Flachsenberger sieht 0:2 als Mutmacher

VfL Wildeshausen macht Spitzenreiter Lohne das Leben lange Zeit schwer

Annika Lindemann vom VfL Wildeshausen beim Flankenversuch.
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Zu hoch gezielt: Wildeshausens Annika Lindemann setzte einen Foulelfmeter über das Lohner Tor.

Wildeshausen – Die Konkurrenz schläft nicht! Während die Bezirksliga-Fußballerinnen des VfL Wildeshausen zum Rückrundenstart mit 0:2 (0:0) beim TuS BW Lohne verloren, behauptete sich der BV Bühren mit 2:1 gegen den Polizei SV Oldenburg. Dadurch wuchs der Rückstand der Krandel-Kickerinnen zum rettenden Ufer auf drei Zähler an.

Trotzdem sah Sven Flachsenberger die Niederlage gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter eher als Mutmacher für die kommenden Aufgaben. „Wenn man sieht, wie Lohne bisher durch die Liga gepflügt ist, haben doch eigentlich alle damit gerechnet, dass wir da abgeschossen werden. Wenn wir diese Leistung konstant in den nächsten Spielen bringen, werden ganz sicher bald Punkte auf unser Konto wandern“, ist der Coach des Tabellenvorletzten überzeugt.

Erneut hatte Flachsenberger einige Veränderungen an seiner Startelf vornehmen müssen. „Dafür haben wir es echt gut gemacht“, registrierte der 32-Jährige zufrieden. Defensiv ließen die Krandel-Kickerinnen gegen den mit Abstand besten Angriff der Liga (43 Treffer in elf Partien) in der ersten Halbzeit kaum was zu. Die Gäste waren bissig in den Zweikämpfen und versuchten, nach vorne Nadelstiche zu setzen. Zweimal fast mit Erfolg. Schön von Annika Lindemann freigespielt, bekam Viktoria Kljukina nicht genug Druck hinter den Ball, so dass Lohnes Torhüterin Lisa-Maria Ostendorf mühelos parieren konnte (33.). Dann hatte Sarah Kubitza das Visier bei ihrem Distanzschuss geringfügig zu hoch eingestellt (43.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts agierten die Wildeshauserinnen etwas schläfrig – und wurden prompt bestraft. Nina Stransky ließ VfL-Keeperin Annemike Elvers beim 1:0 keine Abwehrchance (48.). „Allerdings haben wir die Partie weiter offen gehalten“, berichtete Flachsenberger. Durch einige Wechsel ging der Spielfluss etwas verloren. Die Entscheidung fiel durch eine missglückte Lohner Flanke, die Annemike Elvers zum 0:2 ins eigene Tor lenkte (62.). Der Ball hätte eigentlich keinen Schaden angerichtet. „Wenn sie den durchlässt, rutscht der nur durch den Fünfmeterraum“, erläuterte Flachsenberger.

Die Huntestädterinnen hätten das Spiel trotzdem noch einmal scharfstellen können. Doch nach Foul an Lena Gonnermann setzte Annika Lindemann den fälligen Strafstoß über das Gehäuse der Blau-Weißen (83.). „Wenn der drin gewesen wäre, wäre ein kleines Aufbäumen möglich gewesen – so ziehen wir uns dann den Stecker“, bedauerte Flachsenberger. Seine Crew habe „Lohne das Leben über weite Strecken sehr schwer gemacht“. Ein Unentschieden sei durchaus im Bereich des Möglichen gewesen. „Aber leider haben wir uns nicht für unsere gute Leistung belohnt“, haderte Flachsenberger. Im anstehenden Kellerduell gegen Schlusslicht TuS Eversten (Sonntag, 28. November, 13 Uhr) zählt für die Wildeshauserinnen aber nur ein Sieg.

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