Endlich wieder ein Heimspiel!

VfL Wildeshausen freut sich trotz aller Personalsorgen auf die Landesliga-Partie gegen Germania Leer

Mit der rechten Hand am Kinn blickt Wildeshausens Trainer Marcel Bragula auf das Spielfeld.
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Wer ist fit und kann auflaufen? Seit Tagen ist Trainer Marcel Bragula damit beschäftigt den Kader für das Heimspiel gegen Germania Leer zusammenzustellen.

Wildeshausen – So gut es für den VfL Wildeshausen mit drei Siegen am Stück zuletzt auswärts lief – zuhause ist es doch am schönsten! Fünf Wochen nach dem 0:2 gegen den SC BW Papenburg darf der Fußball-Landesligist an diesem Sonntag, 15 Uhr, gegen den VfL Germania Leer endlich wieder vor eigenem Publikum ran. „Die Vorfreude ist groß, und ich glaube, dass der Krandel gut besucht sein wird“, sagt Wildeshausens Trainer Marcel Bragula.

Doch so sehr er den Anpfiff im heimischen Stadion herbeisehnt, so groß sind auch die Sorgenfalten auf seiner Stirn. Denn die Personalprobleme, die die Krandel-Kicker, schon seit Wochen begleiten, werden einfach nicht weniger. Im Gegenteil. So fällt nun auch noch Marius Krumland aus. Der Kapitän und Abwehrchef hatte sich beim 2:1 in Wilhelmshaven verletzt und dürfte nach Bragulas Einschätzung „drei bis vier Wochen“ fehlen. Christoph Stolle hat Schmerzen im Leistenbereich. Und Jan Stubbmann, der ebenfalls im Jadestadion ausgewechselt werden musste, brach das Training am Donnerstag wegen Kniebeschwerden ab.

Bereits bei der Einheit am Dienstag war Keeper Janne Ole Kay mit dem Fuß umgeknickt. „Der Knöchel ist dick, aber Janne muss am Sonntag auf die Bank“, sagt Bragula. Denn Torwarttrainer David Lohmann wird diesmal nicht dabei sein. Kay dürfte dann neben René Tramitzke und Alexander Kupka Platz nehmen. Für Robin Ramke reicht es eher nicht. Ganz sicher fallen Kevin Radke, Fynn Theuser, Daniel Wollenberg, Timo Goldner und Ole Lehmkuhl aus.

Deshalb hing Bragula in den vergangenen Tagen immer wieder am Telefon, „um einen kompletten Kader zusammenzustellen“ – auch eine Möglichkeit, seinen Urlaub zu verbringen. Aber jammern will der 47-Jährige trotzdem nicht. „Die Situation ist sehr komplex. Wir können sie nicht beeinflussen und müssen irgendwie da durch“, betont Bragula.

Mit neun Punkten aus den ersten vier Partien und Tabellenplatz zwei haben sich die Wildeshauser eine recht komfortable Ausgangslage erarbeitet. Im Gegensatz zu den Gästen aus Ostfriesland. Nach dem Aus im Bezirkspokal beim Bezirksligisten SV Großefehn (4:5 nach Elfmeterschießen) setzten die „Germanen“ nacheinander auch die Punktspiele gegen Hansa Friesoythe (1:2), beim SV Bevern (2:4), gegen Sparta Werlte (2:4) und bei BW Papenburg (1:3) in den Sand. Erst am vergangenen Sonntag stoppte der Staffelvorletzte seinen Negativlauf durch das 4:1 über TuRa 07 Westrhauderfehn. Dabei hatte die Crew des Trainergespanns Christian Rosendahl/Thorben Dirks zunächst erneut in Rückstand gelegen.

Doch vom Tabellenstand und den Ergebnissen will sich Bragula nicht täuschen lassen. „Patrick Meyer und ich haben Germania beobachtet. Das ist die jüngste Mannschaft der Liga. Alle Spieler sind topfit und verfügen über ein gutes Tempo. Außerdem spielen sie mit sehr viel Leidenschaft“, weiß der B-Lizenzinhaber zu berichten. Dreh- und Angelpunkt im Leeraner Spiel ist Lukas-Eltjo Koets. „Er gehört zu den Topspielern der Landesliga“, unterstreicht Bragula. Mit bislang drei Saisontreffern ist der Germania-Kapitän bester Schütze seines Teams. Zudem warnt Bragula vor der Kopfballstärke des 1,91 Meter langen „Bullen“ Arlind Jonjic.

Kurze Halbwertszeit

Ein bisschen kurios war es schon: Michael Zuidema galt als das Gesicht des VfL Germania Leer. Erst im Januar hatte er seinen Trainervertrag beim Fußball-Landesligisten verlängert, und zwar gleich um drei (!) Jahre. Doch bereits im Mai bat der Coach aus persönlichen Gründen um Auflösung des frisch ausgehandelten Kontraktes. Inzwischen bilden Christian Rosendahl und der bisherige „Co“ Thorben Dirks das Trainergespann der „Germanen“. Der Moormerländer Rosendahl war bis zu seinem Abschied im Februar acht Spielzeiten beim SV Warsingsfehn als Übungsleiter tätig, stieg mit der Mannschaft aus der Ostfrieslandklasse B in die A-Klasse auf, wo er sie im Mittelfeld etablierte.

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