Pia Neuefeind, Sarah Reinecke, Paul Barklage und Malte Hollmann sind Europameister

EM-Pokal steht in Ahlhorn

Die deutschen Frauen und die deutschen U 21-Junioren feierten bei der Europameisterschaft in Calw einen Doppelsieg. - Foto: DFBL/Stöldt
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Die deutschen Frauen und die deutschen U 21-Junioren feierten bei der Europameisterschaft in Calw einen Doppelsieg. 

Ahlhorn/Brettorf - Deutschland ist und bleibt auf internationaler Faustballbühne das Nonplusultra! Bei der Europameisterschaft in Calw verteidigte die Frauennationalmannschaft souverän den Titel. Die U 21-Junioren hatten da schon wesentlich mehr Mühe, doch auch sie hatten am Ende die Goldmedaillen um ihre Hälse baumeln.

„Erst Weltmeister und jetzt Europameister, und das alles nicht mal innerhalb eines Jahres – besser geht’s nicht“, jubelte Pia Neufeind. Dabei ist die 19-jährige Angreiferin vom Ahlhorner SV die mit Abstand jüngste Akteurin im Team von Bundestrainerin Silke Eber.

Beim glatten 3:0 (11:3, 11:8, 11:2) über Italien gehörte Pia Neuefeind ebenso zur deutschen Startfomation wie ihre Ahlhorner Vereinskollegin Sarah Reinecke. Die Abwehrspielerin feierte ihre Premiere im Frauenteam. Das folgende 3:2 (11:8, 11:6, 11:13, 9:11, 11:7) gegen Österreich erlebte das ASV-Duo dann von der Bank aus. Dafür durften Pia Neuefeind und Sarah Reinecke dann beim 3:0 (11:4, 11:7, 11:5) über die Schweiz im abschließenden Vorrundenspiel wieder mitmischen.

Im Finale gegen die Österreicherinnen blieb den beiden Ahlhornerinnen dann erneut nur die Zuschauerrolle. „Ich habe so laut geschrien wie es ging“, berichtete Pia Neuefeind. Als Österreichs Angreiferin Marlene Hieslmair die letzte Angabe zum 3:0 (11:5, 12:10, 11:4) ins Aus servierte, „waren wir zunächst alle verblüfft“, erzählte Pia Neuefeind. Doch dann stürmten sie und die übrigen Ersatzspielerinnen aufs Feld und jubelten, was das Zeug hielt.

Früher am Nachmittag hatten schon die deutschen U 21-Junioren um Angreifer Malte Hollmann vom TV Brettorf und Abwehrspieler Paul Barklage vom Ahlhorner SV Freudentänze aufgeführt. In einem hochdramatischen Endspiel hatte der deutsche Nachwuchs die favorisierten Österreicher mit 3:2 (11:8, 11:7, 6:11, 4:11, 11:9) niedergerungen.

Wenig deutete auf Titelverteidigung hin

Dabei hatte am ersten Turniertag kaum etwas darauf hingedeutet, dass die Mannschaft der Bundestrainer Roland Schubert und Hartmut Maus ihren Titel verteidigen würde. „Am Samstag hat gar nichts geklappt“, erklärte Malte Hollman. Mit ihm und Paul Barklage auf dem Feld mussten die deutschen Junioren zum Auftakt ein deutliches 0:3 (6:11, 10:12, 3:11) gegen Österreich quittieren. Trotz einer 2:0-Satzführung ging auch das zweite Vorrundenspiel gegen die Schweiz mit 2:3 (11:8, 11:9, 9:11, 8:11, 6:11) verloren.

„Auch am Sonntag hatten wir zunächst ein paar Startschwierigkeiten“, sagte Malte Hollmann. Doch anders als am Tag zuvor, behielt der deutsche Nachwuchs im Halbfinale gegen die Eidgenossen diesmal mit 3:1 (13:15, 11:8, 11:6, 11:1) die Oberhand. Es folgte der bereits erwähnte Finalkrimi gegen Österreich.

Ihr Doppel-Gold feierten die deutschen Frauen und Junioren gemeinsam bis in die Nacht. Bei der Heimreise hatte Sarah Reinecke dann ein ganz besonderes Souvenir in ihrem Reisegepäck. „Sarah hat bei unserer Verlosung gewonnen und durfte den EM-Pokal mit nach Hause nehmen“, erzählte Pia Neuefeind. Sie selbst ist stolze Besitzerin der Weltmeistertrophäe von 2016.

mar

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