Titelverteidiger wird bei Schach-DM Vizemeister

Feinwertung entscheidet gegen Spartak Grigorian

Das Wildeshauser Schach-Ass Spartak Grigorian verpasste bei der deutschen U18-Meisterschaft in Willingen nur knapp die Titelverteidigung, qualifizierte sich aber für die Europameisterschaft in Prag. - Fotos: Deutsche Schachjugend

Wildeshausen - Hauchdünn hat Spartak Grigorian bei der deutschen Schach-Jugendeinzelmeisterschaft in Willingen die Titelverteidigung verpasst. Der inzwischen für den SV Werder Bremen startende Wildeshauser musste in der Altersklasse U 18 nur Denis Gretz (SK Königsbrunn) den Vortritt lassen.

Nach insgesamt neun gespielten Runden hatten sowohl Grigorian als auch Gretz jeweils sieben Punkte auf dem Konto. Am Ende gab die Buchholz-Wertung den Ausschlag zugunsten des Bayern. „Das ist wie das Torverhältnis beim Fußball“, erklärte der niedersächsische Landestrainer Jens Kahlenberg aus Wildeshausen. Für diese Art der Feinwertung werden die Punkte, die sämtliche Gegner eines Spielers geholt haben, addiert. Hier hatte Gretz (43,5) gegenüber Grigorian (43) knapp die Nase vorn. Im direkten Duell in Runde drei spielten die beiden Titelkonkurrenten remis.

Zum Verhängnis wurde dem Huntestädter eine Schwäche mit den weißen Figuren. Während Grigorian sämtliche fünf Begegnungen mit Schwarz gewann, gelang ihm im Turnierverlauf nur eine Gewinnpartie mit Weiß. „Das ist ein bisschen zu wenig. Spartak hat das Training mit Weiß etwas vernachlässigt und war nicht so souverän wie sonst“, erläuterte Coach Kahlenberg. Mit dem zweiten Platz qualifizierte sich Gregorian für die U 18-Europameisterschaft vom 17. bis 28. August in Prag.

"Tom traf auf sehr starke Gegner"

Ein sehr gutes Turnier spielte auch Tom Peters vom SK Wildeshausen in der U 18. „Tom hat etwas Pech gehabt. Er traf auf sehr starke Gegner und hätte mit nur einem halben Punkt mehr sogar unter die ersten Fünf kommen können“, berichtete Kahlenberg. Stattdessen musste sich der an Position 13 gesetzte Peters mit fünf Zählern und Rang zehn begnügen.

Peters’ Vereinskollege Jari Reuker hatte sich erstmals seit mehreren Jahren nicht für die Titelkämpfe qualifiziert und startete deshalb in der offenen Klasse A. Mit 5,5 Punkten belegte der an zwölf gesetzte Wildeshauser im 120-köpfigen Teilnehmerfeld Rang 20. „Jari hat stark begonnen, aber zum Ende hin ein bisschen abgebaut“, meinte Kahlenberg. Immerhin trotzte Reuker in Runde vier dem späteren Sieger Xianliang Xu (SG Porz) ein Remis ab.

Für Ronja Reuker, die in der offenen Klasse B mit 3,5 Punkten 87. wurde, zählte vor allem das Dabeisein. Außerdem fungierte sie als „Glücksbringerin“ für ihre Wildeshauser Vereinskollegin Madita Mönster. Und das mit Erfolg: Mönster schnappte sich in der Altersklasse U 14w hinter Jana Schneider (Spvgg Stetten/8 Punkte) und Lara Schulze (SK Lehrte/7,5) mit sieben Zählern die Bronzemedaille und das EM-Ticket. „Madita hat ihr bislang bestes Turnier gespielt“, freute sich Kahlenberg.

In der Kinderklasse belegte Ella Vianden bei ihrer ersten DM-Teilnahme mit drei Punkten Rang 49. „Sie hat sehr viel dazugelernt“, fand Kahlenberg. 

mar

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