Ex-Neerstedter wechselt vom Erstliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim nach Springe

Tim Coors wartet vergeblich auf neues Vertragsangebot

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Tim Coors (am Ball) wirft seine Tore künftig für den Drittligisten HF Springe.

Neerstedt - Der Schritt auf die ganz große Handball-Bühne ist Tim Coors (zumindest vorerst) verwehrt geblieben: Der 26-jährige Delmenhorster, der auch schon für den TV Neerstedt in der Oberliga spielte, geht künftig nicht mehr für Erstliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim, sondern für den Drittligisten Handballfreunde Springe auf Torejagd.

„Der Wechsel nach Springe ist zwar ein sportlicher Abstieg, aber das Gesamtpaket stimmt“, erklärt der 1,92 Meter große und 94 Kilogramm schwere Linkshänder, der 2011 vom damaligen Zweitligisten HSG Varel nach Baden-Württemberg gegangen war.

Nach drei Jahren im Hardtwald spielte Coors in der abgelaufenen Zweitliga-Saison eine schwache Hinrunde und zog sich zu allem Überfluss noch einen Handbruch zu. Während er verletzt zusehen musste, drehte Hannes Lindt auf seiner Position im rechten Rückraum enorm auf. Vielleicht zögerten die SG-Verantwortlichen auch deshalb mit einem neuen Vertragsangebot.

Jedenfalls mochte Coors irgendwann nicht mehr warten und nahm die Offerte aus Springe an. Zwischenzeitlich hatte er Anfragen des Erstliga-Absteigers TV Emsdetten und aus der ersten dänischen Liga abgelehnt. „Ein Wechsel ins Ausland kam aus Studiengründen für mich nicht infrage. Zudem habe ich lange auf ein neues Angebot aus Bietigheim gehofft“, macht der Chemie-Student keinen Hehl daraus, dass er gern für seinen bisherigen Verein in der Bundesliga aufgelaufen wäre.

Denn Coors traut der SG BBM Bietigheim durchaus zu, in der Beletage des deutschen Handballs zu bestehen: „Die Mannschaft kann es schaffen. Viel kommt auf den Saisonstart an und ob das Team verletzungsfrei bleibt“, meint er. Zudem hält er SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer für einen sehr guten Vertreter seiner Zunft: „Hartmut hat mich in meinem dritten Jahr im Ländle zum Führungsspieler reifen lassen.“

Seine künftige Mannschaft konnte Tim Coors bereits in der Zweitliga-Relegation beobachten. „Springe spielt einen schnellen Ball. Ich kenne ein bis zwei Namen und bin gespannt auf die Vorbereitung“, meint der Rückraumakteur. Nachdem alle sportlichen Zweitliga-Aufsteiger auch die wirtschaftliche Zulassung von der Handball-Bundesliga (HBL) bekommen haben, blieb die Mannschaft von HF-Coach Sven Lakenmacher jedoch drittklassig.

Coors’ Kontrakt beim Club am Deister gilt zunächst für ein Jahr. „Im Falle des Aufstiegs in die zweite Liga kann ich mir auch ein längeres Engagement in Springe vorstellen“, sagt Coors, der außerdem in Hannover sein lange vernachlässigtes Studium forcieren will, um in zwei Jahren seinen Bachelor-Abschluss in der Tasche zu haben.

„Tim ist ein Spieler, der sehr gut ausgebildet ist, eine sehr gute Spielfähigkeit besitzt und auch ein gutes Entscheidungsverhalten an den Tag legt. Er passt damit sehr gut in unser System, das sich durch ein schnelles, temporeiches Spiel auszeichnen soll. Mit ihm sind wir noch variabler“, sagt HF-Manager Dennis Melching.

wz

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