VfL holt nach dreimaligem Rückstand 3:3 in Dinklage

Feldhus belohnt tapfer kämpfende Wildeshauser

VfL-Torjäger Lennart Feldhus erzielte in Dinklage kurz vor Schluss das 3:3 und krönte damit seine starke Leistung. - Foto: Marquart

Wildeshausen - Die Moral des Fußball-Landesligisten VfL Wildeshausen ist absolut intakt! Obwohl sie beim TV Dinklage dreimal in Rückstand gerieten, erkämpften sich die Krandel-Kicker ein 3:3 (1:2). Den Ausgleichstreffer erzielte Lennart Feldhus in der Schlussminute.

„Natürlich waren das wieder Mentalität, Kampf und Einsatz. Aber bei dem Aufwand, den wir betrieben haben, müssen wir einfach drei Punkte holen“, meinte VfL-Coach Marcel Bragula. Sämtliche Spieler seien bei hohen Temperaturen körperlich an ihre Grenzen gegangen. Doch wieder verhinderte zum Teil stümperhaftes Defensivverhalten den ersten Wildeshauser Saisonsieg. „Das erste und das dritte Gegentor hatten nichts mit Landesliga zu tun!“, schimpfte Bragula.

Besonders das frühe 0:1 empfand der 42-Jährige als „Wahnsinn!“: Nach einem Einwurf von Jannik Wallner spielte Niklas Heinrich den Ball direkt in den Lauf von Philipp Wendeln, der das Geschenk dankend annahm (2.). „Damit ist auch taktisch alles zusammen gebrochen“, ärgerte sich Bragula, der den Gegner früh stören wollte. Nach dem Rückstand war den Gästen die Verunsicherung deutlich anzumerken. Dabei hatten sie sich viel vorgenommen. „In der Kabine hat es geknistert! Sven Apostel hat eine tolle Ansprache gehalten“, berichtete Bragula.

Doch die Wittekind-Crew biss sich in die Partie und kam nach einem schönen Spielzug zum 1:1: Lennart Feldhus köpfte den Ball in den Lauf von Kevin Kari, der mustergültig querlegte, so dass Maximilian Seidel nur noch zu Ausgleich einschieben musste (37.). Anschließend verpasste Sven Apostel bei einem Lattentreffer nur knapp die Führung (40.). Kurz vor der Pause wurde Wildeshausens spielender Co-Trainer bei einem Vorstoß gefoult. „Aber der Schiedsrichter pfeift nicht“, haderte Bragula mit dem Unparteiischen Rainer Wulftange (TuS Haste 01). Dinklages Gegenzug vollendete Torjäger Felix Schmiederer zum 2:1 (44.).

Zu allem Überfluss musste Sascha Görke wegen einer Hüftverletzung in der Kabine bleiben. Für ihn kam Innenverteidiger Pascal Hesselmann in die Partie, während Niklas Heinrich in die Mittelfeldzentrale wechselte.

„Wir haben Dinklage mit den eigenen Waffen geschlagen“, frohlockte Bragula. Einen Freistoß von Jan Lehmkuhl köpfte Lennart Feldhus zum 2:2 ein (70.). Doch die Gastgeber antworteten prompt: Den langen Ball nach dem Anstoß unterlief Lennart Flege, Pascal Hesselmann ging unmotiviert in den Zweikampf und foulte Felix Schmiederer, der den fälligen Strafstoß selbst zum 3:2 verwandelte (71.).

„Aber wir haben gekämpft wie die Löwen“, fand Bragula. Und tatsächlich: Nach einem weiteren Lehmkuhl-Freistoß köpfte Feldhus die Kugel zunächst an den Pfosten, drückte den Abpraller dann aber zum 3:3 ins Netz (90.). Für den langen Torjäger freute es Bragula besonders. Schließlich hatte der 23-Jährige mit seinen 14 Treffern in der vergangenen Saison großen Anteil daran, dass die Huntestädter weiterhin sechstklassig sind. Außerdem sei Feldhus „ein absoluter Teamplayer“ und habe als einziger Akteur des Kaders eine hundertprozentige Trainingsbeteiligung. Dafür gebühre ihm mehr Anerkennung.

Am Ende konnte sich Bragula dann doch mit dem Ergebnis anfreunden. „Immerhin haben wir auswärts einen Punkt geholt. Aber wie wir die Gegentore bekommen – das ist nicht normal! Das kannst du nicht trainieren. Das ist Kopfsache!“. - mar

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