Faustballerinnen des Ahlhorner SV holen bei der Hallen-DM in Bretten den Titel

Meiners-Crew fast schon draußen und nun ganz oben

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Janna Köhrmann (v.l.), Sandra Wortmann, Jaqueline Zaddach, Sarah Reinecke, Julia Weber, Celina Minx, Imke Schröder, Trainerin Edda Meiners und Betreuer Karsten Bilger jubeln, Brettens Bürgermeister Martin Wolff (vorne) gratuliert.

Ahlhorn - Viel fehlte nicht, und die Faustballerinnen des Ahlhorner SV hätten bei der deutschen Hallenmeisterschaft in Bretten bereits nach der Vorrunde die rund 550 Kilometer lange Heimreise antreten können. Vermutlich hätte im ASV-Bus Grabesstille geherrscht. Stattdessen wurde der Rückweg zu einem lautstarken Triumphzug: Durch ein 3:2 (5:11, 11:1, 11:7, 3:11, 11:9) über den TSV Calw sicherte sich Ahlhorn etwas überraschend den Titel.

Im dramatischen Finale lief die Mannschaft von ASV-Trainerin Edda Meiners zunächst einem Satzrückstand hinterher, um dann selbst mit 2:1 in Führung zu gehen. Doch der TSV erzwang den Entscheidungssatz. Nun entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beim Stand von 10:9 für Ahlhorn servierte Weltmeisterin Stephanie Dannecker ins Aus, und der ASV durfte seine insgesamt zehnte deutsche Meisterschaft unterm Hallendach feiern.

„Wir können es noch gar nicht fassen: Am Samstag waren wir schon fast draußen, und jetzt sind wir deutscher Meister – das ist verrrückt!“, jubelte ASV-Zuspielerin Janna Köhrmann.

In der Tat: Nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen den Nord-Dritten TV Jahn Schneverdingen standen die Ahlhornerinnen bereits vor dem zweiten Vorrundenspiel gegen den TSV Calw unter Zugzwang. Schnell gingen die ersten beiden Sätze gegen den Süd-Zweiten mit 6:11, 8:11 verloren. „Nach der Superserie hatten wird uns sehr hohe Ziele gesetzt und uns selbst vielleicht ein bisschen zu viel Druck gemacht“, überlegte Janna Köhrmann. Doch der ASV bekam die Kurve (11:8, 12:10, 11:6) und schnappte dem punktgleichen TV Jahn Schneverdingen den Platz im Halbfinale noch vor der Nase weg. Damit hatte die Meiners-Crew ihr Minimalziel erreicht.

Im Halbfinale wartete der MTSV Selsingen. „Selsingen liegt uns ganz gut“, meinte Janna Köhrmann. Wie zum Beweis fertigte der ASV den Nord-Zweiten mit 3:0 (11:8, 11:4, 12:10) ab. Schon die beiden Begegnungen in der Punktrunde hatte Ahlhorn jeweils ohne Satzverlust gewonnen. In der zweiten Partie kämpfte der TSV Calw den Topfavoriten und Titelverteidiger TSV Dennach mit 3:2 (10:12, 11:7, 11:8, 4:11, 11:6) nieder. Im Endspiel hatte Ahlhorn dann das glücklichere Ende für sich. „Das war auf allen Positionen eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte Janna Köhrmann.

Das Spiel um Bronze gewann der in Bestformation spielende MTSV Selsingen gegen den ersatzgeschwächten TSV Dennach, der auf die verletzten Weltmeisterinnen Sonja Pfrommer und Anna-Lisa Aldinger verzichten musste, mit 3:1 (11:4, 5:11, 11:3, 11:9).

mar

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