VfL-Innenverteidiger verwandelt beim 4:3 gegen Nordenham zwei Mal direkt

Flege, der Freistoßkönig

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Jubeltraube: Die Spieler des VfL Wildeshausen feiern Lennart Fleges Siegtreffer. ·

Wildeshausen - Von Sven MarquartFußball verrückt im Krandelstadion! Drei Mal lag der VfL Wildeshausen gestern Nachmittag im Bezirksliga-Spiel gegen den 1. FC Nordenham zurück, drei Mal glich der Vizemeister aus und siegte am Ende durch ein Freistoßtor von Lennart Flege in der Nachspielzeit mit 4:3 (1:1).

„Taktisch war das keine Meisterleistung, allenfalls eine Vier minus. Aber kämpferisch war das klasse! So ein verrücktes Spiel habe ich lange nicht mehr gehabt und in Wildeshausen noch gar nicht“, meinte Klaus Ebel.

Der VfL-Trainer musste lange nachdenken, wann seine Mannschaft zuletzt drei Gegentreffer in einem Punktspiel kassiert hatte: Es war am vierten Spieltag der vergangenen Saison, also vor mehr als einem Jahr, als die Wildeshauser mit 3:6 beim späteren Meister TSV Oldenburg untergingen. Eine Partie zuvor hatte es ein 1:4 gegen BW Bümmerstede gegeben.

Bereits nach sechs Minuten war Ebels Elf erstmals in Rückstand geraten, als Kevin Lanzendörfer einen Fehler von Lennart Flege zum 0:1 nutzte. Sascha Görke glich kurz darauf zum 1:1 aus (10.). Zehn Minuten nach Wiederanpfiff kam Nico Westphal völlig frei zum Kopfball – 1:2 (55.). Mit einem Freistoß-Aufsetzer gelang Lennart Flege das 2:2 (59.), doch praktisch im Gegenzug brachte Erhan Turan den Aufsteiger mit 3:2 in Front (61.).

„Mit Glück können wir auch das 4:2 machen“, sagte Günter Diekmann, der Nordenhams urlaubenden Trainer Rolf Schmitz vertrat. Doch VfL-Keeper Florian Rohe parierte mit den Fingerspitzen einen Heberversuch (64.) und anschließend mit einer Fußabwehr gegen Nico Westphal (70.).

Stattdessen markierte Maximilian Seidel, dem bis dahin kaum etwas gelungen war, mit einem Linksschuss das 3:3 (75.) und traf anschließend mit einem Kopfball den Pfosten (81.). Und es kam noch besser für die Gastgeber: In der Nachspielzeit versenkte Lennart Flege einen weiteren Freistoß zum 4:3-Siegtreffer (90.+1). Dabei sah es zunächst so aus, als wollte der Innenverteidiger flanken. „Aber dann habe ich keine Anspielstation gefunden und einfach mal ins Gewusel geschossen, was auch gefährlich ist“, sagte der Matchwinner. Klaus Ebel sah sich bestätigt: „Man muss Freistöße auch mal altdeutsch-trocken schießen und nicht immer mit Zauberei.“

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