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Faustball-EM steigt ohne Hauke Spille und Tim Albrecht

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Von: Sven Marquart

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Nationalspieler Hauke Spille hechtet nach dem Ball.
Nicht im deutschen EM-Aufgebot: Der Brettorfer Hauke Spille hat auf der Mittelposition starke Konkurrenz. © Uwe Spille

Brettorf/Ahlhorn – 21 Kandidaten hatte Olaf Neuenfeld eingeladen. Am Ende des fünftägigen Lehrgangs waren schließlich zehn Akteure übrig geblieben, die der Faustball-Bundestrainer für die Europameisterschaft vom 10. bis 12. Juni im italienischen Kaltern nominierte. Beim Unternehmen Titelverteidigung verzichtet der Nationalcoach auf Kräfte aus dem Landkreis Oldenburg: Weder Hauke Spille vom TV Brettorf noch Tim Albrecht vom Ahlhorner SV schafften es ins Aufgebot.

„Man gibt natürlich immer sein Bestes und hofft, dass es reicht. Aber ich kann damit umgehen“, sagte Spille über seine Nichtberücksichtigung. „Außerdem bin ich noch jung“, meinte der 23-Jährige, der erst im Oktober beim Nations Cup seine ersten A-Länderspiele bestritten hatte.

EM-Kader

Angriff: Patrick Thomas (TSV Pfungstadt), Marcel Stoklasa (TV Käfertal), Johannes Jungclaussen (TV Vaihingen/Enz), Maximilian Lutz (TV Schweinfurt-Oberndorf)

Zuspiel: Fabian Sagstetter (TV Schweinfurt-Oberndorf), Kevin Schmalbach (TSV Hagen 1860)

Abwehr: Jaro Jungclaussen (TV Vaihingen/Enz), Jakob Kilpper (TV Vaihingen/Enz), Oliver Kraut (TV Waldrennach), Oliver Späth (FBC Offenburg)

Zumal die Konkurrenz auf seiner Position auch nach dem Rücktritt von Sebastian Thomas (TSV Pfungstadt) im Nationalteam immer noch bärenstark ist. „Fabian Sagstetter ist der beste Mittelmann auf der Welt“, adelte Spille den Zuspieler vom Süd-Erstligisten TV Schweinfurt-Oberndorf. Nicht umsonst ist der 31-Jährige seit dem Rücktritt des Brettorfers Christian Kläner nach der WM 2015 Kapitän der deutschen Auswahl. Als Back-up für seinen Anführer berief Neuenfeld außerdem Kevin Schmalbach vom TSV Hagen 1860 in den EM-Kader. „Da kann ich schon mithalten – am Ende werden Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben“, vermutet Spille.

Auch Tim Albrecht, der ebenfalls auf der Mittelposition zuhause ist, wird bei den bereits zweimal wegen der Coronapandemie verschobenen Titelkämpfen in Südtirol nicht dabei sein. Allerdings kann sich der Spielertrainer des Erstliga-Absteigers Ahlhorner SV trösten: Bereits seit Oktober hat der 29-Jährige sein Ticket für die World Games vom 7. bis 17. Juli in Birmingham (USA) in der Tasche. Dort kann der Wildeshauser nach 2013 und 2017 seinen dritten Titel bei den Weltspielen der nichtolympischen Sportarten holen.

World-Games-Kader

Angriff: Patrick Thomas (TSV Pfungstadt), Philip Hofmann (TSV Hagen 1860), Nick Trinemeier (TV Käfertal), Rouven Kadgien (TSV Lola)

Zuspiel: Fabian Sagstetter (TV Schweinfurt-Oberndorf), Tim Albrecht (Ahlhorner SV)

Abwehr: Philipp Kübler (TSV Calw), Ole Schachtsiek (TSV Hagen 1860), Jonas Schröter (TSV Pfungstadt), Felix Klassen (TV Käfertal)

Außer Kapitän Sagstetter ist lediglich Ausnahmeangreifer Patrick Thomas vom deutschen Serienmeister TSV Pfungstadt sowohl für die EM als auch für die World Games nominiert.

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