START IN DIE SAISON VfL Wildeshausen breit aufgestellt / Nur auf der Torhüterposition wird es dünn

Flachsenberger hat ein Luxusproblem

Anette Pflaum
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Anette Pflaum

Wildeshausen – Über ihr Freilos in der ersten Bezirkspokalrunde sind die Fußballerinnen des VfL Wildeshausen nicht wirklich glücklich. Vielmehr fiebern die Krandel-Kickerinnen dem Ende der langen Zwangspause entgegen. „Die Mädels sind heiß“, sagt VfL-Coach Sven Flachsberger. Doch bald hat das Warten ein Ende. Am Sonntag, 6. September, 16 Uhr, startet seine Crew mit dem Nachbarschaftsderby beim FC Huntlosen in die neue Bezirksliga-Saison.

Durch den Lockdown im März waren die Wildeshauserinnen jäh in ihrem Tatendrang gestoppt worden. Gerade erst hatten sie dem damaligen Tabellenführer SV RW Damme mit dem 3:2 die erste Heimniederlage beigebracht. „Schade, dass wir so aus dem Flow gerissen worden sind. Wir hätten bestimmt noch ein paar Plätze nach oben klettern können“, bedauert Flachsenberger. So reichte es für sein Team nach dem Saisonabbruch und die Wertung mittels Quotientenberechnung „nur“ zu Rang sechs.

Als die Coronabeschränkungen schließlich gelockert wurden, nahmen die Huntestädterinnen das Training wieder auf. Unterbrochen von einer dreiwöchigen Pause, starteten sie mit Feuereifer in die Vorbereitung auf die neue Saison. Um allen Akteurinnen möglichst viel Einsatzzeit geben und ausgiebig experimentieren zu können, vereinbarte Flachsenberger insgesamt sieben Testspiele. Die Ergebnisse waren ziemlich durchwachsen. „Das hat auch damit zu tun, dass wir viel ausprobiert haben“, erläutert der 31-Jährige, der bei den Wildeshauser Frauen nun schon in seine sechste Saison als Übungsleiter geht. Über die Trainingsbeteiligung und den aktuellen Leistungsstand kann er nicht klagen: „Die meisten Spielerinnen sind auf einem guten Level. Es wird schwierig, den Kader für das erste Pflichtspiel zu benennen. Andererseits ist es auch schön, dass wir so breit aufgestellt sind.“

Nominell ist Flachsenbergers Aufgebot gleichstark geblieben: Zwei Spielerinnen sind nicht mehr dabei, zwei neue hinzugekommen. Torhüterin Jana Bramlage ist in die zweite Wildeshauser Mannschaft gewechselt, während Janne Hach ab Oktober studienbedingt nach Bayern zieht. Dafür ist jetzt Anette Pflaum dabei. Die jüngere Schwester von VfL-Angreiferin Violetta Pflaum kommt von den B-Juniorinnen des BV Cloppenburg aus der Niedersachsenliga und ist in der Offensive flexibel einsetzbar. „Anette ist erst 15 und könnte theoretisch noch weiter bei den B-Mädchen spielen. Aber sie hat bisher einen guten Eindruck hinterlassen, und ich bin zuversichtlich, dass sie den Sprung meistern wird“, ist Flachsenberger überzeugt. Außerdem hat sich Katharina Furche seinem Team angeschlossen. Die Defensivspielerin war zuletzt vor vier Jahren beim SV Friesen Lembruch aktiv. „Sie wohnt inzwischen in Wildeshausen und hat wieder Lust auf Fußball bekommen“, berichtet der Coach.

Während der VfL ansonsten gut aufgestellt ist, wird es nach dem Weggang von Jana Bramlage auf der Torhüterposition ein bisschen dünn. Jule Cassel ist aktuell die einzig fitte Keeperin. Denn Sabrina Hansch hat immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen. „Da drückt uns ein bisschen der Schuh“, bestätigt Flachsenberger. Deshalb sucht er noch nach einer weiteren Schlussfrau.

In der B-Staffel der zweigeteilten Bezirksliga Mitte haben sich die Wildeshauserinnen zunächst eine Top-drei-Platzierung zum Ziel gesetzt, um anschließend in der Meisterschaftsrunde um den Staffelsieg und den Aufstieg spielen zu können. „Für ganz oben dürfte es aber nicht reichen. Dafür sind Mannschaften wie Lohne und Damme einfach zu stark“, glaubt Flachsenberger. Außerdem ist er auf den TV Jahn Delmenhorst II gespannt: „Das ist für mich eine kleine Wundertüte! Jahn hat seine Regionalliga-Mannschaft mit elf Spielerinnen verstärkt. Es ist davon auszugehen, dass einige immer mal wieder in der Zweiten aushelfen werden.“

Von Sven Marquart

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