TV Neerstedt muss sich im Kellerduell gegen VfL Horneburg mit 22:22 begnügen

Fenna van Dreumel rettet das Remis

Celina Struß (M.) brachte den TV Neerstedt durch ihren einzigen Treffer mit 4:2 in Führung. Foto: Büttner

Neerstedt – Auch im Kellerduell gegen den Tabellenvorletzten VfL Horneburg hat es für die Oberliga-Handballerinnen des TV Neerstedt nicht zum ersten Saisonsieg gereicht. Am Ende musste sich die Crew von Trainer Maik Haverkamp mit einem 22:22 (10:12) begnügen.

„Klar, das ist in unserer Situation zu wenig. Wenn man aber fünf Siebenmeter verwirft und kurz vor Schluss noch mit zwei Toren zurückliegt, dann muss man mit einem Zähler zufrieden sein“, bewertete Haverkamp das Unentschieden. 17 Sekunden vor dem Abpfiff hatte Fenna van Dreumel gegen die ohne ihre Haupttorschützin Veronika Zoller (Saisonende nach Knorpelschaden im Knie) angetretenen Gäste aus einer Kreuzbewegung heraus zum Endstand getroffen.

Manko der Neerstedterinnen war neben der schwachen Siebenmeterquote die Chancenauswertung von den Außenpositionen. „Nadja Albes und Ria Schnitger haben bestimmt acht freie Würfe von rechtsaußen nicht im Tor untergebracht“, schilderte Haverkamp das Dilemma. Trotz der Schwächen beim Abschluss avancierte Nadja Albes (7/2) beim Tabellenletzten aus der Gemeinde Dötlingen zur besten Werferin, gefolgt von Linksaußen Stefanie Hanuschek (5).

Für den VfL Horneburg traf Sara Gefken neunmal. Ohne Veronika Zoller sei bei den Gästen aus dem Rückraum nicht mehr viel gekommen, meinte Haverkamp. Horneburg habe es wie erwartet viel über den Kreis versucht. „Das haben wir gut verteidigt, an der Defensive hat es nicht gelegen“, zeigte sich der 33-Jährige mit der Abwehrleistung seiner Sieben zufrieden.

Über 60 Minuten erlebten die Zuschauer in der Neerstedter Sporthalle ein Wechselbad der Gefühle. Der Beginn der Partie war zunächst an die Hausherrinnen gegangen. Nadja Albes traf zum 1:0. Beim 5:3 (8.), 7:5 (15.) und 8:6 (19.) lagen die Gastgeberinnen jeweils mit zwei Toren vorne. Kurz danach gelang den Gästen beim 8:8 (20.) erstmals der Ausgleich. Nach 30 Minuten ging es mit einer Zwei-Tore-Führung für den VfL Horneburg in die Halbzeit.

Auch nach Wiederanpfiff war zunächst das Team von VfL-Coach Alexander Mirkens am Drücker und ließ den Rückstand der Grün-Weißen bis Mitte der zweiten Spielhälfte auf fünf Tore anwachsen (14:19/45.). In der Schlussviertelstunde erkämpften sich die Neerstedterinnen dann zumindest noch einen Punkt. 25 Sekunden vor dem Ende hatte Haverkamp seine letzte Auszeit genommen und Kirsten Kurok aufs Feld beordert. Die Studentin habe dann in Unterzahl – Stefanie Hanuschek musste eine Zeitstrafe abbrummen – aus dem rechten Rückraum heraus die Kreuzbewegung für Fenna van Dreumel angezogen, schilderte Haverkamp den einstudierten Spielzug. Er habe auch kurz daran gedacht ohne Torhüterin zu spielen, diese Idee dann aber schnell wieder verworfen, erläuterte der Übungsleiter: „Das Risiko war mir zu groß. Schließen wir zu früh ab, dann bekommt Horneburg noch einen letzten Wurf auf das leere Tor.“

Nach dem Remis trennen den TV Neerstedt weiterhin fünf Punkte vom VfL Horneburg auf Platz zwölf. Dazwischen rangiert der Wilhelmshavener SSV. Vier Zähler haben die Jadestädterinnen mehr auf dem Konto als Nadja Albes und Co. „Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt“, hat Haverkamp den Glauben an ein versöhnliches Saisonende noch nicht aufgegeben.  prü

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Corona-Testzentrum öffnet in Zeven

Corona-Testzentrum öffnet in Zeven

Thomas Schäfer ist tot – Sein Leben in Bildern

Thomas Schäfer ist tot – Sein Leben in Bildern

Überforderung im Sport vermeiden

Überforderung im Sport vermeiden

Warum Rasenroboter doch noch einen Gärtner brauchen

Warum Rasenroboter doch noch einen Gärtner brauchen

Meistgelesene Artikel

Müller rechnet mit Saisonabbruch

Müller rechnet mit Saisonabbruch

Fritz Rietkötter lässt Vorsicht walten

Fritz Rietkötter lässt Vorsicht walten

„Es gibt wichtigere Dinge als Fußball“

„Es gibt wichtigere Dinge als Fußball“

KSB-Chef Skatulla macht Sportvereinen Mut

KSB-Chef Skatulla macht Sportvereinen Mut

Kommentare