Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen gewinnt Testspiel gegen SV Atlas Delmenhorst mit 1:0

Feldhus setzt den Schlussakkord

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Mit vereinten Kräften: Die Wildeshauser Alexander Kupka (l.) und Alexander Dreher (r.) versuchen den Delmenhorster Keisuke Morikami zu stoppen. 

Märsche, Schlager, Neue Deutsche Welle – das Blasorchester Ellenstedt bot im Festzelt alles, was sein Repertoire hergibt. Doch das war Marcel Bragula offensichtlich noch nicht genug. „Bringt mal wieder Musik rein!“, forderte der Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen seine Crew auf. Und tatsächlich setzte der Aufsteiger im Testspiel gegen den Oberligisten SV Atlas Delmenhorst noch einen fulminanten Schlussakkord: Nach Vorarbeit von Kapitän Sascha Görke erzielte Angreifer Lennart Feldhus in der 85. Minute den 1:0 (0:0)-Siegtreffer für die Krandel-Kicker.

Einen - Für das Aufeinandertreffen der beiden höchstspielenden Mannschaften des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst hätte es kaum einen besseren Rahmen geben können. Gut und gerne 800 Zuschauer verfolgten die Partie auf dem Sportplatz des SV Fortuna Einen, der in der ersten Juli-Woche sein 100-jähriges Bestehen feierte. „Ein Testspiel vor so einer Kulisse macht natürlich besonders großen Spaß“, freute sich Bragula.

Allerdings mussten sowohl Bezirksliga-Meister Wildeshausen als auch Niedersachsenpokalsieger Atlas auf etliche Stammkräfte verzichten. Trotzdem entwickelte sich ein recht ansehnlicher Kick, in dem Atlas die ersten Chancen besaß. VfL-Keeper David Lohmann, der gegen seinen Ex-Club beginnen durfte, parierte gegen Marvin Osei (9.), und Thorben Schütte blockte den Versuch von Emiljano Mjeshtri ab (10.). Die Wildeshauser wirkten zunächst zaghaft. „Werdet mutiger!“, ermunterte Bragula sein Team. Alexander Kupka befolgte die Anweisung seines Trainers. Nach Ballgewinn zog der Mittelfeldspieler aus 25 Metern sofort ab, verfehlte das Tor des weit vor seinem Gehäuse stehenden Atlas-Schlussmannes Malte Seemann aber knapp (23.). Dann hätte Maximilian Seidel plötzlich freie Bahn gehabt, war jedoch zu überrascht, so dass ihm die Kugel versprang (34.). Schließlich entschärfte Seemann einen Freistoß von Lukas Schneider (41.).

„In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel bestimmt. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass die Jungs eine saftige Einheit in den Beinen hatten“, meinte Atlas-Coach Key Riebau. Trotzdem erarbeitete sich der DFB-Pokalteilnehmer einige gute Möglichkeiten. Zunächst zielte Musa Karli knapp daneben (55.). Dann hielt der eingewechselte Sebastian Pundsack stark gegen Devin Isik (60.). Und schließlich hatten die Wildeshauser enormes Glück, dass Kevin Radke mit einem satten Schuss nur den Pfosten traf (77.). Deshalb war das 1:0 durch Feldhus vielleicht etwas schmeichelhaft. Auf jeden Fall war die Verärgerung Karlis, der kurz vor Schluss frustriert in eine Werbebande trat, nachvollziehbar.

„In der ersten Halbzeit hatten wir Glück. Da war Atlas offensiv besser. In der zweiten Hälfte fand ich uns mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar einen Tick stärker“, bilanzierte Bragula. Dennoch wollte er den Sieg über den Oberligisten nicht überbewerten. „Trotzdem nehmen wir das gerne mit.“ Allerdings fand der 44-Jährige auch einen großen Kritikpunkt: „Unsere Standards haben mir überhaupt nicht gefallen – die hatten keinen Zug drauf.“

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