Wildeshausens Torjäger beim 3:0-Erfolg an allen Treffern beteiligt

Feldhus zieht Biene den Stachel

Matchwinner: Wildeshausens Torjäger Lennart Feldhus (r., im Zweikampf mit Bienes Fabian Thole) war an allen drei Treffern beteiligt. Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Obwohl Lennart Feldhus beim 1:4 in Dinklage getroffen hatte, war Marcel Bragula mit der Leistung seines Angreifers nicht einverstanden gewesen. Deshalb ließ der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen seinen besten Torschützen im Heimspiel gegen den SV Holthausen/Biene zunächst auf der Ersatzbank schmoren. Zu Beginn der zweiten Halbzeit durfte der „Turm“ dann aufs Feld und wandelte seinen Frust in positive Energie um. Der 26-Jährige erzielte beim 3:0 (0:0) nicht nur zwei Treffer, sondern holte auch den Foulelfmeter heraus, den Jan Lehmkuhl im Nachschuss zum 2:0 verwandelte, und zog Biene so den Stachel. „Wenn das die Reaktion ist, wenn einer mal auf die Bank muss . . .“, feixte Bragula, ohne den Satz zu vollenden.

Während Feldhus ganz klar der Schlüsselspieler der Partie war, ereignete sich eine Schlüsselszene kurz vor Ende der ersten Halbzeit: Bienes Andre Hillig berührte den in vollem Tempo anstürmenden Michael Eberle leicht am Fuß. Wildeshausens Flügelflitzer fiel hin. Völlig unverständlich zeigte Schiedsrichter André Gantschnig (SSV Jeddeloh) zunächst Eberle die Rote Karte, schickte nach Intervention seines Assistenten Peer Kahlen dann aber Hilling vom Feld (43.). Eine harte, aber vertretbare Entscheidung, denn Hilling war letzter Mann, und Eberle hätte freie Bahn gehabt. „Für mich war das keine Rote Karte. Der Schiedsrichter war der einzige, der das als Rot definiert hat“, ärgerte sich Bienes Coach Wolfgang Schütte über den Platzverweis. „Ich weiß nicht, ob man den geben muss“, meinte selbst Bragula.

In der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Krandel-Kicker ein Chancenplus von 5:1. Zunächst scheiterte Maximilian Seidel an Christoph Herbers (11.). Bienes Ersatzkeeper musste zwischen die Pfosten, weil sich Kapitän Florian Hillebrand beim Aufwärmen eine Fingerverletzung zugezogen hatte. Herbers parierte nochmal gegen Seidel (17.). Außerdem verfehlten Marius Krumland per Kopf (18.) und Eberle (38.) das Gehäuse. Die dickste Möglichkeit vergab jedoch Jan Lehmkuhl, dessen Schuss vom Pfosten ins Feld zurücksprang (27.). Auf der Gegenseite rettete VfL-Schlussmann Sebastian Pundsack bravourös gegen Johannes Wintermann (15.).

Zu Wiederbeginn ersetzte Feldhus den bereits angeschlagen ins Spiel gegangenen Abwehrchef Krumland. Der Wechsel zeigte sofort Wirkung. Sascha Görke bediente Eberle, dessen Maßflanke Feldhus zum 1:0 einnickte (50.). Der Ball war kaum wieder frei, da holte Fabian Thole den VfL-Stürmer im Strafraum von den Beinen. Zwar parierte Herbers den von Jan Lehmkuhl getretenen Foulelfmeter, doch den Abpraller setzte Lehmkuhl zum 2:0 in die Maschen (52.). In der Schlussminute musste Feldhus nur noch zum 3:0 einschieben, nachdem sich Eberle gegen Herbers durchgesetzt hatte. Mit Ausnahme eines Lattentreffers von Steffen Schepers (81.) kam von den Gästen offensiv nicht mehr viel.

„Der Sieg fällt vielleicht um ein Tor zu hoch aus, ist aufgrund des Spielverlaufs aber nicht unverdient“, bilanzierte Bragula. Mit nun 14 Punkten ist seine Crew nach acht Partien Tabellensiebter. Am kommenden Wochenende hat der VfL Wildeshausen spielfrei. Somit bleiben dem Aufsteiger bis zum Heimspiel gegen den SV GW Mühlen am Sonntag, 6. Oktober, 15 Uhr zwei Wochen Zeit zum Regenerieren.

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