Fußball-Bezirksligist Wildeshausen bezwingt 1. FC Nordenham mit 2:0

Einstand nach Maß: Peuker coacht VfL zum Sieg

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Souverän abgestaubt: Sascha Görke markierte seinen sechsten Saisontreffer. ·

Wildeshausen - Die erste Arbeitswoche war extrem kurz, der Kader verletzungsbedingt ausgedünnt – wenig Zeit und Möglichkeit also für den neuen Trainer Jörg Peuker, dem Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen seinen Stempel aufzudrücken. Und dennoch gelang es: Sein Debüt fünf Tage, nachdem er das Amt von Klaus Ebel übernommen hatte, glückte mit einem souveränen 2:0 (1:0) beim 1. FC Nordenham.

Jeder Trainer hat so seine eigene Philosophie, sein eigenes Mantra von der Art, wie er gerne Fußball spielen lassen möchte. Doch dabei ist er eben auch abhängig von den Spielern, die zur Verfügung stehen. „Ich habe meine eigene Denke. Eigentlich lege ich viel Wert auf Ballbesitz“, erklärte Peuker, „und darauf, dass man sich den Gegner zurechtlegt und eine Lücke reißt, durch die man dann zum Torerfolg kommt.“ Und eigentlich bevorzugt Peuker das 4:4:2-System. Doch das gibt die dünne Personaldecke momentan nicht her.

Beim Tabellenzwölften traten die Krandel-Kicker deshalb in der 4:1:4:1-Formation an – und das funktionierte auf Anhieb. „Ich muss jedem meiner Spieler ein großes Kompliment machen“, lobte Peuker, „sie haben alles richtig gut umgesetzt. Damit war nicht zu rechnen.“

Der VfL lieferte eine souveräne Leistung ab. Schon nach fünf Minuten rannte Jannik Wallner allein auf FC-Keeper Rene Albers zu und scheiterte knapp. Der Pfostenschuss von Hasan Gündogar blieb die einzige Chance von Nordenham in der ersten Halbzeit. Wildeshausen ging in der 24. Minute mit 1:0 in Führung. Nach schönem Zusammenspiel zwischen André Hesselmann und Maximilian Seidel, der am 16er querlegte, brauchte Wallner nur noch einzuschieben.

Wildeshausen erarbeitete sich auch nach der Pause Chancen fast im Minutentakt, von Nordenham ging wenig Gefahr aus. In der 84. Minute tanzte André Hesselmann nach Einwurf von der rechten Seite auf Höhe des Fünfmeterraums zwei Gegenspieler aus und steckte den Ball zu Sascha Görke durch, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einnetzte. Wallner scheiterte in der Schlussphase noch am Pfosten. Es war die letzte Aktion – zumindest die sportliche. Denn Nordenhams Adrian Kaliwoda sah in der 86. Minute die Rote Karte, weil er frustriert einige Zuschauer anpöbelte. Peuker nahm es gelassen: „Es war ein Einstand nach Maß.“ · phi

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