ihm besonders sein Doppelpack gegen Kickers Emden und der Landesliga-Aufstieg 2019 in Erinnerung bleiben. Jetzt zu gehen, sei „kein leichter Schritt“ für ihn. Da er „bis vor zwei Wochen noch nicht wusste, dass ich in Wildeshausen aufhöre“, hat sich der Oldenburger „auch noch nicht mit anderen Vereinen beschäftigt“. Fest steht für den Lehramtsstudenten aber: „Ich würde schon gerne weiterspielen.“

Schüttes Weggang reißt im Wildeshauser Aufgebot eine nicht unerhebliche Lücke. Denn das Abwehrzentrum war auch vorher nicht allzu üppig besetzt. „Im aktuellen Kader gibt es aber mit Mika Ostendorf und Christoph Stolle oder den Neuzugängen Marco Nakelski und Fyonn Rothe durchaus ein paar Alternativen“, beschwichtigt Pundsack.

Klopft oben an: VfL-Eigengewächs Fynn Theuser trainiert während der Saisonvorbereitung bei den Landesliga-Herren mit.

Freude bereitet dem Teammanager und dem Trainerstab aktuell Fynn Theuser. Das 17-jährige Eigengewächs hatte in der A-Jugend auf sich aufmerksam gemacht und sich so in den Dunstkreis der ersten Mannschaft gespielt. „Fynn ist seit Beginn der Vorbereitung dabei“, berichtet Pundsack. Im ersten Testspiel gegen den Kreisligisten TSV Ganderkesee (9:0) kam Theuser in den letzten 20 Minuten auf der linken Offensivposition zum Einsatz und hatte dort einige gelungene Aktionen. „Wir freuen uns, dass mit Fynn ein waschechter Wildeshauser zum Kreise der ersten Herren dazugestoßen ist und vielleicht zeitnah den Sprung in den festen Kader schafft“, sagt Pundsack. Die A-Junioren-Coaches Selcuk Keyik, Kai Schmale und Stephan Strenger hätten noch „weitere Talente, die wir ebenfalls genau im Blick behalten werden“.

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