Erst Pokal, dann Pause

A-Junioren Noah Richter und Chris Löwe verstärken VfL Wildeshausen im Zweitrundenspiel bei SFN Vechta

Marius Krumland vom VfL Wildeshausen spielt den Ball aus der Gefahrenzone.
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Schmerz lass nach: VfL-Kapitän Marius Krumland plagt sich mit einer schweren Fußprellung herum.

Wildeshausen – So schnell trifft man sich wieder: Erst am 10. Juli standen sich Fußball-Bezirksligist SFN Vechta und Landesligist VfL Wildeshausen in einem Testkick gegenüber. An diesem Mittwoch treffen beide Teams erneut aufeinander, nun allerdings in einem Pflichtspiel. Es geht um den Einzug in die dritten Bezirkspokalrunde. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Austragungsort ist das Vechtaer Reiterwaldstadion, das im Gegensatz zum Hauptplatz am Bergkeller mit einer Flutlichtanlage ausgestattet ist. „Eine Riesenschüssel! Das ist für mich Fußballromantik pur“, freut sich VfL-Coach Marcel Bragula auf den Trip in die benachbarte Kreisstadt.

Vor gut sechs Wochen hatten sich die Krandel-Kicker bei den Sportfreunden Niedersachsen mit 2:1 durchgesetzt. Die Wildeshauser Treffer erzielten Michael Eberle und Timo Goldner. Für Letzteren ist die Saison wegen einer schweren Knieverletzung gelaufen. Dafür ist Eberle nach auskuriertem Infekt inzwischen wieder fit und trug sich beim 3:2-Punktspielsieg in Firrel prompt in die Torschützenliste ein.

Mit sechs Punkten aus drei Partien ist der VfL formidabel gestartet. Eine Spielklasse tiefer stehen für SFN Vechta trotz des schweren Auftaktprogramms nach drei Begegnungen sogar sieben Zähler zu Buche. „SFN ist schon ein ambitionierter Bezirksligist. Die haben nicht umsonst Leute wie Lars Scholz geholt“, erläutert Bragula. Offensivmann Scholz, der schon für den VfB Oldenburg in der Regionalliga und den SV Atlas Delmenhorst in der Oberliga auflief, war im vergangenen Sommer vom BV Essen nach Vechta gewechselt. SFN-Coach David Riesner funktionierte den gebürtigen Wildeshauser zum Sechser um und machte ihn zum „Häuptling auf dem Platz“.

Großen Respekt hat Bragula auch vor dem landesligaerfahrenen Innenverteidiger Philipp Ihnken (23/zuletzt BV Essen) und Flemming Sager (28). Der 1,96 Meter lange Mittelstürmer erzielte für den ESC Geestemünde, den Bremer SV und die Leher TS in insgesamt 91 Bremen-Liga-Spielen 21 Treffer. Hinzu kommen noch 28 Landesliga-Einsätze, in denen Sager 30-mal netzte.

„SFN spielt typischen Riesner-Fußball“, findet Bragula. Soll heißen: Vechta agiert mit aggressivem Pressing und sucht dann mit Volldampf den Weg zum Tor. „Außerdem ist die Mannschaft fit“, ergänzt Bragula. Er schätzt Riesner als „guten Trainerkollegen“. Der 35-Jährige arbeitet seit 2020 in Vechta. Zuvor stand er beim TuS BW Lohne und TV Dinklage in der Landesliga an der Seitenlinie.

Dass mit den Gastgebern zu rechnen ist, zeigten sie bereits in der ersten Bezirkspokalrunde, als sie den Landesligisten SV Falke Steinfeld mit 2:0 aus dem Wettbewerb beförderten. Die Wildeshauser, die sich mit 3:1 beim Bezirksligisten TuS Frisia Goldenstedt behauptet hatten, sollten also gewarnt sein.

Nach dem Firrel-Spiel hat sich die Zahl der einsatzfähigen Akteure bei den Gästen noch weiter reduziert. Angreifer Lucas Abel (Oberschenkelverletzung) und Außenverteidiger Kevin Radke (Adduktorenprobleme) verlängern die ohnehin schon beachtliche Ausfallliste zusätzlich. Ob Kapitän Marius Krumland, der in Firrel eine schwere Fußprellung davongetragen hatte, mitwirken kann, entscheidet sich möglicherweise erst beim Aufwärmen. Sollte der Abwehrchef grünes Licht geben, stünden Bragula zwölf Akteure aus seinem Kader zur Verfügung. Eventuell wird Ole Lehmkuhl, der zuletzt an einer Leistenzerrung laborierte, auf der Bank Platz nehmen. „Aber damit tue ich mich schwer, weil Ole überhaupt nicht trainiert hat“, sagt Bragula.

Am Montagabend übte das Landesliga-Team gemeinsam mit den Wildeshauser A-Junioren. Aus dem Nachwuchs werden auf jeden Fall Stürmer Noah Richter und Defensivmann Chris Löwe mit nach Vechta fahren. Weitere Anleihen sind nicht ausgeschlossen.

Nach der Pokalaufgabe hat der VfL Wildeshausen erst einmal elf Tage Zeit zum Durchschnaufen, ehe am Sonntag, 5. September, 15 Uhr, die Landesliga-Begegnung beim WSC Frisia Wilhelmshaven ansteht. „Alle lechzen nach dem freien Wochenende“, unterstreicht Bragula. Ob er seiner Crew komplett fußballfrei gibt oder aktive Erholung ansetzt, ist noch offen. „Aber wir werden auf jeden Fall runterfahren“, kündigt er an.

In Runde drei wartet Amasyaspor Lohne

Abgeschenkt wird nicht! Trotz aller Personalprobleme will Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen die Pokalpartie beim Bezirksligisten SFN Vechta seriös angehen und weiterkommen. „Vielleicht haben wir dann mal Losglück. Ein Heimspiel gegen den VfL Oythe wäre schick“, sagt Marcel Bragula. Doch diesbezüglich wird der Wildeshauser Coach enttäuscht. Schon jetzt steht fest, dass der Sieger der Zweitrundenbegegnung am Mittwoch, 8. September, 18.30 Uhr, in der dritten Runde des Wettbewerbs auf den Bezirksligisten Amasyaspor Lohne trifft. Als klassenhöhere Mannschaft müssten die Krandel-Kicker erneut auswärts antreten.

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