Ex-Coach will mit dem Ahlhorner SV trotzdem in Wildeshausen punkten

Peuker gönnt es dem VfL

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Jörg Peuker

Wildeshausen - Spitzenreiter gegen Schlusslicht: Größer könnten die Unterschiede zwischen den Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen und dem Ahlhorner SV nicht sein. „Die Rollen sind klar verteilt: Wir sind der Favorit. Eine Niederlage oder auch schon ein Unentschieden wären eine Blamage“, sagt Marcel Bragula. „Trotzdem dürfen wir es uns nicht leisten, im Kopf auch nur ein paar Prozent runterzufahren – es gibt im Fußball zig Beispiele, wo Groß gegen Klein verloren hat“, warnt der VfL-Trainer vor dem Derby (Sonntag, 15 Uhr).

Zumal die Partien gegen den Nachbarn „immer knapp“ gewesen seien. Den deutlichen 4:1-Hinspielerfolg wertet Bragula lediglich als „Ausreißer“. Da der ASV seit dem vergangenen Wochenende als erster Absteiger feststeht, können die Gäste im Krandel befreit aufspielen. „Es wäre nur logisch, wenn Jörg Peuker die letzten Saisonspiele nutzt, um seine Mannschaft weiter nach vorne zu bringen – das kriegst du nicht hin, wenn du dich hinten einmauerst“, meint Bragula.

Für seinen Ahlhorner Kollegen ist die Begegnung eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte: In der vergangenen Saison war Peuker zunächst Co-Trainer von Klaus Ebel und nach dessen Rücktritt dann Chefcoach. „Deshalb ist es für mich natürlich ein ganz besonderes Spiel“, sagt der A-Lizenzinhaber. Obwohl sich der 41-jährige Visbeker freut, „die Jungs wiederzusehen“ und ihnen „den Aufstieg von Herzen gönnen würde“, will er nichts unversucht lassen, etwas Zählbares mitzunehmen. „Sonst wäre ich ein schlechter Trainer“, sagt Peuker, der zudem immer noch auf seinen ersten Sieg als ASV-Coach wartet, seitdem er zum Jahreswechsel die Nachfolge von Detlef Blancke und Interimscoach Klaus Ebel angetreten hat.

Allerdings fehlen dem Tabellenletzten in André und Sascha Harmuth (beide Knieprobleme), Christoph Cebulla, Musa Balko, Nico Wegner (alle Adduktorenbeschwerden), Stefan Westermann (Nierenprellung), Fabian Bakenhus (Mittelfußbruch) und Chris von Behren (Urlaub) nicht weniger als sieben Akteure. „Ich glaube, der VfL wird es ruhig angehen lassen und den Druck dann immer weiter erhöhen. Wir wollen versuchen, möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben“, kündigt Peuker an.

Sein Vorgänger beim VfL sei „ein guter Mann“, findet Bragula. Weil die Gegner seiner Mannschaft meistens in der Vorwoche in Ahlhorn antreten müssen, hat er den ASV oft beobachtet: „Jörg Peukers Handschrift ist deutlich erkennbar – er hat die Mannschaft spielerisch weitergebracht.“

Dagegen sah Bragula bei seinen Schützlingen trotz der 70 geschossenen Tore zuletzt Mängel in der Offensive: „Wir spielen uns zu wenig Chancen heraus“, kritisiert der VfL-Coach. Vor allem die Außenstürmer seien „in alte Muster verfallen“: Sie verzetteln sich zu oft in Zweikämpfe fernab des gegnerischen Tores. „Das birgt die Gefahr von Ballverlusten, Kontern und Gegentoren“, erläutert Bragula, der seine Crew am Sonnabend zum Anschwitzen bittet.

Gespannt ist der Übungsleiter, ob Daniel Pasker trainieren und spielen kann – den Abwehrchef plagen mal wieder Knieprobleme. Majues Gebhardt-Bauer (Aufbautraining), Matthias Ruhle und Tim Albus (beide Knieprobleme) fehlen definitiv. Sollte auch Pasker ausfallen, würden Lennart Flege und Jan Gusfeld-Ordemann das Innenverteidiger-Pärchen bilden. Letzterer saß beim 1:0 in Obenstrohe aus taktischen Gründen nur auf der Bank. „Weil Ahlhorn keine so schnellen Stürmer hat, wird Jan auf jeden Fall wieder spielen“, kündigt Bragula an. Auch für Gusfeld-Ordemann ist es eine ganz spezielle Partie: Bevor der blonde Hüne nach einem halbjährigen Intermezzo beim Bremen-Ligisten Habenhauser FV in der Winterpause zum VfL Wildeshausen wechselte, trug er sechseinhalb Jahre das ASV-Trikot. „Wenn angepfiffen wird, ist das vergessen – wir brauchen die drei Punkte“, bekräftigt Jan Gusfeld-Ordemann.

mar

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