Bezirkspokal: Wildeshauserinnen unterliegen erst im Elfmeterschießen Landesligist Ohmstede

Femke Krumdieks Pech mit dem letzten Schuss

Kein Durchkommen: Wildeshausens Violetta Pflaum (3. v. r.) traf zwar zum 2:1, wurde aber hier von Ohmstedes Sina Osterhus gestoppt. Am Ende schied Pflaum mit dem VfL gegen den klassenhöheren FC im Bezirkspokal aus. Foto: Krüger

Wildeshausen - Von Cord Krüger. Viel genauer konnte Femke Krumdiek nun wirklich nicht zielen. Die Kapitänin des VfL Wildeshausen lief im Elfmeterschießen als fünfte Schützin des Fußball-Bezirksligisten an, schoss nach oben rechts – und die Kugel klatschte ans Lattenkreuz. Damit war das bittere Aus in der ersten Runde des Bezirkspokals gegen den Landesligisten 1. FC Ohmstede besiegelt, der sich mit 5:4 (3:3, 1:1) beim klassentieferen Club im Krandel durchsetzte.

Trotz der zwischenzeitlichen 3:1-Führung hielt sich die Enttäuschung von VfL-Trainer Sven Flachsenberger und seinen Akteurinnen in Grenzen: „Das war ein gutes Spiel von beiden Seiten. Im Elfmeterschießen ist es aber immer reine Glückssache. Wir sind zuerst nicht so gut ins Spiel gekommen. Ohmstede hatte viele Chancen und ist auch folgerichtig in Führung gegangen“, kommentierte er den Angriff der Gäste über die linke Seite und die Hereingabe auf Torschützin Greta Meinke. Danach wurde die Partie offener – und Wildeshausen bejubelte kurz vor der Pause den Ausgleich: Annika Lindemann setzte sich auf der linken Seite durch und fand mit ihrem Pass Viktoria Brandt, die zum 1:1 abschloss (45.).

Zum zweiten Durchgang wechselte Flachsenberger Angreiferin Viktoria Kljukina ein – und dies zeigte Wirkung: Zehn Minuten nach Wiederanpfiff setzte sich Violetta Pflaum im Gewühl gegen zwei Obenstroherinnen durch und markierte die Führung. Nur 120 Sekunden später gelang Kljukina mit einem feinen Chip-Ball über Torhüterin Mirja Fleischer sogar das 3:1.

„Danach haben wir es aber verpasst, vorn weiter Druck auszuüben“, monierte Flachsenberger: „Wir haben uns zunehmend hinten reindrängen lassen, Ohmstede hat den Druck erhöht und auch verdient die beiden Tore geschossen.“ Zunächst rettete VfL-Schlussfrau Sabrina Hansch noch in höchster Not gegen Jelke Meyer (76.), dann schoss Simone Wimberg freistehend drüber (82.). „Was ich meiner überwiegend neu zusammen gestellten Mannschaft hoch anrechne, ist die Tatsache, dass sie nicht aufgegeben hat und emotional top funktionierte“, freute sich Ohmstedes Trainer Frank Wronski.

So kamen die Gäste zum Anschluss durch Greta Meinke, die eine flache Rechtshereingabe per Direktabnahme in die Maschen wuchtete (84.). In der Schlussminute tauchte Jelke Meyer nach einem Freistoß allein vor VfL-Keeperin Hansch auf und überwand sie zum 3:3.

Somit ging’s ins Elfmeterschießen, in dem Natascha Helms vorlegte, Anna Vanselow ans Lattenkreuz schoss, Ohmstedes Fleischer gegen Kljukina hielt, Meinke zum 4:4 vollstreckte, Hansch gegen Wimberg parierte, Wildeshausens Jette Henkensiefken und Ann-Marie Tangemann aber über den Querbalken zielten. Es folgten Saskia Seiferths 5:4 und Krumdieks eingangs geschildertes Pech.

„Ich kann heute keinem meiner Mädels einen Vorwurf machen, ich war mit allen Mannschaftsteilen zufrieden“, bilanzierte Flachsenberger.

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