Beim Ahlhorner SV kicken drei Brüder und zwei Cousins des Dötlinger Angreifers

„Emotionales Spiel“ für Enis Stublla

Heiß aufs „Familienduell“ in Ahlhorn: Dötlingens Angreifer Enis Stublla (r.). Foto: Marquart

Dötlingen – Die Platzverhältnisse und die Wetterprognosen lassen für die Partie zwischen den Fußball-Kreisligisten Ahlhorner SV und TV Dötlingen (Sonnabend, 15 Uhr) nichts Gutes erahnen. „Ich hoffe trotzdem, dass das Spiel stattfindet“, sagt Enis Stublla. Dötlingens Angreifer ist extrem heiß auf die Begegnung. Die Vorfreude des 34-Jährigen ist nur zu verständlich. Schließlich gehören neben seinen drei jüngeren Brüdern Mirsad (31), Liridon (26) und Shqipron (21) auch seine Cousins Dekurim (27) und Valdrin (26) zum Ahlhorner Aufgebot. „Das wird ein sehr emotionales Spiel, und ich werde alles dafür tun, dass wir als Sieger vom Platz gehen“, sagt Enis Stublla.

Es gibt da diesen Traum innerhalb der Familie, dass alle vier Stublla-Brüder bei einem Pflichtspiel gemeinsam auf dem Feld stehen – und sei es in verschiedenen Teams. Doch dazu wird es an diesem Wochenende nicht kommen. Mirsad fällt wegen einer Knochenabsplitterung im Sprunggelenk aus. Ein Totalschaden im Knie zwingt Liridon zum Zusehen. Außerdem ist Valdrins Einsatz nach einem Muskelfaserriss mehr als ungewiss. Somit wird der Name Stublla wahrscheinlich nur dreimal auf dem Spielbericht auftauchen.

Sollte Schiedsrichterin Mona Böhm (SF Wüsting-Altmoorhausen) die Partie wie geplant anpfeifen, hätte Enis Stublla seinen Platz in der Dötlinger Startelf sicher. „Enis ist ein ganz wichtiger Spieler. Er gibt immer alles, ist sehr erfahren und macht die Bälle gut fest“, erläutert Trainer Joachim Puchler. Diese Qualitäten wiegen sogar Stubllas eher ausbaufähige Torquote (zehn Einsätze, ein Treffer) auf. „Enis hat nie Motivationsprobleme. Er muss aber aufpassen, dass er gegen den ASV nicht überdreht“, weiß Puchler um die besondere Konstellation. Auch für seinen Abwehrchef Bartosz Drozdowski, der in der vergangenen Saison noch das Ahlhorner Trikot trug, wird das Spiel speziell. „Ob Bartosz dabei ist, entscheidet sich kurzfristig. Aber ich glaube nicht, dass er sich das nehmen lässt“, meint Puchler.

Den umgekehrten Weg gingen im Sommer Valdrin und Shqipron Stublla, die bis dahin beim TV Dötlingen kickten. Selbstverständlich reizte es Enis Stublla, seine Verwandten nach Ahlhorn zu begleiten. „Der Zeitaufwand wäre mir aber zu groß geworden“, erklärt der zweifache Vater, der mit seiner Familie in Wildeshausen wohnt und in der Warenausgabe eines Aschenstedter Baustoffhandels arbeitet. Allerdings hätte er es beim Tabellenzweiten auch schwer gehabt, in der mit Stefan Rupprecht (13 Saisontreffer), Bassel Ibrahim (9), Viet Duc Tommy Duong (7) und Shqipron Stublla (6) vorzüglich besetzten ASV-Offensive Spielanteile zu bekommen. Stattdessen bestreitet der 2016 vom SV Mörsen-Scharrendorf gekommene Enis Stublla nun seine vierte Saison in Dötlingen.

„Im Spiel kenne ich keine Verwandten. Sobald angepfiffen ist, zählt für mich nur der TV Dötlingen“, kündigt Enis Stublla an. Trotzdem könnte er es sich „nicht verzeihen, wenn ich einen Bruder oder Cousin im Zweikampf verletzen würde“. Familienintern wurde der Ball vor der Partie flach gehalten. „In unserer WhatsApp-Gruppe herrscht tote Hose. Dafür wird mit unseren Ahlhorner Freunden fleißig geschrieben“, berichtet Enis Stubbla. Am Ende ist es nur ein Fußballspiel. „Der Bessere soll gewinnen – und ich hoffe, dass das der TV Dötlingen ist“, wünscht sich Enis Stublla.  mar

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