Angreifer und Torhüter verlassen Fußball-Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst

Erst Velkov, nun Osei und Seemann

Will spielen: Für Torhüter Malte Seemann waren die Chancen auf Einsatzzeit beim Fußball-Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst eher gering.
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Will spielen: Für Torhüter Malte Seemann waren die Chancen auf Einsatzzeit beim Fußball-Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst eher gering.

Delmenhorst – Im Kader des Fußball-Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst ist Bewegung. Bereits Anfang Dezember hatte sich Innenverteidiger Kostadin Velkov (31) aus familiären Gründen beim Aufsteiger verabschiedet, um in seine bulgarische Heimat zurückzukehren (wir berichteten). Nun haben in Torwart Malte Seemann (26) und Angreifer Marvin Osei (30) zwei weitere Akteure ihre Verträge beim Tabellenschlusslicht der Südstaffel aufgelöst.

Seemanns Ausstieg dürfte die Reaktion auf die Verpflichtung von Rico Sygo (24) kurz vor Weihnachten gewesen sein. Sygo war vom österreichischen Zweitligisten Austria Klagenfurt zu den Blau-Gelben gewechselt und neben Seemann, Florian Urbainski (31) und Niklas Göretzlehner (21) der vierte Keeper im Atlas-Aufgebot. Seemann hatte in der aktuell unterbrochenen Saison nur einen von sieben möglichen Regionalliga-Einsätzen bestritten (2:3 beim VfV Borussia 06 Hildesheim). Seine Chancen auf Spielzeit dürften sich durch Sygos Unterschrift nicht verbessert haben. Deshalb sucht der Schlussmann, der 2019 vom Bremer SV gekommen war, nun eine neue sportliche Herausforderung.

„Wir haben im September schon über seine Situation gesprochen und weitere Gespräche auf den Winter vertagt. Wir waren vorbereitet auf diese Situation, da Malte nicht zufrieden ist. Er möchte auf dem Feld stehen und seiner Entscheidung möchten wir nicht im Weg stehen“, sagte der sportliche Leiter Bastian Fuhrken in einer Vereinsmitteilung. Seemann habe mit seinen Paraden „einen entscheidenden Anteil am Aufstieg in die Regionalliga“ gehabt. Auch wenn die Trennung nachvollziehbar erscheint: „Für beide Seiten ist die Vertragsauflösung keine leichte Entscheidung. Malte hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt. Malte ist ein feiner Typ, und der Verein wünscht ihm für seinen weiteren Weg alles Gute“, sagte Fuhrken.

„Ich werde die Rückrunde der Regionalliga Nord beobachten und der Mannschaft die Daumen drücken, dass sie auch in der kommenden Saison in dieser Liga spielt. Verdient hat sie es! Ich werde Atlas immer in guter Erinnerung behalten“, meinte Seemann zum Abschied.

Zuvor hatte bereits Publikumsliebling Marvin Osei seine Zelte in Düsternort abgebrochen. Osei, bekannt als Stimmungskanone im Team, war über den Jahreswechsel an die Verantwortlichen heran getreten und habe laut Vereinsmitteilung „aus rein persönlichen Gründen“ um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Sportchef Fuhrken kam dem Wunsch des 30-jährigen Angreifers schweren Herzens nach: „Wenn ein Delmenhorster Junge die Mannschaft verlässt, dann tut es besonders weh. Es ist eins unserer Ziele, die besten Delmenhorster beim SV Atlas spielen zu sehen. Marvin weiß, dass für ihn immer die Tür offen steht.“

Auch Osei, der seit seinem Wechsel vom Oberligisten VfL Oldenburg im Jahr 2018 43 Punktspieleinsätze für Atlas bestritt und dabei fünf Treffer erzielte, hat mit dem Kapitel noch nicht komplett abgeschlossen. Allerdings sei der Weg nun „erst einmal zu Ende“, auch wenn ihm der Verein sehr viel bedeute. Vor allem das „Jahrhundertspiel“ in der ersten DFB-Pokalrunde 2019 gegen Werder Bremen im ausverkauften Weserstadion wird ihm in Erinnerung bleiben. Beim 1:6 hatte Osei zusammen mit Oliver Rauh das zwischenzeitliche 1:2 durch Tom Schmidt vorbereitet.

Vor allem Oseis „Persönlichkeit wird uns im Team sehr fehlen“, sagte Fuhrken, der trotz Spielpause und Coronapandemie durchgängig mit der Kaderplanung beschäftigt ist.  mar

Marvin Osei

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