Euphoriewelle trägt ASV ins Endspiel

Ahlhorns U 16-Faustballer holen bei DM in Stammheim die Silbermedaille

Deutscher Vizemeister der männlichen U 16: Aydilcan Sello (von links), Philip Kuwert-Behrenz, Ole Kaltenhauser, Hennes Bokeloh, Karl Gehlenborg, Lukas Paschen und Jesko Eiken vom Ahlhorner SV.
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Deutscher Vizemeister der männlichen U 16: Aydilcan Sello (v. l.), Philip Kuwert-Behrenz, Ole Kaltenhauser, Hennes Bokeloh, Karl Gehlenborg, Lukas Paschen und Jesko Eiken vom Ahlhorner SV.

Ahlhorn/Brettorf – Die Vorrunde überstehen und dann mal gucken, was geht – unter dieser Prämisse waren die U 16-Faustballer des Ahlhorner SV zur deutschen Meisterschaft nach Stuttgart-Stammheim gefahren. Und es ging eine Menge: Die Crew des Trainerduos Achim Kuwert-Behrenz und Jan Gißler gewann die Silbermedaille. Überdies wurde Angreifer Ole Kaltenhauser zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Allerdings hatten die Ahlhorner zunächst ein paar Startschwierigkeiten. Ihr Auftaktspiel gegen Niedersachsenmeister TuS Empelde war von Nervosität geprägt. Am Ende stand eine Drei-Satz-Niederlage (13:11, 7:11, 6:11). „Das hat uns dann den ganzen ersten Tag über verfolgt“, meinte Kuwert-Behrenz.

Den folgenden Vergleich mit dem TV Herrnwahlthann gewannen seine Schützlinge souverän mit 11:6, 11:9. Anschließend ging es gegen den TV Unterhaugstett, den mit Abstand stärksten Gruppengegner. „Wir haben gut gegen gehalten“, berichtete der ASV-Coach. Aber trotz eines Zwei-Punkte-Vorsprungs ging der erste Satz mit 11:13 verloren. „Im zweiten Satz haben wir dann kaum noch Gegenwehr geleistet.“ Zum Weiterkommen war somit ein Sieg im letzten Vorrundenspiel gegen den TB Oppau Pflicht. Mit dem 11:9, 11:9 legte der ASV eine Punktlandung hin. „Es war kein schönes Spiel, aber trotzdem war der Sieg nicht gefährdet“, erklärte Kuwert-Behrenz.

Als Gruppendritter mussten die Ahlhorner ins Qualifikationsspiel. Dort wartete ihr Landkreisrivale TV Brettorf, den sie erst zwei Wochen zuvor im Finale der norddeutschen Meisterschaft in zwei Sätzen bezwungen hatten. Diesmal ging es über die volle Distanz. Mit seinen variabel geschlagenen Angaben machte Brettorfs Angreifer Lewin Mathieu dem ASV das Leben schwer. Doch nach einem mitreißenden Match hatten die Ahlhorner erneut die Nase vorn (15:14, 7:11, 13:11). „Es hätte auch anders ausgehen können, aber wir hatten das Quäntchen Glück auf unserer Seite“, bekannte Kuwert-Behrenz.

Den Motivationsschub nahmen die Ahlhorner mit ins Halbfinale, wo es zum erneuten Aufeinandertreffen mit dem TV Unterhaugstett kam. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. „Das war richtig toller Faustball auf ganz hohem Niveau. Bei uns passte alles zusammen“, schwärmte Kuwert-Behrenz nach dem 11:13, 11:9, 11:8.

Die Euphorie, die den ASV bis ins Endspiel getragen hatte, wich dann erneut der Nervosität. Die Ahlhorner hatten Mühe ihren Rhythmus zu finden – das nutzte Finalgegner TV Waibstadt geschickt aus und schnappte sich durch das 11:8, 11:8 verdientermaßen den Titel. „Trotzdem war das eine supertolle DM! Ich bin sehr zufrieden mit dem Team – das lässt hoffen für die Zukunft“, zog Kuwert-Behrenz ein positives Fazit.

Die Brettorfer verloren nach dem Aus in der Qualifikation auch das Spiel um Platz fünf. Mit 9:11, 7:11 mussten sich die Mannen von Trainer Pascal Osterheider dem TuS Empelde geschlagen geben. Die Vorrunde hatten sie als Zweiter hinter dem souveränen Gruppensieger TV Waibstadt beendet. Nach Niederlagen gegen Waibstadt (11:8, 10:12, 4:11) und den VfK 01 Berlin (11:7, 14:15, 7:11) sowie Siegen gegen den TV Stammheim (11:8, 13:15, 11:6) und den SV Kubschütz (11:9, 9:11, 11:9) landete der TVB (+1) aufgrund des besseren Ballverhältnisses in der sehr ausgeglichenen Gruppe vor den punktgleichen Teams aus Stammheim (-4) und Berlin (-6).

ASV-Mädchen verzichten auf DM-Start

Gerne hätten auch die U 16-Faustballerinnen des Ahlhorner SV bei der Vergabe der DM-Medaillen ein Wörtchen mitgeredet. Der norddeutsche Meister zählte durchaus zum erweiterten Favoritenkreis. Doch wegen eines Coronafalls in der Mannschaft verzichtete das Team der Trainerinnen Edda Meiners und Bianca Nadermann vorsichtshalber darauf, in Wangersen zu starten. In Abwesenheit des ASV nutzte der MTV Wangersen seinen Heimvorteil und holte sich durch das 2:1 (7:11, 11:4, 11:7) im Finale über den TV Vaihingen/Enz den DM-Titel. Dritter wurde der TV Stammbach.

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