VfL Wildeshausen kehrt mit 2:1 gegen Steinfeld in die Erfolgsspur zurück

Feldhus und Ramke rupfen „Falken“

Ein typischer Krandel-Moment: Robin Ramke (kniend, 2.v.l.) erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer. Foto: Marquart

Wildeshausen - Von Sven Marquart. Was für ein Genickschlag! Da hatten die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen nach einer taktisch überaus disziplinierten Vorstellung mit 1:0 gegen den SV Falke Steinfeld geführt und dem Mitaufsteiger 89 Minuten lang nicht eine einzige nennenswerte Torchance gestattet. Dann ein schnell ausgeführter Freistoß, Halil Ablak kam völlig frei zum Schuss und drosch den Ball zum 1:1 unter die Latte. Es wäre ein ziemlich schmeichelhafter Punktgewinn für die Gäste aus dem Landkreis Vechta gewesen. Wäre. Denn die gut 450 Zuschauer erlebten in der Nachspielzeit noch einen typischen Krandel-Moment: Alexander Kupka eroberte den Ball am Steinfelder Strafraum und bediente den eingewechselten Robin Ramke. Der Flügelstürmer umkurvte den starken Falke-Keeper Constantin Nieberding und schoss zum hochverdienten 2:1 (0:0)-Siegtreffer ein.

„Geil! Das sind drei ganz wichtige Punkte. Was mir gut gefallen hat, ist, dass wir das Tore rausgespielt und nicht mit der Brechstange erzwungen haben“, strahlte VfL-Coach Marcel Bragula. Seine Crew hatte nach dem Bezirkspokalaus beim SV Brake (1:3) und der ersten Punktspielniederlage beim BV Cloppenburg (0:3) ganz schnell wieder in die Erfolgsspur gefunden. Mit elf Zählern sind die Krandel-Kicker aktuell der beste der fünf Aufsteiger.

Die Wildeshauser hatten das Geschehen von Beginn an im Griff. Einem Treffer stand lange Zeit einzig Steinfelds Schlussmann im Weg. Beim Volley von Michael Eberle, der knapp über die Latte strich, musste Nieberding noch nicht eingreifen (7.). Doch dann parierte er glänzend gegen den starken VfL-Youngster Elias Schröder (10.) und nach dem anschließenden Eckball auch den sehenswerten Fallrückzieher von Thorben Schütte (11.). Beim satten 20-Meter-Strahl von Schröder wäre Nieberding machtlos gewesen, doch die Kugel klatschte gegen den Pfosten (24.). Mit weiteren Paraden gegen Maximilian Seidel (35.) und Eberle (42.) rettete Nieberding seiner Elf das 0:0 in die Pause.

„In der ersten Halbzeit waren wir viel zu ängstlich. Da war Wildeshausen deutlich besser“, sagte Steinfelds Trainer Artur Zimmermann. „Wir haben ein super Fußballspiel gemacht, belohnen uns aber leider nicht für die fantastische Leistung. Allerdings hat der Torwart auch super gehalten“, meinte Bragula. Lange musste er sich nach dem Seitenwechsel aber nicht mehr gedulden, ehe die Führung fällig war. Marcel Philippi brachte den auffälligen Eberle im Strafraum zu Fall. VfL-Torjäger Lennart Feldhus ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Foulelfmeter zum 1:0 (50.). Wieder war Nieberding mit den Fingern am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

„Danach waren wir besser. Da haben wir gesehen, was möglich ist, wenn wir den Ball etwas länger in unseren Reihen halten“, erklärte Zimmermann. Doch wirklich produktiv wurde sein Team dabei nicht – bis zur 89. Minute. „Mit der ersten Torchance machen die das Ding rein. Ich hab gedacht: Das kann nicht wahr sein!“, war Bragula entsetzt. Fast wäre es sogar noch schlimmer gekommen. Doch Mazlum Sününs Fackel verfehlte haarscharf den linken Winkel des Wildeshauser Tores (90.). „Es spricht für die Jungs, dass sie die Ruhe bewahrt haben“, fand Bragula. Ein Sonderlob zollte er seinen Außenverteidigern Lukas Schneider und Alexander Dreher, die Steinfelds schnelle Flügelstürmer Paul Kosenkow und Ablak praktisch zur Wirkungslosigkeit verurteilten.

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