Faustball

Erste Männer-DM ohne Landkreis-Beteiligung seit 2007?

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Fehlt in Berlin, ist aber gegen Ahlhorn dabei: Brettorfs Abwehrspieler Moritz Cording.

Brettorf/Ahlhorn – Seit einer gefühlten Ewigkeit zählen die Faustballer des TV Brettorf und des Ahlhorner SV bei deutschen Meisterschaften zu den Stammgästen. Doch so wie es aussieht, bleibt beiden Lokalrivalen bei der diesjährigen DM-Endrunde am 31. August und 1. September in Kellinghusen nur die Zuschauerrolle. Das gab es zuletzt vor zwölf Jahren, wie Ulrich Meiners, der Präsident der Deutschen Faustball-Liga (DFBL), beim Blick in seine Chronik festgestellt hat: 2007 in Hamm ging letztmals eine Männer-DM ohne Beteiligung aus dem Landkreis Oldenburg über die Bühne.

Ausrichter VfL Kellinghusen hat selbst im Falle des Abstiegs in die zweite Liga seinen DM-Startplatz sicher. Auch dem VfK 01 Berlin ist die Qualifikation nicht mehr zu nehmen. Selbst dann nicht, wenn der noch ungeschlagene Spitzenreiter seine beiden verbleibenden Heimspiele gegen den TV Brettorf (Sonnabend, 15 Uhr) und den TSV Hagen 1860 (Sonntag, 14 Uhr) verlieren sollte. Die besten Aussichten auf das letzte noch freie Ticket in der Nordstaffel haben die Hagener. Der Tabellenzweite empfängt am Sonnabend, 15 Uhr, den viertplatzierten Ahlhorner SV, der zudem am Sonntag, 14 Uhr, in Brettorf antreten muss. Der ASV ist selbst bei zwei Siegen aus dem Rennen.

Die Ausgangslage ist klar. „Wir müssen Berlin und Ahlhorn schlagen, und Hagen muss seine beiden Spiele verlieren – sonst haben wir keine Chance“, sagt Brettorfs Trainer Klaus Tabke. Zwar hat Konkurrent Hagen nur zwei Pluspunkte mehr auf dem Konto, dafür aber das um 16 Durchgänge bessere Satzverhältnis als Brettorf.

Dass die Berliner angesichts der sicheren DM-Qualifikation die Zügel schleifen lassen könnten, glaubt Tabke nicht. Vielmehr rechnet er sogar damit, dass die Mannen um Weltmeister Lukas Schubert die Partie als Generalprobe für den Europapokal am darauffolgenden Wochenende betrachten und extra Gas geben. „Wir werden trotzdem versuchen, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Und wenn sich die Chance ergibt, wollen wir zupacken – mal sehen, wie sich das Spiel entwickelt“, sagt Tabke. Allerdings fehlen ihm in Angreifer Vincent Neu und Abwehrspieler Moritz Cording (beide beruflich eingespannt) in der Hauptstadt zwei wichtige personelle Alternativen.

Zumindest Cording steht dem Tabellendritten für die abschließende Begegnung mit dem Ahlhorner SV wieder zur Verfügung. „Ein Derby will man immer gewinnen!“, betont Tabke. Allerdings wäre es ihm gar nicht so lieb, sollte der ASV – wie von Spielertrainer Tim Albrecht angekündigt – ohne den am Knie verletzten Christoph Johannes und stattdessen mit Jan Hermes am Schlag antreten. „Das macht es schwieriger für uns. Bei Christoph wissen wir genau, wie wir uns verhalten müssen. Wenn er nicht dabei ist, wächst für uns außerdem der Druck, gewinnen zu müssen.“

Der Stressfaktor würde noch größer, sollten ausgerechnet die Ahlhorner zuvor mit einem Sieg über Hagen ihrem Erzrivalen Schützenhilfe leisten. Allerdings muss der ASV im Westfälischen neben Johannes auch auf den beruflich verhinderten Paul Barklage verzichten.

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