Erstligist TSV Hannover-Burgdorf bezwingt HSG Delmenhorst im Test mit 43:25

Dräger trifft gegen seine alten Kumpels sechs Mal

+
Maurice Dräger (r.) sucht den Kontakt zu seinem alten Kumpel Marcian Markowski.

Delmenhorst - Stippvisite in der alten Heimat: Der Harpstedter Maurice Dräger gastierte mit dem Handball-Erstligisten TSV Hannover-Burgdorf für ein Testspiel beim Oberliga-Aufsteiger HSG Delmenhorst. Obwohl sein Team mit 43:25 (24:13) gewann, war der neue TSV-Trainer Jens Bürkle mit dem Auftritt seiner Mannschaft gar nicht zufrieden.

„Wir waren in der Abwehr nicht präsent genug und hatten im Spiel nach vorne zu viele technische Fehler“, erklärte Bürkle. Allerdings fehlten ihm in Neuzugang Morten Olsen und Nationalspieler Sven-Sören Christophersen zwei wichtige Stützen. Auch Drägers Zwillingsbruder Yannick war nicht mit von der Partie: Der 21-Jährige weilt zurzeit mit der Junioren-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Brasilien (siehe Bericht rechts).

Die HSG spielte vor rund 400 Zuschauern von Anfang an munter mit. Dräger, der zunächst auf der Bank Platz nahm, sah, wie die Gastgeber durch Stefan Timmermann sogar mit 1:0 (2.) in Führung gingen. Doch schon beim 8:2 (9.) durch Torge Johannsen war deutlich, welchen Verlauf die Partie nehmen sollte. In der Folgezeit zauberte der Bundesligist zur Begeisterung der Zuschauer mehrfach: So verwandelte Csaba Szücs beispielsweise einen Dreifach-Kempa-Trick, und auch Johannsen drehte einen Kempa ins HSG-Tor.

Aber die HSG Delmenhorst ließ sich von der Show der „Recken“ nicht beeindrucken und kam vor allem in der Endphase der ersten Halbzeit immer wieder zu Toren. Da war inzwischen auch Dräger auf dem Feld. Der Halblinke erzielte in dieser Phase drei seiner sechs Treffer aus dem Rückraum. Dräger war damit zweitbester Werfer des Bundesligisten. Zur Pause lag der Favorit mit 24:13 in Front.

TSV-Trainer Bürkle hielt seinen Schützlingen dennoch eine Kabinenpredigt. Doch wirklich verbessert präsentierten sich die Hannoveraner in der zweiten Halbzeit nicht. Besonders in der Abwehr. Zwar stellte Bürkle seine Deckung auf eine 3:2:1-Formation um, um die Hausherren auf Distanz zu halten. Dafür war jetzt viel Platz für die HSG-Kreisläufer: Marcian Markowski, Dominik Ludwig und Christopher Hartwig nutzten nun ihre Chancen und erzielten zusammen acht Tore.

In der überaus fairen Partie musste das Schiedsrichtergespann Volkmar Hustedt/Heiko Bujalla (TSV Daverden/TV Oyten) nur eine Zeitstrafe verhängen. Mit dem 25:43-Endergebnis war zumindest Andre Haake zufrieden. „Wir sind unter 50 Gegentoren geblieben und haben mehr als 20 Tore erzielt“, bilanzierte der HSG-Trainer.

Für Maurice Dräger war das Spiel durchaus etwas Besonderes. „Ich durfte in der alten Heimat gegen meine Kumpels Frederik Oetken und Marcian Markowski spielen“, meinte er. Allerdings dürften der 2,05-Meter-Hüne und sein Bruder Yannick beim Bundesligisten auch in der kommenden Saison nicht über den Status von Ergänzungsspielern hinauskommen. „Die beiden sind hoffnungsvolle Talente, trainieren aber aufgrund ihrer beruflichen Belastung zu wenig“, meinte Bürkle.

wz

Das könnte Sie auch interessieren

Neues von Thomas Cook: Fokus auf Familien und höhere Preise

Neues von Thomas Cook: Fokus auf Familien und höhere Preise

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Grusellabyrinth und Horror-Fest: Halloween in Deutschland

Wie werde ich Winzer/in?

Wie werde ich Winzer/in?

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Zu Tisch! - Große Tafeln brauchen Raum zum Wirken

Meistgelesene Artikel

Kurzzeitiger Kontrollverlust

Kurzzeitiger Kontrollverlust

2:1! Janowsky und Fortmann treffen bei Harpstedts Coup

2:1! Janowsky und Fortmann treffen bei Harpstedts Coup

Bragula stellt die Alarmanlage scharf

Bragula stellt die Alarmanlage scharf

Kurzzeitiger Kontrollverlust beim VfL

Kurzzeitiger Kontrollverlust beim VfL

Kommentare