Endlich kein Bollwerk – Atlas-Trainer freut sich auf temporeiches Spitzenspiel

Jürgen Hahn: „Ich will keine Eishockey-Ergebnisse“

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Trainer Jürgen Hahn empfängt am Samstag mit seinem Team den VfL Wildeshausen zum Bezirksliga-Spitzenspiel. Sein Ziel ist klar: Die Heim-Weste mit sieben Siegen soll weiß bleiben.

Delmenhorst - Von Daniel Wiechert. Die Spielansetzer der Fußball-Bezirksliga haben ein goldenes Händchen beweisen. Ausgerechnet am letzten Hinrundenspieltag kommt es am Samstag (14 Uhr) zum ultimativen Clash: Spitzenreiter Atlas Delmenhorst empfängt den zweitplatzierten VfL Wildeshausen. Wir sprachen mit Atlas-Trainer Jürgen Hahn über die Gründe für die extreme Heimstärke seines Teams, warum eine Defensive Meisterschaften gewinnt und von welchen Wildeshauser Spielern der 43-jährige Coach besonders angetan ist.

Herr Hahn, Samstag kommt es zum Kracher gegen den VfL Wildeshausen. Sie dürfen zu Hause antreten. Ein großer Vorteil? Schließlich haben Sie in der bisherigen Saison alle Spiele vor eigener Kulisse gewonnen.

Jürgen Hahn: Natürlich haben wir in unserem Stadion eine gewisse Stärke. Zum einen kennen wir die Platzverhältnisse genau. Zum anderen haben wir kein Problem damit, vor großer Kulisse zu spielen. Schließlich kommen immer mindestens 400 bis 500 Zuschauer – bei Spitzenspielen liegt die Zahl oft sogar im vierstelligen Bereich. Das ist für die Bezirksliga schon ziemlich ungewöhnlich – und wir können damit eben sehr gut umgehen.

Der Zuschauerzuspruch ist kein Wunder. Schließlich steht ihr Team als Aufsteiger schon wieder oben. Hätten Sie sich diese Entwicklung vorstellen können?

Hahn: Man kann nie davon ausgehen, dass es so rasant geht. Während einer Entwicklung gibt es eigentlich immer wieder Phasen, in denen es auch mal nicht so läuft. Aber bei uns geht es jetzt seit anderthalb Jahren immer nur vorwärts.

Woran liegt das?

Hahn: Wir trainieren unheimlich viel im taktischen Bereich. Und diese Dinge setzt mein Team sehr gut in die Tat um. Hinzukommt, dass wir immer geduldig bleiben – selbst wenn wir mal im Rückstand liegen.

Sie sprachen die taktischen Elemente an. Bereitet man sich auf ein Spitzenspiel anders vor?

Hahn: Nein, wir nehmen jeden Gegner ernst, indem wir immer die Stärken und Schwächen aller Ligakonkurrenten analysieren. Mit diesem Wissen bereiten wir uns dann unter der Woche auf das jeweilige Spiel vor.

Und was für ein Spiel wartet am Wochenende auf Ihr Team?

Hahn: Meistens ist es ja so, dass wir gegen ein Bollwerk anrennen müssen. Das wird dieses Mal anders sein. Wildeshausen ist ein Team, das selbst Tore machen will. Das wird ein Fußballspiel, wie es sein sollte. Und darauf freue ich mich.

Wildeshausen hat bisher die beste Offensive der Liga, Ihr Team die beste Abwehr. Es gibt den Spruch: „Die Defensive gewinnt Meisterschaften.“ Ist da Ihrer Meinung nach etwas dran?

Hahn: Ja, die Defensive hat für mich Priorität. Ich habe schon in der vergangenen Kreisliga-Saison immer in der Kabine gesagt, dass es mir erst einmal wichtig ist, dass wir stabil stehen. Ich will keine Eishockey-Ergebnisse. Deshalb ist mir ein 3:0 lieber als ein 5:2. Und diesen Trend aus der vergangenen Saison konnten wir bisher bestätigen.

Spinnen wir mal etwas herum: Wenn Sie sich einen Wildeshauser Spieler herauspicken könnten, der bei Ihnen spielt: Wer wäre das?

Hahn: Ich finde die beiden VfL-Außenspieler, Maximilian Seidel und Janek Jacobs, ziemlich gut. Vor allem auch deshalb, weil wir auf diesen Positionen eine große Rotation haben. Da haben wir unsere Wunschlösung noch nicht gefunden.

Was zeichnet das Team von Marcel Bragula noch aus?

Hahn: Zunächst haben sie einen sehr guten Teamgeist. Dazu sind sie seit Jahren eingespielt. Denn Klaus Ebel hat dort in den vergangenen Jahren einen ganz tollen Job gemacht. Und jetzt haben sie in Person von Ole Lehmkuhl noch eine Option mehr dazubekommen.

Zurück zu Ihrer Mannschaft. Dominik Entelmann und Musa Karli haben gemeinsam 25 von 35 Treffern erzielt. Gibt es dort eine gewisse Abhängigkeit?

Hahn: Das sind zwei exzellente Spieler, die eine große Torgefahr ausstrahlen. Aber es ist normal, dass anteilmäßig die Offensivspieler immer mehr Tore haben. Eine Abhängigkeit kann ich daher nicht ausmachen. Wir haben auch andere Spieler, die treffen können. Und hoffentlich beweisen sie es am Samstag...

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