Flege droht Saisonende

VfL Wildeshausen gehen vor der Partie bei GVO Oldenburg Abwehrspieler aus

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Nach fast zweijähriger Fußballpause stand Tobias Düser beim 1:1 gegen den VfB Oldenburg II wieder im Aufgebot des VfL Wildeshausen. Gegen GVO Oldenburg ist er erneut dabei.

Wildeshausen - An der Defensive des VfL Wildeshausen haben sich in dieser Saison schon viele Gegner die Zähne ausgebissen. In zwölf Partien stand siebenmal die Null. Insgesamt ließ der Spitzenreiter erst sieben Gegentreffer zu.

Doch nun könnte das Bollwerk bröckeln: Vor der Auswärtspartie bei GVO Oldenburg (Sonntag, 14 Uhr) gehen den Krandel-Kickern die Abwehrspieler aus.

Aus der Stammbesetzung der Viererkette stehen VfL-Coach Marcel Bragula in Osternburg gleich drei Akteure nicht zur Verfügung. Innenverteidiger Thorben Schütte ist im Urlaub. Linksverteidiger Lukas Schneider muss mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel noch ein bis zwei Wochen aussetzen. Doch am Schwersten wiegt der Ausfall von Lennart Flege: Der 28-Jährige wird Ende des Monats am Meniskus operiert. „Er wird uns lange, lange fehlen“, ächzt Bragula. Seinem Abwehrchef droht das vorzeitige Saisonende. „Soweit würde ich noch nicht gehen, aber möglich ist es“, meint der Übungsleiter.

Beim 1:1 gegen den VfB Oldenburg II war Christoph Stolle ein würdiger Flege-Vertreter. Der Ex-Ganderkeseer dürfte ab sofort in der Abwehrzentrale gesetzt sein. Philipp Finger, der Schneider ersetzen könnte, hat sich eine saftige Grippe eingefangen und ist allerhöchstens ein Kandidat für die Bank. Gegen die VfB-Reserve verteidigte Sebastian Bröcker auf der linken Flanke. 

Er musste wegen Sprunggelenkbeschwerden aber ebenso ausgewechselt werden wie Torjäger René Tramitzke (Knieprellung) und Flügelstürmer Ole Lehmkuhl (Knieprobleme). An Training war für das Trio in dieser Woche zumindest bis Donnerstag nicht zu denken. „Bei Sebi und René habe ich noch Hoffnung, bei Ole kaum“, sagte Bragula vor dem Abschlusstraining.

Immerhin konnte Jannik Wallner wieder in den Übungsbetrieb einsteigen. Doch ein Startelfeinsatz kommt bei ihm noch nicht infrage. Gleiches gilt für Tobias Düser, der in der Vorwoche überraschend im VfL-Aufgebot stand. Der 25-Jährige gehörte 2015 zur Wildeshauser Meistermannschaft, ehe er studienbedingt eine Fußballpause einlegte. „Tobi ist für ein paar Wochen zuhause. Er hat zweimal bei uns mittrainiert und ist auch diesmal wieder dabei“, freut sich Bragula über die willkommene Alternative.

Trotz aller Personalsorgen: „Die Zeiten, in denen ich das Taschentuch rausgeholt habe, sind vorbei – dann spielen jetzt eben andere“, betont Bragula. Auch seine Zielsetzung für das GVO-Spiel ist unverändert: „Wir sind der Tabellenführer. Wir wollen gewinnen!“ Taktisch muss er mit seinem Co-Trainer Sven Apostel aber „ein paar Stellschrauben drehen“. Wenn nicht genügend Defensivakteure da sind, sei auch eine Dreierkette denkbar: „Dann haben wir eben einen Mittelfeldspieler oder Stürmer mehr auf dem Platz.“ Dieses Gedankenspiel ist gar nicht mal so abwegig, da Bragula ohnehin mit einem tiefstehenden und auf Konter lauernden Gegner rechnet.

Prunkstück der Osternburger ist ebenfalls die Abwehr. Den bislang letzten ihrer erst zwölf Gegentreffer musste die Crew von Trainer Marc Bury vor 399 Minuten beim 1:1 gegen den FC Rastede schlucken. Mittlerweile ist der Tabellenachte seit sechs Spielen ungeschlagen (zwei Siege, vier Unentschieden). „Beeindruckend!“, findet Bragula: „Da ist eine klare Handschrift zu erkennen.“ Dafür hapert es bei GVO im Angriff. Erst zwölf erzielte Treffer sind keine offensives Ruhmesblatt. Nur Aufsteiger Eintracht Oldenburg (7) hatte seltener Grund zum Jubeln. „Aber wenn du vorne einen schießt und hinten keinen kriegst, dann reicht das“, sagt Bragula. - mar

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