VfL Wildeshausen bangt um Klassenerhalt

Flachsenberger fehlen beim 2:3 gegen Einen die Emotionen

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Chance vertan: Wildeshausens Sarah Kubitza hat den möglichen Ausgleich verpasst.

Wildeshausen – Für die Fußballerinnen des VfL Wildeshausen wird die Lage im Tabellenkeller der Bezirksliga immer bedrohlicher. Nach dem 2:3 (0:1) gegen den SV Fortuna Einen sind die Krandel-Kickerinnen nun schon seit zehn Spielen sieglos. Als Vorletzter des Klassements haben sie zwei Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze.

„Die Leistung gegen Einen hatte nichts mit dem zu tun, was wir in Lutten gezeigt haben“, ärgerte sich Sven Flachsenberger. Wäre seine Crew gegen den Tabellenfünften aus Einen erneut so aufgetreten wie beim 2:3 gegen den Spitzenreiter, „wäre ganz sicher was zu holen gewesen“, meinte der VfL-Coach. Doch wie so oft war es für seinen Geschmack viel zu ruhig und emotionslos auf dem Platz. „Da fehlte die Stimmung“, monierte er.

Von dem, was sich die Wildeshauserinnen vorgenommen hatten, war wenig zu sehen. Die Gastgeberinnen begannen sehr verhalten und waren nicht griffig genug in den Zweikämpfen. Dadurch bekamen die Fortunen immer wieder Chancen zum Führungstreffer. Doch auch der VfL hatte zwei dicke Möglichkeiten, die Viktoria Kljukina aber vergab (35./40.). „Und wie das so ist: Wenn du die Dinger vorne nicht machst, fängst du sie hinten“, grummelte Flachsenberger. Einens Ina Schlömer zog aus dem Gewühl heraus einfach mal ab. Ihr Schuss wurde noch abgefälscht und landete zum 1:0 im Tor (42.).

Die Wildeshauserinnen nahmen sich in der Kabine vor, nach dem Seitenwechsel energischer zu Werke zu gehen. „Das ist uns nicht ganz gelungen“, musste Flachsenberger zugeben. Stattdessen waren seine Schützlinge bei zwei langen Bällen nicht im Bilde. Lina Maria Schillmöller erhöhte auf 2:0 (51.), Alina Boning ließ das 3:0 folgen (65.). „Beim dritten Gegentor sah auch Jule Cassel nicht gut aus – da hätte sie energischer zum Ball gehen müssen“, kritisierte Flachsenberger seine Keeperin.

Die Wildeshauserinnen warfen nun alles nach vorne. Tatsächlich gelang Annika Lindemann nach einer Hereingabe von Femke Krumdiek das 1:3 (77.). Und nach einem Eckstoß von VfL-Kapitänin Krumdiek stellte Sarah Kubitza den Anschluss her – 2:3 (89.). Es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Nach drei gefährlichen Eckstößen verpassten Viviane Kuhlmann (2) und Sarah Kubitza den durchaus möglichen Ausgleich. „Aber es sollte nicht sein“, seufzte Flachsenberger.

Fünf Partien bleiben dem VfL Wildeshausen noch, um den drohenden Abstieg zu vermeiden. „Jeder, der die Mannschaft kennt, weiß, dass in ihr das Potenzial steckt, die Bezirksliga zu halten. Dementsprechend müssen die Mädels jetzt agieren“, forderte Flachsenberger vor dem Saisonendspurt. Besonders gegen den Tabellenachten SG Holdorf/Handorf-Langenberg (Sonntag, 28. April, 13 Uhr), gegen Schlusslicht VfL Oythe (Sonntag, 12. Mai, 13 Uhr) und beim neuntplatzierten Polizei SV Oldenburg (Sonntag, 26. Mai, 13 Uhr) muss Zählbares her. Nicht ausgeschlossen, dass das Saisonfinale beim Polizei SV sogar ein echtes Abstiegsendspiel wird.

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