VfL Wildeshausen erklimmt durch ein 7:0 beim TV Jahn die Tabellenspitze

Flege: Kapitän, Abwehrchef und Doppeltorschütze

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Elfmeter! Niels-Hendrik Walch (r.) holt Maximilian Seidel von den Beinen. ·

Wildeshausen - Von Sven MarquartDELMENHORST · In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte Benjamin Bohrer schlecht geschlafen. Sein Elfmeter-Fehlschuss im Pokalspiel gegen den TuS BW Lohne (1:2) setzte dem Mittelfeldspieler des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen zu. Süße Träume dürften ihn hingegen in der vergangenen Nacht begleitet haben: Mit drei Treffern hatte der 24-Jährige großen Anteil am 7:0 (3:0)-Erfolg beim TV Jahn Delmenhorst – es waren bereits seine Saisontore drei bis fünf.

Sebastian Pundsack, Daniel Pasker, Marcel Hesselmann, Lukas Schneider, Valdrin Stublla, André Hesselmann – die Ausfallliste bei den Wildeshausern war gestern extrem lang. Weil auch Kai Meyer nicht, wie erhofft, zur Verfügung stand, machte VfL-Trainer Klaus Ebel aus der Not eine Tugend. Er schickte lediglich eine Dreierabwehrkette mit Jannik Wallner, Lennart Flege und Tim Albus auf den Platz, vor der Matthias Ruhle abräumen sollte. „Ich wollte versuchen, das Spiel durch Druck nach vorn zu entscheiden, damit die Abwehr gar nicht erst Probleme bekommt“, erläuterte Ebel.

Dieses Vorhaben gelang den Gästen sehr gut. Allerdings schafften es die limitierten Platzherren auch nicht, sie in Verlegenheit zu bringen. Der etatmäßige Rechtsverteidiger Lennart Flege gab diesmal den Abwehrchef und hatte keine Mühe, den Laden zusammenzuhalten. Der 24-Jährige, der außerdem die Kapitänsbinde trug, hatte sogar noch Muße, sich ins Angriffsspiel einzuschalten und erzielte in der Schlussphase zwei Treffer (76./88.). „Lennart entwickelt sich zu einer richtigen Persönlichkeit“, schwärmte Klaus Ebel.

Allerdings benötigten seine Vizemeister eine gute Viertelstunde, um ins Spiel zu finden. Schon bei der ersten gefährlichen Szene von Maximilian Seidel wusste sich Niels-Hendrik Walch nur mit einem Foul zu helfen – Elfmeter! Doch mit dieser Entscheidung von Schiedsrichter Jan Denker (VfR Wardenburg) war Jahn- Coach Stefan Blasy überhaupt nicht einverstanden: „Die Aktion war außerhalb des Strafraums. Er läuft noch drei Schritte weiter und fällt dann um!“ Bohrer, der wie Rene Tramitzke im Pokalspiel vom Punkt verschossen hatte, zögerte keine Sekunde und verwandelte sicher zum 1:0 (19.).

Nun ging es Schlag auf Schlag. Nachdem Sascha Görke einen Freistoß an die Latte gesetzt hatte, verwertete Majues Gebhardt-Bauer den Abpraller zum 2:0 (26.). Kurz darauf köpfte Benjamin Bohrer eine Flanke von Gebhardt-Bauer zum 3:0 ein (27.). „In acht Minuten haben wir das ganze Spiel verloren“, klagte Stefan Blasy.

Die Chancenverwertung der Krandel-Kicker war diesmal wirklich exzellent. In der zweiten Halbzeit taten außer Lennart Flege noch Benjamin Bohrer (48.) und Rene Tramitzke (85.) etwas für die Trefferquote. Wegen wiederholten Foulspiels sah Niels-Hendrik Walch Gelb-Rot (72.).

Getrübt wurde die Wildeshauser Freude über den hohen Sieg und den Sprung an die Tabellenspitze durch die Oberschenkelverletzung von Jannik Wallner. Bei einer Abwehraktion praktisch mit dem Schlusspfiff schrie der 23-Jährige laut auf und ging zu Boden. Dabei hatte sich der Verteidiger gerade erst wieder herangekämpft.

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